Mannheimer Sprachwissenschaftlerin unter den „25 Frauen, deren Erfindungen unser Leben verändern“


Für ihre Arbeit zu Cyberlinguistik und Cybermobbing wurde die Mannheimer Sprachwissenschaftlerin Prof. Dr. Konstanze Marx am 22. Juni mit dem „25 Frauen Award“ ausgezeichnet. Das Online-Magazin EDITION F und die Kooperationspartner Handelsblatt, ZEIT Online und Gründerszene würdigten mit dem Preis 25 Wissenschaftlerinnen, Entwicklerinnen und Künstlerinnen, die mit ihren Erfindungen und Ideen entscheidend dazu beitragen, die Gesellschaft und den Planeten zum Positiven zu verändern.

Pressemitteilung vom 30. Juni 2017
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Prof. Dr. Konstanze Marx, die als Professorin für Linguistik des Deutschen an der Universität Mannheim und am Institut für Deutsche Sprache Mannheim tätig ist, erhielt im diesjährigen Wettbewerb „25 Frauen, deren Erfindungen unser Leben verändern“ einen Award für ihr Engagement gegen Cybermobbing. In ihrer Forschung beschäftigt sich Marx mit Cyberlinguistik, vor allem digitaler Gewalt und „Hate Speech“ im Internet. Ihre Forschungserkenntnisse nutzt sie, um Schüler für Cybermobbing zu sensibilisieren. In Workshops in Schulen zeigt sie Schülerinnen und Schülern beispielsweise, wie sichere Kommunikation gelingen kann. Mithilfe von Gruppendiskussionen und Rollenspielen, in denen sich die Schüler in Eltern, Lehrer oder Mitschüler hineinversetzen sollen, schafft sie zudem ein Bewusstsein für die Folgen, die Cybermobbing für die Betroffenen haben kann. Aktuell arbeitet sie an einer Video-Reihe, die Kinder mit den Risiken sozialer Medien vertraut machen soll. 

Der „25 Frauen Award“ von EDITION F wurde in diesem Jahr zum vierten Mal vergeben. Mehr als 500 Nominierungen waren seit April eingegangen. Dass sie von der Jury unter die 25 Preisträgerinnen gewählt wurde, darüber freut sich die Sprachwissenschaftlerin besonders: „Ich habe die Preisverleihungen auch schon in den letzten Jahren mit großem Respekt für die Ausgezeichneten beobachtet“, so Marx. „Der Award macht auch unbekannte Projekte und Erfindungen sichtbar, das ist großartig.“ Auch für ihr eigenes Forschungsfeld erhofft sie sich durch den Preis mehr Aufmerksamkeit: „In der öffentlichen Wahrnehmung haben die Sprachwissenschaften keinen sonderlich hohen Stellenwert. Ich würde mich freuen, wenn der Preis dazu beiträgt zu zeigen, wie anwendungsorientiert die Linguistik ist und wie relevant ihre Ergebnisse für jeden von uns sein können.“

Zu den Mitgliedern der sechzehnköpfigen Auswahljury zählen unter anderem Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries, Prof. Dr. Marion Weissenberger-Eibl, Leiterin des Fraunhofer Instituts für System- und Innovationsforschung, und Stephanie Bschorr, Präsidentin des Verbands deutscher Unternehmerinnen. Frühere Preisträgerinnen des Awards waren beispielsweise die Journalistin Dunya Halali, die Sozialunternehmerin Sina Trinkwalder und die Aktivistin und Autorin Anne Wizorek.

Kontakt:
Prof. Dr. Konstanze Marx
Seminar für Deutsche Philologie, Universität Mannheim
Institut für Deutsche Sprache Mannheim
Telefon: +49 (0) 621 / 1581-406
E-Mail: konstanze.marx@ids-mannheim.de
www.ids-mannheim.de

Katja Bär
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