Exzellenzinitiative: Universität Mannheim
in der Endauswahl für Exzellenzcluster
Die Universität Mannheim ist im Rahmen der Exzellenzinitiative in
der Endauswahl der so genannten Exzellenzcluster. Die Hochschule hat sich
mit einem Projekt im Bereich der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften
beworben. Im Erfolgsfall erhält sie für fünf Jahre bis
zu 6,5 Millionen Euro jährlich. Die Universität Mannheim hat
in der ersten Vergaberunde der Exzellenzinitiative im vergangenen Jahr
mit einem Doktorandenzentrum in den Wirtschafts- und Sozialwissenschaften
bereits ein Projekt bewilligt bekommen.
Universitäts-Rektor Professor Dr. Hans-Wolfgang Arndt bezeichnete
die heutige Entscheidung als "enorme Chance für die gesamte
Universität". Arndt: "Wir werden alles daran setzen, nach
dem Doktorandenzentrum jetzt auch eine Forschungscluster im Rahmen der
Exzellenzinitiative zu erhalten. Dies würde unsere internationale
Sichtbarkeit als Forschungsuniversität weiter erhöhen."
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft hat die Universität Mannheim
heute aufgefordert, einen Vollantrag für ihr skizziertes Exzellenzcluster
zu erstellen.
Damit hat die Hochschule die erste Hürde in dem Auswahlprozess genommen.
70 Hochschulen hatten sich mit insgesamt 123 Vorschlägen zu großen
Forschungsverbünden beworben, davon bestanden 40 Projekte die heutige
Vorauswahl. Voraussichtlich bis zu zwanzig Projekte werden eine Förderung
erhalten. Die Entscheidung hierüber verkündet die DFG im Oktober.
Das Mannheimer Exzellenzcluster soll sich mit Entscheidungen von Individuen,
Organisationen und Gesellschaften beschäftigen. Dabei ist es das
Ziel, die theoretischen Grundlagen der Zusammenhänge zwischen Entscheidungen
und den Umständen, unter denen sie getroffen werden, zu erweitern
und auf eine Vielzahl konkreter Probleme aus dem betrieblichen, volkswirtschaftlichen
und politischen Umfeld anzuwenden. Hierzu zählen beispielsweise Entscheidungen
auf Finanzmärkten, von Konsumenten oder von politischen Funktionsträgern.
Dem Exzellenzcluster angehören sollen Wirtschafts- und Sozialwissenschaftler
der Universität Mannheim sowie angeschlossene Forschungsinstitute.
Externe Kooperationspartner sollen Unternehmen, Verbände und öffentliche
Institutionen sein.
In der ersten Vergaberunde hatte sich die Universität Mannheim im
vergangenen Jahr in allen drei Förderlinien beworben. Sie war dabei
mit der Graduate School of Economics and Social Sciences (GESS) erfolgreich.
Das Doktorandenzentrum hat bereits seine Arbeit aufgenommen. Die Antragsskizzen
für ein Forschungscluster sowie zur Förderung als Eliteuniversität
scheiterten jedoch in der Vorauswahl. Die Universität hatte nach
Analyse des bisherigen Verfahrens beschlossen, sich nicht erneut als Elite-Universität
zu bewerben, da sie mit 130 Professuren zu klein ist, um die geforderten
Kriterien in dieser Förderlinie zu erfüllen. "Wir sind
die kleinste Universität, die in der ersten Runde der Exzellenzinitiative
gefördert wurde", betont Rektor Arndt. "Auf diesem Erfolg
möchten wir nun mit einem Exzellenzcluster aufbauen."
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