Lea und Robin: Uni-Scouts für Soziologie

Hallo, wir sind Lea und Robin und studieren beide im Bachelor Soziologie an der Universität Mannheim, mit den Beifächern öffentliches Recht bzw. Psychologie. Seit unserem ersten Semester sind wir auch in der Fachbereichsvertretung aktiv, was uns sehr viel Spaß macht. Sie vertritt die Interessen der Studierenden und organisiert beispielsweise Schneckenhof-Partys und verschiedene Aktionen für Erstsemester wie das Ersti-Snack, den Kneipenbummel oder das Kennenlern-Wochenende.

Was ist Soziologie eigentlich genau?

Die Soziologie beschreibt, was jeder weiß, mit Worten, die keiner versteht.“ (Meulemann 2006: 15)

Wenn man auf Familientreffen auf die Frage: „Kind, was machst du jetzt eigentlich mit deiner Zeit?“, antwortet, man studiere Soziologie,  erntet man im besten Fall ratlose Blicke. Im schlimmsten Fall wird man enterbt, weil Soziologen dem gängigen Klischee nach ohnehin nur Taxifahrer werden. So schlimm ist die Lage, wie man an der Uni dann doch schnell merkt, zum Glück nicht. Aber dennoch fällt es vielen Soziologiestudenten oft schwer, zu beschreiben, was sie da eigentlich genau studieren. Soziologen versuchen soziales Handeln (also Handeln, das im weitesten Sinne mit anderen Menschen zusammen hängt) zu verstehen und es mitsamt Ursachen zu erklären. Das beginnt bei der Entstehung von Normen und Regeln, wandert über die Konstruktion der Realität des Menschen und gelangt zum Vergleich von verschiedenen Gesellschaftsstrukturen. All das unterscheidet die Soziologie ganz maßgeblich von der Psychologie: Uns interessiert nicht so sehr, wie jeder Einzelne für sich denkt, fühlt und handelt, sondern vielmehr was im Kollektiv dabei herauskommt.

Warum studieren wir Soziologie?

Wir beide haben ein großes Interesse an gesellschaftlichen Phänomenen und Zusammenhängen. Uns interessiert, warum beispielsweise Gruppen anders handeln als Individuen oder auch wie soziale Ungleichheit überhaupt entsteht. Aus diesem Interesse heraus entstand unsere Motivation Soziologie zu studieren.

Soziologie an der Uni Mannheim

Wichtig zu erwähnen wäre der hohe Statistik-Anteil an der Uni Mannheim. Denn wo an anderen Universitäten hauptsächlich soziologische Theorien gelehrt werden, setzt ihr euch hier zu fast 50% mit Statistik auseinander. Das heißt: Ihr lernt wie man Daten (z.B. in Form von Umfragen) korrekt erhebt, wie man diese richtig liest, auswertet und darstellt und was man eben sonst noch Schönes mit Zahlen anstellen kann. Hierfür werdet ihr auch in spezielle Computerprogramme eingearbeitet. Das klingt aber schlimmer als es ist. Klar, man sollte nicht allergisch reagieren, sobald man zwei Zahlen miteinander multiplizieren muss, aber man muss definitiv kein Mathegenie sein. Das Arbeiten mit der Statistik ist deswegen so wichtig, weil sie das Handwerkszeug der Sozialwissenschaftler darstellt. Viele arbeiten später in der Meinungs- oder Marktforschung bzw. sind gerade wegen ihrer soliden Methodenausbildung in vielen anderen Jobs gefragt. Es ist also durchaus sinnvoll hier am Ball zu bleiben.

Apropos Jobs

Im Gegensatz zu Fächern wie Jura oder Medizin ist Soziologie kein berufsspezifisches Studienfach. Viele unserer Kommilitonen wissen noch nicht, was sie mit ihrem Studium später machen wollen. Das ist aber zunächst auch gar nicht so schlimm. Die Uni Mannheim bietet neben einer berufsbezogenen Vorlesung für Sozialwissenschaftler auch Praktikumsbörsen und andere Hilfestellungen an. Früher oder später merkt man dann schon, wo es einen hinzieht. „Mit Soziologie kann man alles und nichts machen“, aber vor allem fast alles. Es gibt Soziologen unter anderem in der Politik, im Personal-Coaching, in der Werbung, in der Unternehmensberatung und natürlich in der Forschung.

Solltet ihr noch Fragen zum Studiengang Soziologie oder Studieren an der Uni Mannheim im Allgemeinen haben, oder auch wenn ihr einfach mal Lust habt den Mannheimer Campus kennen zu lernen und in eine Vorlesung rein zu schnuppern, meldet euch bei uns unter sowi@scout.uni-mannheim.de. Wir freuen uns euch weiter helfen zu können:)

FAQ

Zulassungsvoraussetzungen und Numerus Clausus?
Grundsätzlich sollte man, wie schon erwähnt, keine völlige Abneigung gegenüber Mathematik haben. Außerdem sollte man einigermaßen fit in Englisch sein, da viele der Texte, die man im Studium lesen muss (und das sind in Soziologie schon ein paar) in englischer Sprache verfasst sind. Der Numerus Clausus ist nicht allzu hoch angesetzt, sodass es sich auf jeden Fall lohnt eine Bewerbung zu schreiben. 

Näheres zum Bewerbungs- und Auswahlverfahren findet ihr hier.

Wie sieht es aus mit Praktika und Berufsbezug?
In das Studium ist ein Pflichtpraktikum eingebunden, das der Orientierung dienen soll und in sehr vielen Bereichen absolviert werden kann. Ansonsten kann man zusätzlich natürlich auch  freiwillige Praktika machen und sich so einen Überblick verschaffen. Im zweiten Semester gibt es zudem eine spezielle Vorlesung, in der über Bewerbungen gesprochen wird und ehemalige Soziologiestudenten aus verschiedensten Branchen über ihren Berufseinstieg referieren.

Hat man ein Beifach?
Soziologiestudenten müssen in Mannheim ein Beifach wählen. Das Spektrum reicht von BWL über Informatik zu Germanistik und Öffentlichem Recht. Dort besucht man ebenfalls reguläre Vorlesungen und muss am Ende des Semesters Klausuren schreiben. Die verschiedenen möglichen Kombinationen erlauben vielfältige Einblicke in andere Fachbereiche und verhindern eine sture Beschränkung auf das eigene Hauptfach.

Ausführlichere Informationen zum Thema Beifach gibt's hier.

Wie groß ist Aufwand?
Der Stundenplan eines Soziologie-Studenten ist nicht ganz voll gepackt, da man neben den Veranstaltungen in der Uni auch noch einiges an Zeit aufwenden muss, um Texte zu lesen, Referate vorzubereiten oder Hausaufgaben zu  machen. Abhängig vom Beifach kann der Stundenplan auch noch etwas voller sein. Trotzdem bleibt genügend Zeit, das Studentenleben ausgiebig zu genießen:)

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