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Politische Reformen und ihre Auswirkungen – zwischen Gerechtigkeit und Ungleichheit?

Englischsprachige Konferenz „Inequality and Fairness of Political Reforms“ am 8. und 9. Dezember 2016 an der Universität Mannheim

Pressemitteilung vom 01. Dezember 2016
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Was bewirken politische Reformen? Führen sie zu mehr Gerechtigkeit oder zu größerer Ungleichheit in der Gesellschaft? Mit dem Aufkommen populistischer Strömungen gewinnt diese Fragestellung an politischer Brisanz innerhalb und außerhalb Europas: Auf der einen Seite ermuntern Experten zu mehr Reformen, um die Wohlfahrt der Gesellschaft zu sichern. Auf der anderen Seite fordern Populisten, die Reformen dem Unbehagen der Gesellschaft anzupassen. Beide Empfehlungen stellen letztlich die Parteiendemokratie in Frage, die für die einen zu uninformiert und kurzfristig, für die anderen zu etabliert und prozedural entscheidet.

Das sind die Themen der englischsprachigen Konferenz „Inequality and Fairness of Political Reforms“ des Sonderforschungsbereichs SFB 884 der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) am 8. und 9. Dezember 2016 an der Universität Mannheim. Ökonomen, Politikwissenschaftler und Soziologen aus aller Welt werden ihre neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse dazu präsentieren.

Hauptredner der Konferenz sind:

  • Prof. Ernst Fehr (Universität Zürich), der von der Frankfurter Allgemeinen Zeitung diesen Herbst zum einflussreichsten Ökonomen im deutschsprachigen Raum auserkoren wurde. Er spricht über den Einfluss von Vertrauen in Institutionen auf die Wirtschaft, die als wichtiger Baustein für die Wohlfahrt von Gesellschaften gilt.
  • Prof. Jon A. Krosnick (Stanford University) wird über die aktuellen Schwierigkeiten in der Umfrageforschung sprechen – ein Thema, das angesichts der Wahl(fehl)prognosen für den Brexit und die US-Präsidentenwahl neue Brisanz erlangt hat.
  • Prof. David Rueda (University of Oxford) wird seine neuesten Erkenntnisse über die Nachfrage nach Umverteilung in industrialisierten Demokratien präsentieren, die als Ausgangspunkt für populistische Strömungen gelten.
  • Prof. Jeffrey Smith (University of Michigan) wird erläutern, wieso Reformen nicht bei jedem Menschen den gleichen Effekt haben.

Darüber hinaus thematisieren einzelne Vorträge spezifisch den Einfluss der Krise auf die Ungleichheit in Griechenland, die Wirkung von Entwicklungshilfe sowie den Effekt von unterschiedlichen Steuersystemen auf die Gesellschaft. Zudem werden Umverteilung, Einwanderung und (politische) Präferenzen der Bevölkerung Schwerpunktthemen der Konferenz sein; der Vortrag von Dr. Elias Naumann (Universität Mannheim) beschäftigt sich zum Beispiel damit, welchen Einfluss Einwanderung auf die gesellschaftliche Unterstützung für Umverteilung hat.


Gastgeber der zweitägigen Konferenz ist der Sonderforschungsbereich „Political Economy of Reforms“ der Universität Mannheim, dessen Leitung der Politikwissenschaftler Prof. Dr. Thomas König seit dem Jahr 2010 innehat. Der Sonderforschungsbereich untersucht Ursachen für Erfolg und Scheitern von Reformen, wofür die Interessenlagen von Wählern, Interessengruppen, Parteien und Regierungen sowie ihre Rolle im politischen Prozess eine besondere Rolle spielen. Das Forschungsinstitut wurde 2010 gegründet und wird von der DFG gefördert.

Der Eintritt zur Konferenz ist frei.

Wenn Sie als Pressevertreter/-in teilnehmen möchten, melden Sie sich bitte per E-Mail an kaul@uni-mannheim.de oder unter der Telefonnummer 0621 / 181-1266 an. Interviews mit den Referenten können gerne im Vorfeld oder während der Tagung vereinbart werden.

Das vollständige Programm der Veranstaltung finden Sie unter: http://reforms.uni-mannheim.de/events/Inequality-Fairness/ 

Kontakt:

Margarita Maklakova
Wissenschaftliche Geschäftsführung
SFB 884 – Political Economy of Reforms
Universität Mannheim
Tel: +49 (0) 621-181-3442
E-Mail: management@reforms.uni-mannheim.de
http://reforms.uni-mannheim.de

Katja Bär
Leitung Kommunikation und Fundraising
Pressesprecherin
Universität Mannheim
Tel. +49 (0) 621 / 181 - 1013
E-Mail:
baer@uni-mannheim.de