Das Mannheimer Barockschloss und der Ehrenhof unter blauem Himmel.

Michèle Tertilt unter den 100 einflussreichsten Frauen der deutschen Wirtschaft

Das Manager Magazin zeichnet die Mannheimer Ökonomin in der Kategorie „Wegbereiterinnen“ aus.

Ob als Managerinnen, Unternehmerinnen oder Beraterinnen – einmal im Jahr ehren die Boston Consulting Group und das Manager Magazin 100 Frauen, die sich um die deutsche Wirtschaft verdient gemacht haben. In diesem Jahr gehört dazu die Mannheimer Wirtschaftswissenschaftlerin Prof. Michèle Tertilt, Ph.D.

“Die Professorin an der Universität Mannheim und Trägerin höchster wissenschaftlicher Auszeichnungen erforscht so klug wie beharrlich die Auswirkungen von Geschlechterrollen und Familienstrukturen auf Wirtschaftswachstum, Investitionen in Humankapital und wirtschaftliche Entwicklung. Das Ehegattensplitting will sie abschaffen, bei Frauenquoten bleibt sie skeptisch”, begründet die Jury.

Seit 2015 präsentiert das Manager Magazin die Top 100 der Frauen in seiner jeweils ersten Jahresausgabe. Dabei werden die Kandidatinnen unterschiedlicher Branchen nicht aufgrund formaler Ämter, sondern anhand ihres realen Einflusses ausgewählt. Neben Unternehmerinnen gehören dazu unter anderem Managerinnen, Aufsichtsrätinnen, Expatriates (deutsche Managerinnen im Ausland) und Influencerinnen.

In ihrer Forschung beschäftigt sich Michèle Tertilt mit Makro- und Entwicklungs­ökonomie sowie Familien-Ökonomie und Finanz­wissenschaft. Seit 2010 ist sie VWL-Professorin an der Universität Mannheim. 2019 erhielt sie den renommierten Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis für ihre herausragenden Arbeiten auf dem Gebiet der Makro- und Entwicklungs­ökonomie sowie der Familien-Ökonomie und Finanz­wissenschaft.

In ihrer neuesten Veröffentlichung hat sie die Auswirkungen von Covid-19 auf die Beschäftigung von Frauen in Nigeria untersucht: Das Team um Tertilt konnte zeigen, dass dort Mütter von Kindern im schulpflichtigen Alter den stärksten Beschäftigungsrückgang verzeichneten – ähnlich wie auch Frauen in den USA. Aber Frauen in Nigeria gewannen ihre Arbeitsplätze schneller zurück als Frauen in Ländern mit hohem Einkommen. Der Grund dafür sind höchstwahrscheinlich die hohen Einkommensverluste während der Pandemie, vermuten die Forschenden.

Kontakt:
Prof. Michèle Tertilt, Ph.D.
Professur für Volkswirtschafts­lehre
Universität Mannheim
Tel. +49-621-181-1902
E-Mail:

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