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Gemeinsame Ringvorlesung der Universität Mannheim und des Instituts für Deutsche Sprache (IDS) zum Thema Alltags- und Literatursprache

Pressemitteilung vom 16. Februar 2016
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Durch digitale Angebote wie Facebook oder WhatsApp ändert sich nicht nur die Art und Weise, wie wir im Alltag miteinander kommunizieren, sondern auch die verschriftete Sprache. Die Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Literatursprache und Alltagssprache werden in diesem Frühjahrssemester in 13 Vorträgen einer gemeinsamen Ringvorlesung des Seminars für Deutsche Philologie und dem Institut für Deutsche Sprache mit dem Titel „Variation. Interferenzen der Sprach- und Literaturwissenschaft“ ausgelotet.

Die Ringvorlesung soll Interessen, Kompetenzen und Forschungen der Sprach- und der Literaturwissenschaft zusammenführen. „Beide Disziplinen beschäftigen sich mit den Regeln und Wirkungen der Verwendung von Sprache, werden aber trotzdem leider oft getrennt voneinander betrachtet“, sagt Prof. Dr. Justus Fetscher, Literaturwissenschaftler an der Universität Mannheim. „Die gemeinsame Vortragsreihe soll einen Beitrag dazu leisten, Sprache vielmehr disziplinenübergreifend zu verstehen“, so Fetscher.

Eröffnet wird die Reihe am 16. Februar 2016 durch Prof. Dr. Peter Eisenberg von der Universität Potsdam. In seinem Vortrag untersucht Eisenberg die Grammatik der Literatursprache an den Texten von Anna Seghers, Robert Walser und Oskar Pastior. Die Veranstaltung beginnt um 17:15 Uhr im Lautenschläger-Hörsaal der Universität Mannheim (Eingang Schloss Ost, SN 163).

Prof. Fetscher selbst referiert am 15. März in seinem Vortrag „Requiem für einen Partezettel“ über Thomas Bernhard und den deutsch-österreichischen Sprachgraben. Am 12. April fragt Winfried Menninghaus vom Frankfurter Max-Planck-Institut für empirische Ästhetik „Was ist und was bewirkt poetische Sprache?“. Christa Dürscheid von der Universität Zürich spricht am 19. April über „Sprachgebrauch, Interaktion und Alltagsschriftlichkeit: das Beispiel WhatsApp“. Am 26. April spricht Prof. Jochen Hörisch (Universität Mannheim) zum Thema „Rhetorik der Lüge“. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.

Programm

16. Februar: Peter Eisenberg (Universität Potsdam): „Über die Grammatik der Literatursprache — Anna Seghers, Robert Walser, Oskar Pastior“ – 17:15-18:45 Uhr, Raum: SN 163 (Schloss Ost, Lautenschläger Hörsaal)

15. März: Justus Fetscher (Universität Mannheim): „Requiem für einen Partezettel. Thomas Bernhard und der deutsch-österreichische Sprachgraben“ – 17:15-18:45 Uhr, Raum: SN 163 (Schloss Ost, Lautenschläger Hörsaal)

5. April: Katharina Philipowski (Universität Mannheim): „Erzählen im Präsens“ – 17:15-18:45 Uhr, Raum: SN 163 (Schloss Ost, Lautenschläger Hörsaal)

12. April: Winfried Menninghaus (Max-Planck-Institut für empirische Ästhetik, Frankfurt/M.): „Was ist und was bewirkt poetische Sprache?“ – 17:15-18:45 Uhr, Raum: SN 163 (Schloss Ost, Lautenschläger Hörsaal)

14. April: Arnulf Deppermann (IDS): „Interaktion im Drama“, 17:15-18:45 Uhr, Vortragssaal IDS, R 5, 6-13, Mannheim

19. April: Christa Dürscheid (Universität Zürich): „Sprachgebrauch, Interaktion und Alltagsschriftlichkeit: das Beispiel WhatsApp“ – 17:15-18:45 Uhr, Raum: SN 163 (Schloss Ost, Lautenschläger Hörsaal)

26. April: Jochen Hörisch (Universität Mannheim): „Rhetorik der Lüge“ (Arbeitstitel) – 17:15-18:45 Uhr, Raum: SN 163 (Schloss Ost, Lautenschläger Hörsaal)

3. Mai: Jürgen Trabant (Freie Universität Berlin/Jacobs University Bremen): „Globalesisch“ – 17:15-18:45 Uhr, Raum: SN 163 (Schloss Ost, Lautenschläger Hörsaal)

10. Mai: Sandra Beck (Universität Mannheim): „Zunge im Kasten. Detektorisches Erzählen und die Geschwätzigkeit sprachlicher Clues“ (Arbeitstitel) – 17:15-18:45 Uhr, Raum: SN 163 (Schloss Ost, Lautenschläger Hörsaal)

12. Mai: Thomas Wortmann (Universität Mannheim): „Sprichwörter in literarischen Texten“ – 17:15-18:45 Uhr, Raum: EO 145 (Ehrenhof Ost, Schloss Mannheim)
 
17. Mai: Ludwig Eichinger (IDS): „Stil und Technik“ – 17:15-18:45 Uhr, Raum: SN 163 (Schloss Ost, Lautenschläger Hörsaal)

24. Mai: Angelika Storrer (Universität Mannheim): „Interaktive Einheiten in literarischen Texten und in der internetbasierten Kommunikation“ – 17:15-18:45 Uhr, Raum: SN 163 (Schloss Ost, Lautenschläger Hörsaal)

31. Mai: Angelika Wöllstein (IDS): „Lyrik und Topologie“ – 17:15-18:45 Uhr, Raum: SN 163 (Schloss Ost, Lautenschläger Hörsaal)

Kontakt:
Katja Bär
Leiterin Kommunikation und Fundraising
Pressesprecherin
Universität Mannheim
Tel. +49 (0) 621 / 181-1013
E-Mail: baer@uni-mannheim.de