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Mäzene und Stiftungen

Die Universität Mannheim dankt den großzügigen Stiftungen und Mäzenen. Durch ihre Unterstützung konnte ein großer Teil der Renaissance des Barockschlosses erst verwirklicht werden.

Hasso-Plattner-Förderstiftung

Mit einer der großzügigsten Spenden die je eine deutsche Hochschule erhalten hat ermöglichte die Hasso-Plattner-Stiftung die Wiederherstellung der historischen Mansarddächer. Unter diesen findet auf 4.700 Quadratmetern die Universitätsbibliothek ein neues Zuhause. Stiftungsgründer Professor Dr. h.c. Hasso Plattner ist der Universität Mannheim eng verbunden: "Mannheim ist für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften die beste Universität in ganz Deutschland, ich möchte mit meiner Spende dazu beitragen, dass sie diese Position vor allem auch in der internationalen Konkurrenz weiter ausbauen kann."

Dr. Hans K. Göhringer

Dr. rer. pol. Hans K. Göhringer war von 1973 bis 1980 Vorstandsvorsitzender der Brown, Boverie & Cie. AG, von 1985 bis 1990 Aufsichtsratsvorsitzender der Fuchs Petrolub AG und von 1981 bis 1989 Präsident der IHK Rhein-Neckar.
Göhringer erhielt zahlreiche Auszeichnungen: Das Große Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland, das Große Silberne Ehrenzeichen mit dem Stern der Republik Österreich und die Große Verdienstmedaille der IHK Rhein-Neckar in Gold sind nur einige wenige davon. Er unterstützte nicht nur als Neugründungsvorsitzender des Fördervereins des Landesmuseums für Technik und Arbeit zahlreiche Museumsprojekte. Der Ehrenpräsident der IHK Rhein-Neckar setzte sich mit großem Erfolg für den Wirtschaftsstandort Mannheim ein. Als Vorstandsmitglied der Gesellschaft der Freunde der Universität Mannheim e.V., Ehrensenator und Inhaber der Universitätsmedaille in Gold förderte er in besonderer Weise den Hochschulbereich in Mannheim. 2004 verstarb Dr. Hans K. Göhringer im 92. Lebensjahr.

Stiftung Landesbank Baden-Württemberg

Die Stiftungen der Landesbank Baden-Württemberg entstanden aus den ehemaligen Stiftungen der Landesgirokasse. Diese wurden 1984 anlässlich des 100-jährigen Jubiläums der ehemaligen Städtischen Sparkasse Stuttgart, einem der Vorgängerinstitute der Landesgirokasse, errichtet. Die Stiftung für Kunst und Kultur fördert Einzelprojekte im Bereich Musik, der Literatur und der darstellenden und bildenden Kunst. Sie unterstützt außerdem die Pflege und Erhaltung von Kulturwerten, wie etwa durch Denkmalpflege.

Dorothee Oettli

Zum Gedenken an ihren verstorbenen Ehemann Prof. Dr. Werner Oettli finanzierte Dorothee Oettli einen Gruppenarbeitsplatz im Südflügel des Schlosses. Prof. Dr. Oettli war Inhaber des Lehrstuhls für Mathematik VII. Sein Arbeitsschwerpunkt lag im Bereich der Mathematischen Optimierung. Er kam im Wintersemester 1972/73 als ordentlicher Professor an die Schlosshochschule und diente der mathematischen Fakultät 1977/78 als Dekan.

Werner Oettli hatte in Freiburg und Zürich angewandte Mathematik und Physik studiert und arbeitete nach seiner Promotion 1964 im IBM-Forschungslabor in Zürich. Nach Lehraufträgen und Gastdozenturen in Michigan, Zürich und Bonn etablierte sich der Wissenschaftler schließlich in der Quadratestadt. Als Organisator, Mitglied des Programmbeirats und Vorsitzender bestritt er internationale Fachkongresse, Symposien und Tagungen. Als Gründungsmitglied und Präsident (1982/83) prägte er die Deutsche Gesellschaft für Mathematik, Ökonomie und Operations Research (GMÖOR), acht wissenschaftliche Zeitschriften schätzten seinen Rat als Herausgeber.

