Pressemitteilung vom 12.01.2007

 

Exzellenzinitiative: Universität Mannheim
in der Endauswahl für Exzellenzcluster

Die Universität Mannheim ist im Rahmen der Exzellenzinitiative in der Endauswahl der so genannten Exzellenzcluster. Die Hochschule hat sich mit einem Projekt im Bereich der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften beworben. Im Erfolgsfall erhält sie für fünf Jahre bis zu 6,5 Millionen Euro jährlich. Die Universität Mannheim hat in der ersten Vergaberunde der Exzellenzinitiative im vergangenen Jahr mit einem Doktorandenzentrum in den Wirtschafts- und Sozialwissenschaften bereits ein Projekt bewilligt bekommen.

Universitäts-Rektor Professor Dr. Hans-Wolfgang Arndt bezeichnete die heutige Entscheidung als "enorme Chance für die gesamte Universität". Arndt: "Wir werden alles daran setzen, nach dem Doktorandenzentrum jetzt auch eine Forschungscluster im Rahmen der Exzellenzinitiative zu erhalten. Dies würde unsere internationale Sichtbarkeit als Forschungsuniversität weiter erhöhen."

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft hat die Universität Mannheim heute aufgefordert, einen Vollantrag für ihr skizziertes Exzellenzcluster zu erstellen.
Damit hat die Hochschule die erste Hürde in dem Auswahlprozess genommen. 70 Hochschulen hatten sich mit insgesamt 123 Vorschlägen zu großen Forschungsverbünden beworben, davon bestanden 40 Projekte die heutige Vorauswahl. Voraussichtlich bis zu zwanzig Projekte werden eine Förderung erhalten. Die Entscheidung hierüber verkündet die DFG im Oktober.

Das Mannheimer Exzellenzcluster soll sich mit Entscheidungen von Individuen, Organisationen und Gesellschaften beschäftigen. Dabei ist es das Ziel, die theoretischen Grundlagen der Zusammenhänge zwischen Entscheidungen und den Umständen, unter denen sie getroffen werden, zu erweitern und auf eine Vielzahl konkreter Probleme aus dem betrieblichen, volkswirtschaftlichen und politischen Umfeld anzuwenden. Hierzu zählen beispielsweise Entscheidungen auf Finanzmärkten, von Konsumenten oder von politischen Funktionsträgern. Dem Exzellenzcluster angehören sollen Wirtschafts- und Sozialwissenschaftler der Universität Mannheim sowie angeschlossene Forschungsinstitute. Externe Kooperationspartner sollen Unternehmen, Verbände und öffentliche Institutionen sein.

In der ersten Vergaberunde hatte sich die Universität Mannheim im vergangenen Jahr in allen drei Förderlinien beworben. Sie war dabei mit der Graduate School of Economics and Social Sciences (GESS) erfolgreich. Das Doktorandenzentrum hat bereits seine Arbeit aufgenommen. Die Antragsskizzen für ein Forschungscluster sowie zur Förderung als Eliteuniversität scheiterten jedoch in der Vorauswahl. Die Universität hatte nach Analyse des bisherigen Verfahrens beschlossen, sich nicht erneut als Elite-Universität zu bewerben, da sie mit 130 Professuren zu klein ist, um die geforderten Kriterien in dieser Förderlinie zu erfüllen. "Wir sind die kleinste Universität, die in der ersten Runde der Exzellenzinitiative gefördert wurde", betont Rektor Arndt. "Auf diesem Erfolg möchten wir nun mit einem Exzellenzcluster aufbauen."

 

12. Januar 2007
Achim Fischer

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