Stipendien für die besten Studierenden
Ende November hat die Universität Mannheim erneut Stipendien an ihre besten Studierenden vermittelt. Bis Redaktionsschluss lagen mehr als 140 Zusagen vor. Die Unterstützung wird von Unternehmen, Stiftungen, Absolventen und dem Freundeskreis der Universität bereit gestellt. Uni-Rektor Professor Arndt dankte allen Spendern.
Die Universität Mannheim hat mit dem System der Gebührenstipendien eines der größten Stipendiensysteme an Deutschlands staatlichen Hochschulen etablieren können.2007 hatte die Universität als erste deutsche Hochschule ein derartiges Stipendiensystem installiert. Die Grundzüge des Modells, Leistungsorientierung und Einkommensunabhängigkeit, finden sich inzwischen auch in anderen Stipendienprogrammen, etwa dem sogenannten Pinkwart-Modell in Nordrhein-Westfalen. Dort stockt das Land die privaten Spenden um den gleichen Betrag auf. Ein nationales Stipendienprogramm nach diesem Modell wurde nun im Koalitionsvertrag von Union und FDP angekündigt. Der Anteil der Stipendiaten soll bundesweit von zwei auf zehn Prozent erhöht werden.
Ein Mannheimer Gebührenstipendium umfasst 1000 Euro und deckt damit die Studiengebühren für zwei Semester. Die Auswahl erfolgt rein nach Leistung- gefördert werden die Studierenden mit dem jeweils besten Notendurchschnitt in ihrem Fach. Um dennoch soziale Kriterien zu berücksichtigen, werden die Stipendiaten gebeten selbst zu entscheiden, ob sie die Auszeichnung annehmen, das Geld jedoch weiter reichen. Im vergangenen Jahr haben 14 Stipendiaten diesen Ehrenkodex angewandt.
Mit dem Stipendium verbunden ist zugleich die Chance, bereits während des Studiums in Dialog mit potentiellen Arbeitgebern zu treten. Für Unternehmen bietet sich umgekehrt die Möglichkeit mit den Stipendiaten zukünftige Mitarbeiter kennen zu lernen und die Studierenden über Praktika oder die Aufnahme in Weiterbildungsprogramme in die Unternehmen einzubinden.
Autor: Achim Fischer I Dezember 2009


