Idee

Die Anfänge des Projekts


 

Geboren wurde die Idee zur Renaissance des Barockschlosses vor inzwischen mehr als zehn Jahren. Ende der 90er Jahre moderierte Frank Merkel, Absolvent der Universität und Mitgründer der Werbeagentur wob AG, einen Workshop mit Studierenden zum Thema "Die Marke Universität Mannheim". Die Gruppe entwickelte als zentralen Vorschlag die Idee einer Streichaktion. Damit sollten zwei Ziele unterstützt werden: ein Attraktivitätssteigerung der Räume, in der sich die Qualität des vorhandenen Forschungs- und Lehrangebotes wider spiegelt. Und eine stärkere Identifikation der Wissenschaftler und Studierenden mit ihrer Universität.

Damit war der Grundstein für die „Renaissance des Barockschlosses“ gelegt. Die Idee wurde anschließend von der Universitätsleitung aufgegriffen und umgesetzt, flankiert durch Frank Merkel als unermüdlichen Initiator und Motor des Projektes.

Aus dem Vorschlag zur Streichaktion wurde schnell eine systematische Kampagne. Manfred Lautenschläger, Gründer der MLP AG, gab als erster eine Zusage, die Kosten für die Renovierung eines Hörsaales zu übernehmen. Diesem Beispiel schlossen sich drei weitere große Unternehmer der Metropolregion Rhein-Neckar an: Richard Engelhorn (Modehaus Engelhorn), Manfred Fuchs (Fuchs Petrolub AG) und Heinrich Vetter (ehemals Kaufhaus Vetter). Sie übernahmen ebenfalls jeweils einen Hörsaal. Parallel nahmen Studierende und Professoren Pinsel und Farbe und machten sich an´s Werk, um ihren eigenen Beitrag zu leisten.

 Studierende beim Streichen

Dieses Engagement steckte an. Mehrere hunderte Absolventen, Freunde der Universität und Bürger in der Region spendeten für die Renovierung – von fünfzig Euro bis zu fünf- und sechsstelligen Beträgen. Unternehmen beteiligten sich mit Spenden zwischen 2.000 und 300.000 Euro. Studierende, aber auch die Feuerwehr und der Mannheimer OB halfen bei Streichaktionen. Hasso Plattner, Mitgründer der SAP AG, markierte den Höhepunkt mit einer Spende von 10 Millionen Euro für die Einrichtung einer Bibliothek im Mittelbau des Schlosses. Das Land Baden-Württemberg flankierte all diese Maßnahmen mit Bauprojekten im Umfang von mehr als 40 Millionen Euro.

Die Universität gab und gibt hierfür ihren Dank an die Öffentlichkeit zurück. Sie öffnete das Schloss für Veranstaltungen und ist heute mit Ausstellungen, Theateraufführungen, Konzerten und Festen aus dem Mannheimer Kulturkalender nicht mehr wegzudenken. Und wenn heute Absolventen unter weißen Sonnenschirmen im Ehrenhof des Schlosses einen Cappuccino trinken, fällt immer wieder ein Satz: „Hier würde ich auch nochmal gerne studieren.“