Heinrich-Vetter-Stiftung

Dr. h.c. Heinrich Vetter ist sicher der größte und bekannteste Mäzen Mannheims. Er engagierte sich in besonderem Maße für seine Alma mater. Vetter absolvierte sein Studium an der Handelshochschule Mannheim, der Vorläuferinstitution der heutigen Universität. Nach seinem Examen als Diplom-Kaufmann trat er 1933 in das elterliche "Kaufhaus Vetter" ein, das sich zu einem der großen Mannheimer Kaufhäuser entwickelte. 1965 entstand auf dem Gelände des Vetter-Kaufhauses das Kaufhaus Horten, dessen Generalbevollmächtigter Vetter 20 Jahre später wurde. [Vermögensteile des 1885 gegründeten Familienunternehmens „Kaufhaus Vetter“ entstanden aus acht zwischen 1934 und 1938 „arisierten“ Unternehmen und Grundstücken jüdischer Bürger, wie eine 2012 veröffentlichte Publikation über die Arisierung in Mannheim aufzeigt. Zur Rolle Heinrich Vetters bezieht die Universität Mannheim hier Stellung.]

1988 rief er die Heinrich Vetter Stiftung ins Leben. In den folgenden Jahren unterstütze er mit dieser zahlreiche Projekte in der Region. Für die Universität Mannheim engagierte er sich in besonderem Maße. Neben seiner Spende zur Erneuerung des Heinrich Vetter-Hörsaales unterstützt er unter anderem auch den neu angebotenen MBA-Studiengang. Im Jahr 2000 ehrte die Universität ihn mit der Ehrendoktorwürde. Über die Heinrich-Vetter-Stiftung als Alleinerbin seines Vermögens wirkt er über seinen Tod hinaus als "Anstifter" für Projekte zum Wohle Mannheims und seiner Bürger. http://www.heinrich-vetter-stiftung.de/

Wilhelm-Müller-Stiftung

Die 1984 gegründete Wilhelm-Müller-Stiftung geht auf den Mannheimer Unternehmer Wilhelm Müller zurück, der in den 30er Jahren eine der ersten Coca Cola Abfüllkonzessionen in Deutschland erwarb. Aus dieser Firma entwickelte sich die heutige HMI Erfrischungsgetränke GmbH & Co. KG, eines der bedeutendsten Getränkegroßhandelsunternehmen im südwestdeutschen Raum.

Nach dem Tod Wilhelm Müllers führte seine Ehefrau Ruth das Unternehmen weiter. Nach ihrem Tod ging das Vermögen des Ehepaares in die 1984 gegründete Stiftung über. Ihr Zweck sieht die Förderung ausgewählter Institutionen vor, darunter der Universität Mannheim.

Hanna Luik

Zum Gedenken an ihren verstorbenen Mann, Prof. Dr. Hans Luik, ermöglichte Hanna Luik die Renovierung eines kompletten Hörsaals. Prof. Dr. Hans Luik lehrte fast zwanzig Jahre als Honorarprofessor am Lehrstuhl für Treuhandwesen und Betriebswirtschaftliche Steuerlehre an der Universität Mannheim.

Hans Luik baute nach seinem Studium und anschließender Promotion in Tübingen das Unternehmen "Schwäbische Treuhand" maßgeblich mit zu einem internationalen Verbund aus, der heute unter dem Namen Ernst & Young firmiert. Prof. Luik war 46 Jahre in diesem Hause tätig, davon 25 Jahre als Vorstandsmitglied. Als Vorstandsvorsitzender wechselte er 1990 als Vorsitzender in den Aufsichtsrat und war als solcher bis zu seinem Tod im September 1997 aktiv.

Der Wirtschaftswissenschaftler hat mit über vierzig wegweisenden Aufsätzen und Vorträgen das Bild des modernen kreativen Unternehmers im Wirtschaftsprüferberuf geprägt. Ausdruck der Anerkennung seines Wirkens waren u.a. die Vergabe des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse.

