Universität Mannheim verlieh Ehrendoktorwürde
an Dr. Jochen Meyer
Seit sechs Jahren erste Ehrenpromotion der Philosophischen Fakultät
Dr. Jochen Meyer erhielt am Dienstag, 2. Mai, den Ehrendoktortitel
der Universität Mannheim. Damit würdigt die Universität
die Verdienste Meyers um die Hochschule. Als „herausragendes Exemplar
der Archivare“ bezeichnete Professor Dr. Jochen Hörisch den
Literaturwissenschaftler in seiner Laudatio und dankte ihm für die
Gastfreundschaft des Literaturarchivs Marbach. Der Leiter der
Handschriftenabteilung des Literaturarchivs führt seit Jahrzehnten
Studierende der Germanistik im Rahmen der Einführungsvorlesungen
durch das Literaturarchiv und macht sie mit literarischen Archiven, Exponaten
und vor allem Handschriften vertraut. Außerdem pflegt er die engen
Beziehungen des Literaturarchivs Marbach mit der Mannheimer Germanistik.
Dr. Jochen Meyer ist seit 33 Jahren am Deutschen Literaturarchiv Marbach
tätig. Seit 1992 leitet er die Handschriftenabteilung des Archivs.
Nach seinem Abitur 1960 studierte Meyer Deutsch und Französisch an
der Georg-August-Universität in Göttingen und der Universität
Besancon. Mitte der sechziger Jahre begründete er die Zeitschrift
„Text und Kritik“, einer Fachzeitschrift der Germanistik/
Literaturwissenschaft mit und wurde einer der ersten Redakteure. 1967
erschien sein erstes Buch „Das Verzeichnis der Schriften von und
über Hans Henny Jahnn“. Von 1971 bis 1973 absolvierte Jochen
Meyer eine Zusatzausbildung zum Bibliotheksreferendar an der Niedersächsischen
Staats- und Universitätsbibliothek in Göttingen und am Bibliothekars-Lehrinstitut
des Landes Nordrhein-Westfalen in Köln. 1975 promovierte er dann
mit einer Arbeit über die Geschichte des Paul Steegemann Verlags.
1973 kam er schließlich zum Deutschen Literaturarchiv Marbach. Dort
organisierte er unter anderem die Dauerausstellung Das zwanzigste Jahrhundert
– Von Nietzsche bis zur Gruppe 47, die über zwanzig Jahre (1980-2002)
gezeigt wurde.
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