Pressemitteilung vom 10.05.2006

 

Universität Mannheim verlieh Ehrendoktorwürde an Dr. Jochen Meyer

Seit sechs Jahren erste Ehrenpromotion der Philosophischen Fakultät

Dr. Jochen Meyer erhielt am Dienstag, 2. Mai, den Ehrendoktortitel der Universität Mannheim. Damit würdigt die Universität die Verdienste Meyers um die Hochschule. Als „herausragendes Exemplar der Archivare“ bezeichnete Professor Dr. Jochen Hörisch den Literaturwissenschaftler in seiner Laudatio und dankte ihm für die Gastfreundschaft des Literaturarchivs Marbach. Der Leiter der
Handschriftenabteilung des Literaturarchivs führt seit Jahrzehnten Studierende der Germanistik im Rahmen der Einführungsvorlesungen durch das Literaturarchiv und macht sie mit literarischen Archiven, Exponaten und vor allem Handschriften vertraut. Außerdem pflegt er die engen Beziehungen des Literaturarchivs Marbach mit der Mannheimer Germanistik.

Dr. Jochen Meyer ist seit 33 Jahren am Deutschen Literaturarchiv Marbach tätig. Seit 1992 leitet er die Handschriftenabteilung des Archivs. Nach seinem Abitur 1960 studierte Meyer Deutsch und Französisch an der Georg-August-Universität in Göttingen und der Universität Besancon. Mitte der sechziger Jahre begründete er die Zeitschrift „Text und Kritik“, einer Fachzeitschrift der Germanistik/ Literaturwissenschaft mit und wurde einer der ersten Redakteure. 1967 erschien sein erstes Buch „Das Verzeichnis der Schriften von und über Hans Henny Jahnn“. Von 1971 bis 1973 absolvierte Jochen Meyer eine Zusatzausbildung zum Bibliotheksreferendar an der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek in Göttingen und am Bibliothekars-Lehrinstitut des Landes Nordrhein-Westfalen in Köln. 1975 promovierte er dann mit einer Arbeit über die Geschichte des Paul Steegemann Verlags. 1973 kam er schließlich zum Deutschen Literaturarchiv Marbach. Dort organisierte er unter anderem die Dauerausstellung Das zwanzigste Jahrhundert – Von Nietzsche bis zur Gruppe 47, die über zwanzig Jahre (1980-2002) gezeigt wurde.

 

 

10. Mai 2006
Achim Fischer

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