Klasse an der Theodor-Frey-Schule, Eberbach / Foto: Dalibor Caran

Aufbau des Studiums

Die erste Phase der Lehr­erbildung

Ein Lehr­amtsstudium an der Universität setzt sich aus verschiedenen Elementen zusammen: Den fach­lichen Studien­anteilen, den bildungs­wissenschaft­lichen Anteilen, den fach­didaktischen Anteilen und den praktischen Anteilen. Wir sprechen beim Bachelor- und Master­studium an der Universität von der „ersten Phase der Lehr­erbildung“.

Die zweite Phase der Lehr­erbildung

Die praktisch orientierte Ausbildung unter Anleitung erfolgt im Referendariat an einer Schule und an einem Studien­seminar. Dies wird als „zweite Phase der Lehr­erbildung“ bezeichnet. Dort stehen die Unterrichtsplanung und die praktische Unterrichtsdurchführung im Vordergrund.

Die erste Phase der Lehr­erbildung ist dazu gedacht, fundiert auf die spätere Lehr­tätigkeit vorzubereiten. Das bedeutet, Handlungs­möglichkeiten begründen zu können, Folgen vorhersehen zu können, adaptiv auf neue Situation reagieren zu können, Situationen analysieren und alternative Optionen abwägen zu können. Das praktische, routinierte Handeln steht nicht im Vordergrund – das kommt in der zweiten Phase.


  • Der Bachelor of Education

    Im Bachelor-Studium werden in sechs Semestern insgesamt 180 ECTS-Punkte studiert (1 ECTS-Punkt entspricht rund 30 Stunden „Lernaufwand“). Die 180 ECTS-Punkte verteilen sich auf Ihre beiden Fächer (je 70 ECTS-Punkte), auf die Bildungs­wissenschaften mit 19 ECTS-Punkten und die Fach­didaktik mit 15 ECTS-Punkten. Die Bachelor­arbeit (6 ECTS-Punkte) wird immer in einem der Fächer geschrieben. Im zweiten Semester gibt es ein Orientierungs­praktikum an einer Schule, das durch ein bildungs­wissenschaft­liches Seminar an der Universität vor- und nachbereitet wird.

  • Der Master of Education

    Mit der Entscheidung für den Master of Education wird die Entscheidung für den Lehr­beruf konkret. Im Master of Education gibt es viele Lerngelegenheiten, die auf den späteren Lehr­beruf gezielt vorbereiten. So enthält der Master of Education ein Schulpraxissemester – das den Tätigkeiten im Referendariat schon sehr ähnelt.

    An der Universität Mannheim sind außerdem in der Bildungs­wissenschaft eine Reihe von Service-Learning-Lehr­formaten vorgesehen, in denen Studierende reale Herausforderungen an Kooperations­schulen kennenlernen und diese analysieren (Theorie-Praxis-Verknüpfung). Nach dem erfolgreichen Abschluss Master of Education kann das Referendariat an einer Schule beginnen.

    Im Master-Studium werden insgesamt 120 ECTS-Punkte in vier Semestern studiert. Davon entfallen auf die Bildungs­wissenschaft 26 ECTS-Punkte, auf beide Fächer nochmals je 24 ECTS und auf die Fach­didaktik 15 ECTS-Punkte. Ein ganzes Semester nimmt das Schulpraxissemester ein (16 ECTS-Punkte). Für Ihre Master­arbeit erhalten Sie 15 ECTS-Punkte. Die Master­arbeit kann in einem Fach, in der Fach­didaktik oder in der Bildungs­wissenschaft geschrieben werden.


Bezüge zwischen den Studien­elementen

Zwei Fächer, Bildungs­wissenschaft und Fach­didaktik

An der Universität Mannheim stärken wir die Vernetzung zwischen den Studien­elementen mit verschiedenen Mitteln.

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