Für seine Podiumsdiskussionen bringt der Q-Summit die größten Startups der Produktwirtschaft und der technologie­orientierten Branche zusammen / Foto: Leonie Kopetzki

Q-Summit: Startup-Atmosphäre auf dem Campus

Q-Summit – das Event steht für Innovation, Wissenschaft und Gründergeist. Innerhalb eines Jahres hat sich die erste von Studierenden gegründete Entrepreneurship-Konferenz zu einem Treffpunkt der Mannheimer Startup-Szene entwickelt. Im April findet der Gründergipfel zum zweiten Mal statt.

Zuerst war es nur eine Idee im Freundeskreis. „Wir hatten das Gefühl, dass Social Entrepreneurship immer wichtiger wird, aber das Thema an der Universität Mannheim noch nicht genug Aufmerksamkeit erhalten hat“, sagt Julian Kirschner, 21, BWL-Student und Head of Corporate Relations im Q-Summit-Team. Dagegen wollten er und seine Freunde etwas tun.  Sie entschlossen sich kurzerhand, eine Innovations- und Gründer-Konferenz ins Leben zu rufen. In einer Stadt wie Mannheim mit reger Startup-Szene stieß die Idee schnell auf Interesse.

Bereits im April 2017 war es so weit: Etwa 600 Teilnehmerinnen und Teilnehmer – Studierende, Gründer und Professionals von Universitäten, Startups und etablierten Unternehmen –  fanden den Weg ins Schloss, um beim ersten Q-Summit dabei zu sein. Für die Vorträge und Workshops gewann das Team um Kirschner erfolgreiche Startup-Gründer wie Robert Bach von Coffee Circle und Lea-Sophie Cramer von Amorelie, die ebenfalls in Mannheim studiert hat. Und auch von der Mannheim Business School, dem Mannheim Center for Entrepreneurship and Innovation (MCEI) der Uni Mannheim sowie zahlreichen Unternehmen erhielten die Studierenden Unterstützung für das dreitägige Event. „Zusätzlich haben fast hundert freiwillige Helfer mitangepackt“, sagt Kirschner. „Und auch wenn beim ersten Mal noch nicht alles glatt gelaufen ist, waren wir überwältigt von dem riesigen Erfolg.“

Aus den Anfängerfehlern der ersten Konferenz hat das Q-Summit-Team gelernt. Die zweite Konferenz sei stärker strukturiert worden, so Lara Culley, 19, BWL-Studentin und Marketing-Beauftragte im Q-Summit-Vorstand. „Entrepreneurship, Social Entrepreneurship und Intrapreneurship – das sind die drei Säulen von ‚Q‘. Alle Veranstaltungen haben wir einem dieser Überthemen zugeteilt“, sagt Culley. Außerdem habe der Fokus noch stärker auf Workshops und Diskussionen gelegen. Highlights des vergangenen Jahres sind aber geblieben – wie der Pitch-Battle, bei dem junge Gründer ihre Ideen vor einer Investoren-Jury präsentieren, und das Inno-Village – ehemals „Startup Village“ - im Schneckenhof, in dem Unternehmen, Gründer und Startups sich und ihre außergewöhnlichsten Produkte vorstellen.

Für die Zukunft plant das Team, den Q-Summit noch stärker als Marke zu etablieren. Als eine kleine Gruppe von Kommilitonen etwas so Großes auf die Beine gestellt zu haben, sei aber auch jetzt schon ein besonderes Gefühl, findet Kirschner. „Manchmal sehen wir uns gerne wie Q aus James Bond. Wir haben mit unserer Idee etwas ganz Neues geschaffen. Der Name Q steht für Innovation und Neugier, und das passt genau zu den Zielen des Q-Summit.“

Text: Mona Wenisch / April 2018