"Eine tolle Sache"
Ein Entwickler von SAP als Mentor, ein Key-Account-Spezialist der Deutschen Bank als persönlicher Ansprechpartner: Das Mentorenprogramm des Alumnivereins ABSOLVENTUM MANNHEIM vermittelt Studierende aller Fachrichtungen an Absolventen, die erfolgreich im Berufsleben stehen. Die Mentoren unterstützen ihre Mentees unter anderem bei Fragen rund ums Studium, bei der Karriereplanung und ihrer Persönlichkeitsentwicklung. Die „Kick-Off"-Veranstaltung zum Anfang des Semesters nutzte FORUM, um Mentorinnen und Mentoren zu ihren Erfahrungen mit dem Programm zu befragen.
 | | Birgit Hellmann (Jahrgang 1973, M.A. Politikwissenschaft/Wirtschafts- und Sozialgeschichte/Germanistik, Mitarbeiterin der Unternehmenskommunikation Europa, BASF SE):
„Ich bin über ein Anschreiben von Professor Dr. Hans Raffée auf das Mentoring-Programm aufmerksam geworden und habe mich daraufhin ohne lange zu überlegen als Mentorin zur Verfügung gestellt. Zum Einen ist es für mich sehr reizvoll, zur Universität und dem studentischen Leben noch Kontakt zu haben. Zum Anderen schätze ich das offene, flexible Konzept des Programms. Bei den beiden Partnerschaften, die ich habe, konzentriere ich mich auf Hilfe bei konkreten Fragen. Eine Mentee hat vor Kurzem ihren Abschluss in Romanistik gemacht. Jetzt unterstütze ich sie im Bewerbungsprozess, beispielsweise bei der Einschätzung der Jobs, ob diese zu ihrem Profil passen. Die andere Studentin verbringt gerade ein Auslandssemester in Mexiko und ist schon sehr selbständig. Mit beiden gehe ich die Sache von der Laufbahn und den beruflichen und fachlichen Interessen her an, aber natürlich interessiert mich auch ihr persönliches Befinden. Ich freue mich schon auf die nächsten Mentoring-Partnerschaften und darauf, die Fragen und Herausforderungen gemeinsam mit den Studierenden anzugehen." |
Michael Sambeth (Jahrgang 1974, Dipl.-Wirtsch.-Inf., Technical Account Manager im Vertrieb, SAP Deutschland AG & Co. KG):
„Die Betreuung meines Mentees im Rahmen des Mentoring-Programms läuft jetzt seit drei Monaten. Mit ABSOLVENTUM MANNHEIM als Träger des Programms habe ich eine ganz besondere Verbindung, da ich dort zu meiner aktiven Zeit an der Universität Mannheim studentische Hilfskraft war. Vom Programm an sich bin ich positiv überrascht, insbesondere von der Professionalisierung und der starken Struktur. Daneben ist es für mich auch sehr wertvoll, einen Draht zu den Ereignissen und Entwicklungen der akademischen Welt zu behalten. Wir werden die Praxisintensität in den nächsten Monaten verstärken, um meinem Mentee einen noch besseren Einblick in die IT-Branche zu ermöglichen. Wichtig ist die gegenseitige Vertrauensbasis und die haben wir uns bis jetzt erarbeitet. Unser Verhältnis ist daher sehr gut und ich rechne mit einer dauerhaften Beziehung auch über das Mentoring-Programm hinaus, welches zur Zeit auf ein Jahr angelegt ist. Kurzum: Das Mentoring-Programm ist sehr empfehlenswert und bereichert uns beide. Wir haben von den vielen Möglichkeiten, die das Programm bietet, noch längst nicht alle ausgeschöpft!" | |  |
 | | Christine Martin (Jahrgang 1976, M.A. Germanistik, Seniorberaterin bei der Lüdke & Döbele GmbH):
„Ich war bereits bei der ersten Kick-Off-Veranstaltung dabei und halte das Mentoring-Programm insgesamt für eine tolle Sache. Eine solche Partnerschaft hätte ich mir im Studium auch gewünscht. Sehr spannend sind für mich vor allem die Fragen: Was kann ich als Mentorin bieten, wo kann ich die Mentees unterstützen und was braucht jeder Einzelne? Meine Motivation, die dahinter steht, ist weniger die, dass sich aus den Partnerschaften eventuell einmal neue Mitarbeiter ergeben, sondern die Lust an der Unterstützung und meine Leidenschaft für den Austausch mit Menschen. Derzeit betreue ich sechs Mentees, die sich alle in einem unterschiedlichen Stadium ihres Werdegangs befinden. Mit einer Mentee, die bereits fertig mit dem Studium ist, besteht immer noch Email-Kontakt, eine andere macht gerade ihren Abschluss und wir treffen uns alle paar Monate und wieder einem anderen Mentee habe ich bei der Bewerbung für ein Stipendium geholfen und ihn beim Zeitmanagement gecoacht - bei jedem sieht es ein bisschen anders aus und von allen habe auch ich selbst viel mitgenommen." |
Reinhold Schulz (Jahrgang 1961, Dipl.-Kfm., selbstständiger Wirtschaftsprüfer & Steuerberater):
„Bis jetzt betreue ich noch keinen Mentee. Momentan befindet sich meine Kanzlei allerdings auch noch im Aufbau und von daher kann ich im Vergleich nur eingeschränkte Möglichkeiten als Mentor zur Verfügung stellen, wie zum Beispiel die Vermittlung von Praktika und persönliche Beratung. Mein Interesse am Mentoring-Programm hat eine Nachricht von Frau Gilda Zubovic-Sadri, der Leiterin des Mentoring-Programms, geweckt. Ich finde, das Programm ist ein guter Einstieg, um wieder mit der Lehre an der Universität Mannheim in Berührung zu kommen und zu erfahren was dort gerade up-to-date ist. Auch die vielfältige Zusammenarbeit mit jungen Studenten von der Karriereplanung bis hin zur Persönlichkeitsentwicklung finde ich interessant. Hier kann ich meine Erfahrungen und Hilfestellung an Studenten weitergeben, die in die Branche wollen. Meine Erwartung an die Kick-Off-Veranstaltung 2009 sind so auf jeden Fall erfüllt worden: Die Studenten sind und fragen sehr zielorientiert! Nächstes Jahr stehe ich also mit Sicherheit wieder beim Kick-Off zur Verfügung." | |  |
Weitere Informationen:
www.absolventum.de
Aufgezeichnet von: Felix Kretz | Fotos: Lars Kehrel | Dezember 2009