Lehrstuhl für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre und Finanzierung


Bewertung von Financial Futures

Leiter:
Prof. Dr. Wolfgang Bühler
Mitarbeiter:
Dipl.-Vw. Michael Berendes

Financial Futures gehören zu den erfolgreichen Innovationen auf den internationalen Kapitalmärkten. Im Unterschied zu klassischen Termingeschäften erfolgt bei ihnen ein täglicher Gewinn- und Verlustausgleich zwischen den Vertragspartnern. Einige Kontrakte gestatten dem Verkäufer die effektive Erfüllung durch Lieferung eines aus einer Grundgesamtheit zugelassener Wertpapiere ausgewählten Papieres. Ziel des Projektes ist die Bewertung dieser Futures unter expliziter Berücksichtigung der einzelnen Kontraktspezifikationen. Dafür werden in einem Binomialmodell die zukünftigen Zinsentwicklungen simuliert, die zeit- und zustandsabhängigen Kurse der lieferbaren Anleihen bestimmt und die darauf basierenden Futures über Duplikationsportefeuilles bewertet. Das Projekt wurde im April 1994 abgeschlossen

Laufzeit: 01/1988 bis 04/1994

Absicherung von Anleihen-Portefeuilles mit Hilfe des langfristigen Bund-Futures

Leiter:
Prof. Dr. Wolfgang Bühler
Mitarbeiter:
Dipl.-Kfm. Ulrich Müller

Financial Futures werden unter anderem zur Absicherung von Anleihen-Portefeuilles gegen Zinsänderungen verwendet. Das zentrale Problem ist dabei die Bestimmung der hinsichtlich des Absicherungsziels optimalen Anzahl von Futures, die der Anleger verkaufen muß. Es existiert eine Vielzahl von Methoden zur Berechnung dieser sog. "Hedge Ratio". Ziel des Projektes ist die empirische Überprüfung ausgewählter Methoden auf ihre Eignung zur Erreichung des formulierten Absicherungsziels sowie der Vergleich der jeweils erzielten Portefeuille-Ergebnisse.

Laufzeit: 01/1989 bis 12/1994

Zinsoptionen

Leiter:
Prof. Dr. Wolfgang Bühler
Mitarbeiter:
Dipl.-Stat. Michael Schulze

Gegenstand des Projektes ist die Entwicklung eines widerspruchsfreien und praktikablen Modells zur Bewertung von Optionen auf Anleihen. Ein empirischer Test des Modells im Marktsegment der kündbaren Anleihen öffentlicher Schuldner und im Marktsegment der Euro-DM-Anleihen wurde durchgeführt. Das Projekt bestand im wesentlichen aus drei Arbeitsschritten: (i) Entwicklung eines arbitragefreien und relativ zur aktuellen Zinsstrukturkurve präferenzfreien Bewertungsmodells. (ii) Schätzung des arbitragefreien Übergangsverhaltens geschätzter Zinsstrukturkurven im Zeitablauf. (iii) Bewertung kündbarer Anleihen im Marktsegment der von Bund, Bahn und Post emittierten Anleihen und im Marktsegment der Euro-DM-Anleihen; ferner Analyse der Abweichungen zwischen theoretischen und beobachteten Kursen. Das Projekt wurde im Dezember 1994 abgeschlossen

Laufzeit: 01/1990 bis 12/1994

Bewertung von Optionen auf Anleihen

Leiter:
Prof. Dr. Wolfgang Bühler
Mitarbeiter:
Dipl.-Wi.Ing., M.A. Ulrich Walter

Gegenstand des Projektes ist die Entwicklung eines Zwei-Faktor-Modells zur Bewertung von Optionen auf Anleihen. Hierzu wird in den folgenden Schritten vorgegangen: - Modellierung der Entwicklung zweier typischer Zinssätze mit Hilfe stochastischer Differentialgleichungen. - Arbitragefreie Charakterisierung der aktuellen Zinsstrukturkurve. Diese Charakterisierung führt auf eine partielle Differentialgleichung in zwei Zustands- und einer Zeitvariablen. - Spezifizierung der freien Parameter in der DGL derart, daß die aktuelle Zinsstrukturkurve mit der endogenen erklärten übereinstimmt. - Empirische Überprüfung des Modells. Das Projekt wurde im März 1995 abgeschlossen

