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Bund Deutscher Kriminalbeamter beruft Prof. Christoph Spengel

Mit Wirkung zum 1. Januar 2020 ist Professor Dr. Christoph Spengel, Inhaber des Lehr­stuhls für Allgemeine Betriebs­wirtschafts­lehre und Betriebs­wirtschaft­liche Steuerlehre an der Universität Mannheim, in den Wissenschaft­lichen Beirat des Bunds Deutscher Kriminalbeamter (BDK) berufen worden.

Dem wissenschaft­lichen Beirat des BDK gehören insgesamt 15 Mitglieder an, dar­unter Experten auf den Gebieten Forensik, Informatik, Islam­wissenschaften, Kriminologie, Psychologie, Rechts­medizin sowie Straf- und Wirtschafts­recht. Die Zusammensetzung des Beirates erfolgt sehr heterogen, um die kriminalpolitische Argumentation des BDK zu bewerten, abzusichern und zu bereichern. Ein weiteres Ziel des Beirats ist es, Ideen zu entwickeln, ob und inwieweit wissenschaft­liche Forschung angestoßen oder bereits vorhandene Forschungs­ergebnisse zielgerichtet genutzt werden können. Letztlich soll der Beirat die Funktion eines bindenden Elementes zur Kripo Akademie des BDK einnehmen.

Die Berufung des Betriebs­wirts und Steuer­wissenschaft­lers Christoph Spengel in den Wissenschaft­lichen Beirat des BDK erfolgte insbesondere vor dem Hintergrund seiner jüngsten Arbeiten zur Aufdeckung von Steuerbetrug im Zusammenhang mit Aktientransaktionen in seinen internationalen Dimensionen (bekannt geworden als Cum/Ex- und Cum/Cum-Geschäfte). Christoph Spengel gilt weltweit als der Wissenschaft­ler und Experte, der das internationale System des komplexen Steuerbetrugs mit Aktientransaktionen einschließlich seiner vielschichtigen Akteure entschlüsselt hat. 2016 war Spengel Sachverständiger und einziger Gutachter für den Cum/Ex-Untersuchungs­ausschuss des Deutschen Bundestags. Im Jahr 2018 agierte er in dieser Angelegenheit als Sachverständiger für das Europäische Parlament, das auf der Grundlage seiner Er­kenntnisse weitreichende Resolutionen zur EU-weiten Kapital­markt­aufsicht und Steuerstrafverfolgung verabschiedete. Alleine für Deutschland beziffert der Mannheimer Wissenschaft­ler das Ausmaß des Steuerbetrugs durch Cum/Ex- und Cum/Cum-Geschäfte auf mindestens 30 Milliarden Euro.

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