Foto: Norbert Bach / Gestaltung: uc graphic

Willkommen an der Universität Mannheim

Prof. Annelies Blom, Ph.D.
Professur für Methoden der Empirischen Sozialforschung, insbesondere Internet Panel Surveys

Daten zu sammeln, zu ordnen, zu analysieren und auf ihre Relevanz für Politik und Gesellschaft zu überprüfen – das ist das Fach­gebiet von Annelies Blom. Seit Sommer 2017 ist sie Professorin für Methoden der Empirischen Sozialforschung an der Universität Mannheim. Ganz neu in Mannheim ist sie jedoch nicht, zuvor war die Sozial­wissenschaft­lerin bereits als Juniorprofessorin an der Universität tätig. Annelies Blom ist außerdem Projektleiterin am Sonderforschungs­bereich 884 („Political Economy of Reforms“) und leitet dort unter anderem das „German Internet Panel“ (GIP) – eines der größten Online-Umfrage-Panels Deutschlands. Im Rahmen des Panels werden alle zwei Monate rund 5.000 Deutsche mit einem vom SFB entwickelten Fragebogen zu wirtschaft­lichen und politischen Themen befragt. Die gewonnen Daten werden Wissenschaft­lern aus der ganzen Welt in anonymisierter Form zur Verfügung gestellt – eine relevante Aufgabe, denn „für belastbare Forschung sind belastbare Daten unersetzlich“, findet Annelies Blom.

Prof. Hartmut Höhle, Ph.D.
Lehr­stuhl für Enterprise Systems

 „Enterprise Systems“ – sprich Informations­technologien, die Unternehmen zur Optimierung ihrer Geschäftsprozesse nutzen – sind Gegenstand der Forschung und Lehre von Hartmut Höhle. Im Herbstsemester 2017 hat Höhle den gleichnamigen Lehr­stuhl an der Fakultät für Betriebs­wirtschafts­lehre übernommen. Hier arbeitet er nun an der Entwicklung innovativer Methoden zur Bewertung und Verbesserung der Softwaresysteme von Unternehmen. Auch die Sicherheit moderner Softwaresysteme steht bei Höhle im Fokus seiner Forschung. Er betrachtet den Umgang mit Risiken bei der Verarbeitung zugehöriger Daten und trägt in seinen Lehr­veranstaltungen dazu bei, Studierende für die Problemfelder der Nutzung großer Datensätze (Big Data) zu sensibilisieren. „Technische Neuerungen, aber auch gesellschaft­licher Wandel führen dazu, dass sich die Anforderungen an Firmensoft- und Hardware ständig erhöhen“, erklärt Höhle. „Daher sind Enterprise Systems von großer strategischer Relevanz. Ich sehe es als hochaktuelle und spannende Herausforderung, Unternehmen beim Einsatz zukunfts­fähiger Systeme zu unterstützen.“

Prof. Dr. Moritz Renner
Lehr­stuhl für Bürgerliches Recht, Internationales und Europäisches Wirtschafts­recht

Seit Dezember 2017 hat Prof. Dr. Moritz Renner den Lehr­stuhl für Bürgerliches Recht, Internationales und Europäisches Wirtschafts­recht inne. Aktueller Schwerpunkt seiner Forschung ist das internationale Kreditrecht. Dabei geht es um Verträge, die Unternehmen mit Banken schließen, um zum Beispiel eine Übernahme zu finanzieren. Zu diesem Zweck nehmen Unternehmen hohe Kredite bei mehreren Banken auf, die ihren Sitz in unterschiedlichen Ländern haben. Die Verträge für diese Finanzierung werden schnell komplex und können von den verschiedenen nationalen Rechts­ordnungen kaum erfasst werden. „So ist ein selbstgeschaffenes internationales Recht der Wirtschaft entstanden, das mittlerweile in vielen Bereichen standardisiert ist und auf Musterverträgen basiert. Wenn es zu Konflikten kommt, geht es darum, eine Lösung zu finden, die sich an den internationalen Standards orientiert, aber trotzdem rechtlich bindend ist“, erklärt Renner, der seine Habilitation zum Konzernrecht der Banken geschrieben hat. Im Anschluss hatte er Rufe an die Universitäten Bremen und Erfurt. Angenommen hat er den der Universität Mannheim, „weil ich hier ein Umfeld vorfinde, das zu meinen Schwerpunkten passt, sowohl was die Ausrichtung des Studiums angeht als auch die Arbeits­gebiete der Kollegen.“

Prof. Dr. Jan Henrik Klement
Professur für Öffentliches Recht, Ökonomische Analyse des Rechts und Öffentliches Wirtschafts­recht

Wie kann im Internetzeitalter sichergestellt werden, dass der Einzelne die Kontrolle über seine Daten behalten kann? Und wie lässt sich das vom Gerichtshof der Europäischen Union kreierte Recht auf Vergessen durchsetzen – in einer Welt, in der alle Informationen auf Dauer gespeichert sind? Mit Fragen wie diesen beschäftigt sich das Öffentliche Informations­recht, einer der Forschungs­schwerpunkte von Prof. Dr. Jan Henrik Klement. Der 42-Jährige ist zum Frühjahrssemester 2018 an die Universität Mannheim gewechselt. In der Lehre will er den Studierenden neben den Grundlagen im Öffentlichen Recht auch das Zusammenwirken mit dem Zivilrecht näherbringen. „Dabei ist es mein Ansatz, die Studierenden nicht nur gut auf das juristische Examen vorzubereiten, sondern sie gleichzeitig zu erm­untern, das geltende Recht weiterzudenken“, sagt Klement. Weitere Schwerpunkte seiner Arbeit bilden das deutsche und europäische öffentliche Wirtschafts­recht und das Umweltrecht, insbesondere in den Gebieten Energie, Immissionsschutz und Kreislaufwirtschaft. Seine Kenntnisse in diesen Bereichen wird Klement auch in den neuen Master­studien­gang Wettbewerbs- und Regulierungs­recht einbringen.

Texte: Katja Bauer, Kathrin Holstein, Liane Weitert / April 2018

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