Laufzeit: 01/1991 bis 03/1995

Zweifaktormodell zur Bewertung zinsderivativer Instrumente mit impliziter Anpassung an die aktuelle Zinsstrukturkurve

Leiter:
Prof. Dr. Wolfgang Bühler
Mitarbeiter:
Dipl.-Math. oec. Marliese Uhrig

Zur Bewertung zinsabhängiger Titel gibt es bis heute kein allgemein akzeptiertes Bewertungsmodell. In der Praxis werden meist für verschiedene Instrumente auch verschiedene Bewertungsmodelle eingesetzt. Es ist jedoch nicht nur aus theoretischer Sicht eine Bewertungsmethode wünschenswert, die es ermöglicht, alle zinsderivativen Instrumente in einem gemeinsamen Modellrahmen konsistent zu bewerten. Insbesondere zur Quantifizierung und Steuerung von Zinsänderungsrisiken, die mit zinsabhängigen Portefeuilles unterschiedlicher Zusammensetzung einhergehen, ist dies von zentraler Bedeutung. Ziel des Projektes ist die Konstruktion und empirische Überprüfung eines Zweifaktormodells zur konsistenten Bewertung zinsderivativer Instrumente, das die aktuelle Zinsstrukturkurve exakt erklärt. Zur empirischen Überprüfung dienen am deutschen Rentenmarkt gehandelte Zinsoptionsscheine. Das Projekt wurde im Juni 1995 abgeschlossen

Laufzeit: 01/1992 bis 06/1995

Zum Preiszusammenhang zwischen Kassa- und Futuresmärkten

Leiter:
Prof. Dr. Wolfgang Bühler
Mitarbeiter:
Dr. Alexander Kempf

Das Ziel des Projektes bestand in der Erklärung des Zusammenhangs zwischen den Preisen für ein Gut auf Kassa- und Futuresmarkt. Hierzu wurde ein Gleichgewichtsmodell des Preiszusammenhangs zwischen Kassa- und Futuresmarkt entwickelt, in dem das Handeln verschiedener Gruppen von Marktteilnehmern berücksichtigt wurde. In diesem wurde - anders als in vorliegenden Ansätzen - zugelassen, daß Arbitrageure offene Positionen jederzeit vor Fälligkeit glattstellen können. Das Modell wurde an Daten zum Deutschen Aktienindex und den entsprechenden Futures empirisch überprüft. Es zeigte sich, daß die vorzeitige Glattstellungsmöglichkeit von Arabitrageuren einen zentralen Einfluß auf den Preiszusammenhang zwischen beiden Märkten besitzt. Das Projekt wurde im Dezember 1994 abgeschlossen

Laufzeit: 01/1992 bis 12/1994

Die bankaufsichtsrechtliche Erfassung und Begrenzung von Zinsänderungsrisiken im Handelsbestand von Kreditinstituten

Leiter:
Prof. Dr. Wolfgang Bühler
Mitarbeiter:
Dipl.-Kfm. Andreas Schmidt

Die internationalen Finanzmärkte wurden in den vergangenen Jahren insbesondere durch die Emission immer komplexerer Zinsprodukte geprägt. Als Folge dieser Entwicklung haben sich in den Handelsbeständen der Kreditinstitute Risiken kumuliert, die aus den handelsrechtlichen Jahresabschlüssen nicht zu erkennen sind. Aus volkswirtschaftlichem und eigenem Interesse der Banken ist die Messung dieser Risiken jedoch unbedingt erforderlich. Ziel des Projektes ist die Entwicklung eines praktikablen Regelsystems zur aufsichtsrechtlichen Erfassung und Begrenzung der Zinsänderungsrisiken im Handelsbestand der Kreditinstitute. Ein solches System sollte in der Lage sein, die Risiken der unterschiedlichsten Instrumente möglichst exakt zu quantifizieren und vollständig zu erfassen sowie für das Risikomanagement der Kreditinstitute handhabbare Steuerungsgrößen liefern. Das Modell basiert auf der konsistenten Bewertung aller Zinsderivate mittels eines Zweifaktormodells. Im Rahmen einer historischen Simulation werden die wichtigsten aktuellen nationalen und internationalen Vorschriften sowie das vorgeschlagene Konzept einem Vergleich unterzogen und die Divergenzen analysiert.

