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Eckpunkte der Landesregierung zur neuen Hochschulfinanzierung: Rektor der Universität Mannheim ist verhalten optimistisch

Pressemitteilung vom 23. Juli 2014
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Nach den der Universität Mannheim bisher vorliegenden Informationen zu den Eckpunkten des künftigen Solidarpaktes zur Hochschulfinanzierung betrachtet der Rektor der Universität Mannheim, Prof. Dr. Ernst-Ludwig von Thadden, die Lage der Universitäten optimistischer als noch vor wenigen Tagen. „Die Landesregierung hat die kritische Finanzsituation der Universitäten anerkannt und scheint eine ernste Anstrengung unternehmen zu wollen, die verheerende Entwicklung der letzten 15 Jahre umzukehren. Auf viele der von der Landesrektorenkonferenz in den letzten Monaten immer wieder hingewiesenen kritischen Punkte wird die Regierung jetzt offenbar reagieren.“ 

Nach Angaben der Landesrektorenkonferenz greifen die Eckpunkte für den künftigen Solidarpakt zwischen den Universitäten und der Landesregierung Kernforderungen der Rektoren auf. Ob die jetzt bekannt gemachten Rahmenbedingungen den Universitäten genügend Luft verschaffen, um in Forschung und Lehre für die kommenden Jahre eine wirklich befriedigende Perspektive zu eröffnen, bleibt allerdings abzuwarten. „Noch ist nicht bekannt, wie sich die Eckpunkte auf die einzelnen Universitätshaushalte auswirken“, so der Rektor der Universität Mannheim. „Erst wenn genaue Zahlen vorliegen und die haushaltsrechtlichen Rahmenbedingungen offen gelegt werden, weiß die Universität, wie sie in den nächsten Jahren finanziell aufgestellt sein wird. Aber ich freue mich, dass wir doch offenbar in einigen Punkten finanziell entlastet werden.“ Professor von Thadden vertraut darauf, dass die Landesregierung so schnell wie möglich belastbare Daten und haushaltsrechtliche Regelungen vorlegt, damit vor allem die befristeten Beschäftigungsverhältnisse und die durch kurzfristige Mittel finanzierten Programme mit einer Perspektive versehen werden können.

Die neun Universitäten des Landes Baden-Württemberg verhandeln seit mehr als einem Jahr mit dem Finanz- und Wirtschaftsministerium über die Zukunft der Hochschulfinanzierung, die in einem neuen Solidarpakt ab Januar 2015 geregelt werden soll. Trotz massiv gestiegener Studierendenzahlen ist die Grundfinanzierung seit 1998 nicht erhöht worden. Die Universitäten sind weit davon entfernt, auch nur die inflationsbedingten Kostensteigerungen decken zu können. Explodierende Energie- und Raumkosten, die im Gegensatz zu den anderen Hochschularten für die Universitäten nicht vom Land übernommen werden, tragen zusätzlich zur stetigen Verschlechterung der Lage bei. Das Wissenschaftsministerium hat heute in einer Pressekonferenz die Eckpunkte der neuen Hochschulfinanzierung vorgestellt.

Kontakt:
Katja Bär
Universität Mannheim
Leitung Kommunikation und Fundraising
Pressesprecherin
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