Leiter: Prof. Dr. Klaus Conrad
Mitarbeiter: Dr. Jianmin Wang
Ziel der Untersuchung ist es, anhand eines angewandten Gleichgewichtsmodells in 48 Sektoren die Effekte bei Einführung einer CO2-Steuer zu quantifizieren. Der ansteigende Steuersatz folgt dabei dem EG Vorschlag einer Stabilisierung der CO2-Emissionen bis zum Jahre 2000 auf dem Niveau von 1989. Im Mittelpunkt der Spezifikation der Modelle des Produzentenverhaltens steht die Rolle des technischen Fortschritts und der Substitutionselastizität. Allein durch Variation dieser beiden Größen entstehen unterschiedliche Basisprojektionen mit teilweise erheblicher Entfernung von einer Stabilisierung der CO2-Emissionen. Das Modell zeigt die Entwicklung volkswirtschaftlicher Größen wie Preisniveau, Wachstum, Beschäftigung und CO2-Emissionen auf dem Weg zu einer Stabilisierung der CO2-Emissionen auf.
Laufzeit: 12/1989 bis 09/1993
Leiter: Prof. Dr. Klaus Conrad
Mitarbeiter: Dipl.-Vw. Tobias Schmidt
Im Rahmen des Forschungsschwerpunktes "Umwelt" der Europäischen Gemeinschaft bearbeitet seit August 1992 eine Forschergruppe, bestehend aus Kollegen von Belgien, Griechenland, Frankreich, England und Deutschland, ein Projekt der Verknüpfung nationaler volkswirtschaftlicher Modelle zur Quantifizierung der Effekte der Umwelt- und Energiepolitik. In Anbetracht der Einführung des Binnenmarktes 1993 mit der Delegierung umweltpolitischer Entscheidungen auf übernationaler Ebene besteht die Notwendigkeit einer Harmonisierung nationaler umweltpolitischer Maßnahmen der einzelnen EG-Mitgliedsstaaten zumindest bei grenzüberschreitenden, globalen Umweltproblemen. Gegenwärtig verfolgen die Staaten unterschiedliche ökonomische und ökologische Ziele, setzen unterschiedliche umweltpolitische Instrumente ein und implementieren Maßnahmen unter dem Gesichtspunkt der Maximierung von Wählerstimmen. Unter diesen Umständen ist es für Ökonomen und Politiker von Interesse die Kosten einer nicht koordinierten Umweltpolitik kennenzulernen. Wie können gemeinsame umweltpolitische Ziele zu geringsten volkswirtschaftlichen Kosten erreicht werden, lautet die Frage an die Projektbearbeiter. Das Ziel des Projektes ist es, Kosten und Nutzen möglicher umweltpolitischer Strategien auf EG-Ebene abzuschätzen, die Einsparung volkswirtschaftlicher Kosten bei verschiedenen Instrumenten zu simulieren und zu quantifizieren und diejenigen herauszustellen, die am kosteneffizientesten sind. Dabei sollen Wohlfahrtsmaße bei kooperativer und nichtkooperativer Vorgehensweise entwickelt und berechnet werden. Der Einfluß verschiedener umweltpolitischer Maßnahmen auf die technische Entwicklung, auf Wettbewerbsfähigkeit und Außenhandel soll analysiert werden. Das methodische Konzept zur Quantifizierung der Wirkung umweltpolitischer Instrumente basiert auf der Verknüpfung nationaler Modelle vom Typ des angewandten allgemeinen Gleichgewichts. Das Projekt ist am ZEW angesiedelt.
Laufzeit: 11/1992 bis 11/1994
Leiter: Prof. Dr. Klaus Conrad
Mitarbeiter: Dipl.-Vw. Sigurd Weinreich
Um die Unsicherheit über die ökonomischen und ökologischen Auswirkungen neuer Wege in der Verkehrspolitik zu vermindern, werden im Rahmen dieses Projektes die ökonomischen und ökologischen Auswirkungen alternativer umweltpolitischer Maßnahmen empirisch abgeschätzt und vergleichend beurteilt. Dazu soll ein programmierbares Gleichgewichtsmodell entwickelt werden, das die Teilsysteme Ökonomie, Verkehr und Umwelt explizit und integriert abbildet. Anhand eines solchen Modells lassen sich die gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen, Struktur- und Substitutionseffekte sowie die Möglichkeiten der Schadstoffemissionsverringerung einer optimalen Besteuerung bzw. Subventionierung der Verkehrsträger analysieren.
Laufzeit: 09/1993 bis 11/1994