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Reinhold Würth ist einer der bedeutendsten Unternehmer Deutschlands der Nachkriegszeit. 1954 übernahm er die väterliche Schraubengroßhandlung und baute das Unternehmen zum internationalen Marktführer in der Befestigungs- und Montagetechnik aus. Die Würth-Gruppe hat heute weltweit 58.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2009 einen Umsatz von 7,5 Milliarden Euro.
1994 hat sich Würth aus dem operativen Geschäft zurückgezogen. Seither hat er mehr Zeit für eine seiner großen Leidenschaften: Moderne Kunst. Würth sammelt seit den 60er Jahren Werke der Malerei, Grafik und Bildhauerei vom ausgehenden 19. Jahrhundert bis heute und hat mehrere Museen im In- und Ausland gegründet. Der Universität Mannheim gab er aus seiner Sammlung unter anderem Werke von Jörg Immendorf als Leihgabe. Aktuell werden fünf Bilder des Künstlers A.R. Penck ausgestellt.
Dies ist allerdings nur ein Teil von Würths Engagements für die Universität. „Männer wie der Marketing-Professor Hans Raffée haben der Universität Mannheim nicht nur einen Spitzenplatz unter den Eliteinstitutionen im Land erarbeitet, sondern ihr darüber hinaus ein Gesicht humanistischer Wärme und kosmopolitischer Toleranz gegeben. Solche Elite-Leuchttürme müssen mit allen Mitteln gefördert werden", ist die Überzeugung des Unternehmers. So stellte er gemeinsam mit anderen Großunternehmen, Stiftungen und Mäzenen aus der Metropolregion in der Summe 200.000 Euro für die Renovierung und technische Neuausstattung des Senatssaals zur Verfügung.


