Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg

Junior-Fellowship der Baden-Württemberg Stiftung für Dr. Johanna Gereke

Dr. Johanna Gereke ist mit einem Junior-Fellowship der Baden-Württemberg Stiftung ausgezeichnet worden. Die Stiftung fördert damit Konzepte, die die Qualität der Hochschul­lehre weiterentwickeln und verbessern. Das Fellowship ist mit 15.000 Euro dotiert.

Gereke, die am Mannheimer Zentrum für Europäische Sozialforschung (MZES) der Universität Mannheim arbeitet, wird im Rahmen des Fellowships einen Kurs zum Thema „Replikationen und Reproduktionen von experimentellen und quasi-experimentellen Studien“ entwickeln. Einen Schwerpunkt werden das Konzept „Forschendes Lernen“ und ein Lernportfolio als alternative Prüfungs­methode bilden, um den individuellen Lernfortschritt der Studierenden zu erfassen. Ihr Ansatz sieht vor, dass die Studierenden im Rahmen eines Forschungs­praktikums die Reproduzierbarkeit von Studien überprüfen. Zum einen sollen experimentelle sozial­wissenschaft­liche Studien, die in renommierten Fach­zeitschriften publiziert wurden, repliziert werden, indem sie mit denselben Daten und Methoden wie die Originalstudie analysiert werden. Im zweiten Schritt sollen die überprüften Studien erweitert werden, indem mit derselben Methode neue Daten erhoben werden. Begleitend erstellen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Kurses ein kontinuierliches Lernportfolio, mit dem sie ihre Fortschritte in der Entwicklung der Replikation und der Reproduktion dokumentieren. Dies soll ihnen helfen, das Gelernte zu reflektieren und die neu erworbenen Fähigkeiten auch auf andere Situationen zu übertragen. „Das Format fördert damit das forschende Lehren und schafft gleichzeitig einen Mehrwert für die wissenschaft­liche Gemeinschaft, indem die Studierenden zu mehr Transparenz in der Wissenschaft beitragen und einer Verzerrung von wissenschaft­lichen Ergebnissen vorbeugen“, fasst Dr. Gereke zusammen.

Der Stifterverband und die Baden-Württemberg Stiftung fördern deutschland­weit 18 beispielgebende Konzepte zur zukunfts­orientierten Gestaltung und Optimierung der Hochschul­lehre. Für das Programm Fellowships für Innovationen in der Hochschul­lehre stellen sie insgesamt 405.000 Euro bereit. Ausschlaggebend für eine Förderung ist vor allem, dass das Vorhaben einen deutlichen Mehrwert gegenüber dem Status quo darstellt und in das Curriculum eingebunden werden kann.

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