Otto-Mann-Stiftung

Zu Ehren ihres verstorbenen Ehemanns Prof. Dr. Otto Mann, gründete Rotraud Mann 1992 die Otto-Mann-Stiftung. Prof. Mann, Schüler von Karl Jaspers, war Ordinarius für deutsche Sprache und Literatur an der Universität Mannheim.

Zweck der Stiftung ist die Förderung der Wissenschaft in Forschung und Lehre auf dem Gebiet der Kultur- und Theaterwissenschaften. Dabei sollen kulturwissenschaftliche Aktivitäten im weitesten Sinne gefördert werden. In diesem Zusammenhang werden verschiedene Projekte finanziell unterstützt, wie beispielsweise verschiedene Kooperationen mit dem Nationaltheater Mannheim. Die Stiftung finanziert in jedem Semester eine Gastprofessur und jährlich einen Gastvortrag an der Universität Mannheim. Gastprofessuren waren bisher unter anderem Prof. Wojciech Henryk Kalaga (Warschau) und Prof. Thomas Wiedemann von der University of Nottingham. Zu den Gastreferenten zählten unter anderem Graf Krockow, Pfarrer Friedrich Schorlemmer und Nike Wagner, Urenkelin von Richard Wagner.

Freunde der Universität Mannheim

1952 schlossen sich Absolventen der Wirtschaftshochschule Mannheim und ihrer Vorläuferinstitutionen unter dem Namen Gesellschaft der Freunde der Wirtschaftshochschule Mannheim zusammen. Dank der Initiative namhafter Persönlichkeiten des hiesigen Wirtschaftsraumes konnte die Vereinigung in den folgenden Jahren zu einer Fördergesellschaft auf breiter Grundlage erweitert werden. Im Jahre 2007 wurde diese umstrukturiert und umbenannt. Die Freunde der Universität Mannheim, so der heutige Name, sind ein Zusammenschluss von mehr als 500 Unternehmen, Stiftungen und privaten Förderern. Gemeinsames Ziel ist es, die Universität Mannheim als beste deutsche Hochschule in den Wirtschafts- und Sozialwissenschaften im internationalen Konkurrenzkampf zu unterstützen. Die Mitglieder leisten hierzu materielle und ideelle Unterstützung. www.uni-mannheim.de/freunde

Studentenverbindung Churpfalz

Die Katholische Deutsche Studentenverbindung Churpfalz wurde 1920 gegründet und 1925 in den Cartellverband der katholischen deutschen Studentenverbindung (CV) aufgenommen. Mit mehr als 30.000 Mitgliedern in rund 120 Verbindungen ist der CV der größte Akademikerverband Europas. Unter dem Druck der Nationalsozialisten löste sich die Verbindung 1935 auf. Im privaten Kreis lebte die Gemeinschaft jedoch weiter, so dass Churpfalz nach dem Krieg wiederbegründet werden konnte. Gemäß der vier Prinzipien religio, amicitia, scientia und patria gestaltet die Studentenverbindung ihr vielfältiges Programm, auf dem beispielsweise gemeinsame Gottesdienste, Vorträge, Exkursionen und Seminare stehen. Auf diese Weise möchte die Studentenverbindung ihren Mitgliedern die Möglichkeit bieten, aus der Anonymität einer großen Universität auszubrechen und über die Fakultätsgrenzen hinaus Freundschaften zu knüpfen.

Manfred-Lautenschläger-Stiftung

Der Volljurist Manfred Lautenschläger gründete 1971 gemeinsam mit Eicke Marschollek das Unternehmen Marschollek, Lautenschläger und Partner, kurz MLP. 1999 gab er die Unternehmensführung ab und wechselte an die Spitze des Aufsichtsrates. Zur gleichen Zeit rief er seine gleichnamige Stiftung ins Leben. Diese vergibt unter anderem alle zwei Jahre den Lautenschläger-Forschungspreis und unterstützt Forschungs- und Sporteinrichtungen.

