Der Forschungsschwerpunkt befaßt sich mit
Problemen der gesellschaftlichen Transformation der
ostmitteleuropäischen und postsowjetischen Staaten nach dem
Zusammenbruch der kommunistischen Parteiherrschaft. Der FKKS
konzentriert sich in seiner Arbeit in ausgewählten
Fällen und im systematischen Vergleich auf die Entstehung von
Konflikten, die Eskalation von Konflikten bis zur gewaltsamen und
kriegerischen Austragung sowie auf Beispiele friedlicher
Konfliktregulierung, die zur Entwicklung von kooperativen Strukturen
zwischen den sozialen und nationalen Gruppierungen und zwischen den
Staaten im östlichen OSZE-Raum führt.
Der FKKS baut auf langjährige Erfahrungen
in der Osteuropaforschung auf. Zahlreiche Forschungsprojekte wurden
bzw. werden durch die DFG, die VolkswagenStiftung und andere
Organisationen gefördert. In den vergangenen Jahren wurde ein
Stamm junger Nachwuchsforscher herangebildet, die Forschungsarbeiten
über die gesellschaftliche Entwicklung in der Sowjetunion und
ihren Nachfolgestaaten sowie in Ostmitteleuropa durchführen.
Für die Forschung konnten umfangreiche Bibliotheksbestände
aufgebaut werden, die Bücher, Zeitschriften, Zeitungen,
Statistiken, Dokumente und graue Literatur überwiegend in
deutscher, englischer, russischer, ukrainischer, belarussischer,
slowakischer und tschechischer Sprache umfassen. Insgesamt enthalten
die Bibliotheken rund 4000 ostsprachige Bände und etwa 200
Periodika aus Ostmittel- und Osteuropa.
Der FKKS unterhält gute Kontakte zu
wissenschaftlichen Osteuropa-Instituten in der Bundesrepublik.