Pressemitteilung vom 07.06.2002

Stellungnahme der Universitätsleitung zur Berichterstattung über die Hauptversammlung der MLP AG

Die Universität Mannheim bezeichnete in einer am Freitag veröffentlichten Stellungnahme den Vorwurf, es bestehe ein Zusammenhang zwischen einer Spende des MLP-Aufsichtsratsvorsitzenden Manfred Lautenschläger an die Universität und einer Expertise des Mannheimer BWL-Professors Peter Albrecht im Rahmen der jüngsten MLP-Hauptversammlung, als frei erfunden. Entsprechende Berichte entbehrten jeder Grundlage.

Manfred Lautenschläger hatte im Jahr 2001 mit einer Spende von 750.00 Mark aus den Mitteln der Manfred Lautenschläger-Stiftung die Renovierung eines der größten Hörsäle der Universität und des davorliegenden Foyers ermöglicht. Das Geld wurde ausschließlich für die Renovierung dieser beider Bereich eingesetzt. Er gab mit seiner Spende den Anstoß für eine Aktion, in deren Rahmen die Universität insgesamt mehr als 1,5 Millionen Euro an Spenden von Unternehmen, Mäzenen und Bürgern der Region einnehmen und infolgedessen elf Hörsäle renovieren konnte. Das Land Baden-Württemberg begrüßte die private Finanzierung der Renovierungsarbeiten ausdrücklich.

Der Manfred Lautenschläger-Hörsaal steht mehreren Fakultäten, Einrichtungen und Studenteninitiativen der Hochschule zur Verfügung. Weder Professor Albrecht noch die Fakultät für Betriebswirtschaftslehre haben eine Spende von Manfred Lautenschläger, der Manfred Lautenschläger-Stiftung oder der MLP AG erhalten. Prof. Albrecht war vor seiner Expertise im Rahmen der MLP-Hauptversammlung vom 29. Mai 2002 zu keinem Zeitpunkt als Gutachter für Herrn Lautenschläger oder die MLP AG tätig gewesen. Als Aktuar (DAV) unterliegt Professor Albrecht berufsständischen Regeln, die eine objektive Begutachtung implizieren und eine Vorteilsnahme ausschließen.

Professor Albrecht zählt bundesweit zu den führenden Experten für Versicherungswirtschaft. Er hatte am 29. Mai 2002 im Rahmen der MLP-Hauptversammlung eine Expertise zur MLP-Bilanz vorgelegt. Sein Fazit. "Die Vorwürfe an die MLP AG hinsichtlich einer kreativen Bilanzpolitik, einer Verschleierung von Schulden außerhalb der Bilanz oder einer Gewinnaufblähung entbehren jeglicher Substanz."

07. Juni 2002
Achim Fischer

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