Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg

Oberseminar zu Theodor W. Adorno

Das Seminar richtet sich an Promovierende, Habilitierende und interessierte Master­studierende der Philosophischen Fakultät.

Zeit/Raum: dienstags, 15:30, EW 256

Kursbeschreibung: Anlässlich des 50. Todestages von Theodor W. Adorno bietet es sich an, die wesentlichen Denkfiguren seines Philosophierens zu reflektieren bzw. kennenzulernen, v.a. mit Blick auf die Frage, inwieweit sein Denken auch heute noch Aktualität beanspruchen kann. Die Reaktion auf den in diesem Jahr (inzwischen bereits in der dritten Auflage) veröffentlichten Vortrag „Aspekte des neuen Rechts­radikalismus“ (1967) zeigt zumindest, dass Adornos Auseinandersetzung mit diesem Thema aktueller denn je wirkt. Angesichts des schieren Umfangs der Gesammelten Schriften sowie der inzwischen auch schon recht umfangreichen Nachgelassenen Schriften ist es im Rahmen eines Oberseminars natürlich unmöglich, allen relevanten Facetten dieses Denkgebildes gerecht zu werden. Dennoch soll der Versuch unternommen werden, einen repräsentativen Überblick zu bieten. Wir werden mit zwei Abschnitten aus der Dialektik der Aufklärung (1947/1969) beginnen, dann die Minima Moralia (1951) komplett, Negative Dialektik (1966) und Ästhetische Theorie (1970) in Auszügen sowie die Aufsätze „Der Essay als Form“, „Versuch, das Endspiel zu verstehen“ und „Über den Fetischcharakter in der Musik und die Regression des Hörens“ lesen. Da Adorno bekanntermaßen als ‚schwieriger‘ Autor gilt (eine Ausnahme bilden seine leicht verständlichen Vorlesungen), sind die wöchentlichen Portionen so bemessen, dass eine gründliche gemeinsame Lektüre möglich ist. Das Seminar richtet sich an Promovierende, Habilitierende und interessierte Master­studierende der Philosophischen Fakultät. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Texte: Theodor W. Adorno. Minima Moralia (bitte anschaffen). Die weiteren Texte werden auf ILIAS zugänglich sein.

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