Laufzeit: 03/1992 bis 02/1997

Steuer-Klientel-Effekte an DM-Anleihemärkten

Leiter:
Prof. Dr. Wolfgang Bühler
Mitarbeiter:
Dipl.-Kfm. Steffen Rasch

Zinseinkünfte werden nach deutschem Steuerrecht bei Privatanlegern deren individuellem Grenz-Einkommensteuersatz unterworfen, soweit sie Freibeträge übersteigen; Kursgewinne bleiben dagegen i.d.R. steuerfrei. Diese Asymmetrie der Besteuerung kann zu Marktsegmentationen in Form von sogenannten Steuer-Klientel-Effekten führen, da niedrigverzinsliche Anleihen wegen des relativ höheren Kurszuwachses dann nur von Anlegern mit hohem Steuersatz gekauft werden. Ziel des Projektes ist die Überprüfung der Existenz sowie der zeitlichen Stabilität von Steuer-Klientel-Effekten am DM-Inlands- und am DM-Euromarkt. Dazu wird auf Basis eines No-Arbitrage-Ansatzes das Kalkül von Privatanlegern mit Hilfe der Linearen Programmierung modelliert und das Modell getestet, insbesondere auch im Hinblick auf teilmarktspezifische Effekte. Die Methodik ermöglicht für den einzelnen Anleger die Ermittlung des hinsichtlich seiner individuellen Steuerbelastung und Zielsetzung optimalen Anleihe-Portefeuilles. Das Projekt wurde im September 1995 abgeschlossen

Laufzeit: 10/1992 bis 09/1995

Aufbau einer Anleihen-Datenbank

Leiter:
Prof. Dr. Wolfgang Bühler
Mitarbeiter:
Dipl.-Wirtsch.-Inf. Stephan Pabst

Gegenstand des Projektes ist der Aufbau und die Pflege einer Anleihendatenbank. Diese Datenbank umfaßt die folgenden DM-Marktsegmente: - Bund, Bahn, Post (ab 1960) - Industrieanleihen (ab 1970) - DM-Auslandsanleihen (ab 1970) - Länder- und Städteanleihen (ab 1974) - Stichprobe von Pfandbriefen und Kommunaloblikationen - Geldmarktsätze - Kurse des Bund-Future - Kurs-, Rendite- und Performance-Indices

Laufzeit: 01/1995 bis 12/1996

Optionspreisspannen und Insiderhandel

Leiter:
Prof. Dr. Wolfgang Bühler
Mitarbeiter:
Dipl.-Wi.-Ing. Matina Behr

Market Maker berechnen für den Handel mit Finanzinstrumenten Spreads. Die Höhe der Spreads hängt u.a. von dem Risiko ab, Handel mit besser Informierten (Insidern) zu betreiben. Ziel des Projektes ist es, den Einfluß von Insidern auf die Spreadhöhe von Aktienoptionen herauszufiltern. Hierzu wird in drei Hauptarbeitsschritten vorgegangen: Zunächst wird eine deskriptive Analyse der Gesamtspreads von Individualoptionen und einer Indexoption und deren Verhalten im Tagesverlauf vorgenommen. In einem weiteren Schritt gilt es, den Einfluß von Insidern auf die Höhe der Spreads auf Basis eines ad-hoc-Modells vorzunehmen. Danach soll ein Gleichgewichtsmodell zur Mikrostruktur von Optionsmärkten entwickelt werden, das eine verbesserte Schätzung des Einflusses von besser Informierten auf die Spreadhöhe erlaubt. Das Ergebnis des Projekts soll insbesondere Entscheidungshilfe dafür leisten, inwieweit potentielles Insiderhandeln zu volkswirtschaftlichen Ineffizienzen führt und stärker überwacht werden muß

Laufzeit: 10/1995 bis 10/1999

Dezernat 1