Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg

Deutschland­weit erster BWL-Transregio

Rechnungs­wesen, Steuern und Unternehmens­transparenz stehen im Fokus des ersten reinen BWL-Transregio unter Beteiligung der Universität Mannheim. Sprecherhochschule ist die Universität Paderborn, ein weiterer Partner ist die Humboldt-Universität zu Berlin. Die Deutsche Forschungs­gemeinschaft (DFG) fördert das Vorhaben mit insgesamt 12 Millionen Euro für zunächst vier Jahre.

Erstmalig hat die DFG mit dem Projekt „Accounting for Transparency“ einen Sonderforschungs­bereich (SFB) mit einem betriebs­wirtschaft­lichen Schwerpunkt bewilligt. Der TRR 266 unter der Federführung der Universität Paderborn untersucht, wie Rechnungs­wesen und Besteuerung die Transparenz von Unternehmen beeinflussen und wie wichtig eine transparente Selbstdarstellung von Unternehmen für die Gesellschaft ist. Sind die klassischen Instrumente des Rechnungs­wesens wie Jahresabschlüsse, Quartalsmitteilungen und Ad-Hoc Berichte noch zeitgemäß und können sie ihre Informations­aufgaben ausreichend erfüllen? Reichen die bisherigen Praktiken aus, um Mitarbeiter, Investoren und andere Interessengruppen über den wahren Zustand eines Unternehmens nachvollziehbar zu informieren? Die Forscherinnen und Forscher des TRR 266 nehmen sich dieser Fragen an, indem sie im Detail analysieren, wie sich Regelungen und Unternehmens­transparenz auf Wirtschaft und Gesellschaft auswirken.

„Mit dem Thema unternehmerische Transparenz haben wir einen gesellschaft­lichen Nerv getroffen“, erklärt der BWL-Professor Dirk Simons, der die Beteiligung der Forscherinnen und Forscher an der Universität Mannheim koordiniert. „Nicht erst seit der globalen Finanzkrise wird das Thema in der Öffentlichkeit viel diskutiert. Insbesondere in Deutschland mangelt es an öffentlichem Vertrauen in die Wirtschaft.“

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