Dr. Hans-Joachim Treutler

Dr. Hans-Joachim Treutler ist der Gründer des Mannheimer Unternehmens Promarketing GmbH. Der Unternehmer engagiert sich seit mehr als zwanzig Jahren für die Universität Mannheim. Bereits 1985 hat er die Stiftung Marketing gegründet, die sich der Förderung von Forschung und Lehre in der Betriebswirtschaftslehre, insbesondere im Bereich Marketing, widmet. In den 90er Jahren hat er die Stiftung Kommunikations- und Medienwissenschaft ins Leben gerufen. Die Einrichtung unterstützt Studierende und junge Wissenschaftler in diesem Fach. Dr. Hajo Treutler ist darüber hinaus persönliches Mitglied des Förderkreises Wissenschaft und Praxis am Zentrum für Europäische Wirtschaftsförderung sowie der Freunde der Universität Mannheim. Für seine Verdienste verlieh ihm die Universität Mannheim die Universitätsmedaille.

Familie Greinert

Klaus Greinert ist der Aufsichtsratsvorsitzende der Duravit AG mit Stammsitz im Schwarzwälder Hornberg. Zugleich ist er auch Vorsitzender des Beirats der Gebr. Röchling KG. Die Familie ist Miteigentümerin einer international tätigen Führungsgesellschaft mit Sitz in Mannheim, der Röchling-Unternehmensgruppe. Mit Privatspenden hat die Familie Greinert die Renaissance des Barockschlosses gefördert. Auch die Duravit AG und die Röchling Stiftung GmbH haben jeweils mit Spenden die Renaissance des Barockschlosses maßgeblich unterstützt

Stiftung der Universität Mannheim

Mit Wirkung zum 1. Januar 2005 wurde die Zusammenlegung der beiden Stiftungen „ABSOLVENTUM-Stiftung des ABSOLVENTUM MANNHEIM“ und der „Stiftung der Universität Mannheim“ zur neuen „Stiftung Universität Mannheim – Eine Stiftung der Absolventen und Freunde der Universität Mannheim“ beschlossen.
Beide Stiftungen hatten sich bereits vorher die Förderung der Universität Mannheim auf die Fahnen geschrieben und ziehen von nun an gemeinsam an einem Strang. Die neue Stiftung verfolgt unterschiedliche Stiftungszwecke: Neben dem Willen, die Lehr- und Forschungsbedingungen der Universität Mannheim weiter zu optimieren, sollen das Netzwerk der Ehemaligen, der Gedankenaustausch zwischen Vertretern der Wissenschaft und der Öffentlichkeit sowie bedürftige Studenten gefördert werden. www.uni-mannheim.de/stiftung

Dr. Carl Anton Reichling

Schon während des Studiums hat sich Carl Anton Reichling um die Mannheimer Hochschule verdient gemacht. 1950 rief er zusammen mit Heidelberger Studierenden die Heidelberg-Mannheimer Studierendenzeitschrift "Forum Academicum" ins Leben. 1952 begründete er die "Gesellschaft der Freunde der Wirtschaftshochschule Mannheim" mit, die heute "Freunde der Universität Mannheim" heißt.
Seit 1962 ist er Mitglied des Beratenden Ausschusses der Universität Mannheim, der Probleme der Hochschule erörtert und als Bindeglied zur Öffentlichkeit wirkt. Von 1970 bis 1999 war Carl Anton Reichling Geschäftsführer des Ausschusses und hat nach Amtsniederlegung die Ehrenmitgliedschaft erhalten. Neben der Universität hat er sich auch vielseitig kulturell engagiert.

Aufgrund seines Engagements für die Universität wurde Carl Anton Reichling 1978 zum Ehrenbürger der Universität ernannt und erhielt 1990 die Universitätsmedaille in Gold. Auch über die Universität hinaus hat er zahlreiche Auszeichnungen, wie das Bundesverdienstkreuz, erhalten.