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Zehn Jahre Sustainable Business Summit

Mit der Verantwortung, die Sportler und Outdoorsport-Unternehmen gegenüber der Umwelt haben, beschäftigten sich rund 30 Studierende beim 19. Sustainable Business Summit an der Universität Mannheim. Die Veranstaltung rund um das Thema Nachhaltigkeit wurde vor zehn Jahren von den Freunden der Universität Mannheim e.V. initiiert und ist mittlerweile fester Bestandteil des Semester­programms des Lehr­stuhls für Corporate Social Responsibility (CSR).

Wer nach zehn Jahren nun zum ersten Mal etwas vom Sustainable Business Summit hört, braucht sich nicht zu wundern. Bis vor kurzem war das Programm als „CSR-Wochenende“ bekannt. Am Kern der Veranstaltung ändert der modernere Name jedoch nichts: Nach wie vor dreht sich an zwei Tagen pro Semester alles um das Thema unternehmerische Verantwortung, im vergangenen Semester ging es speziell um Firmen für Outdoor-Sport. Denn ob Wandern, Skifahren oder Klettern – Sport im Freien hält zwar fit und macht Spaß. Wer sich dabei gedankenlos verhält, kann der Natur jedoch schnell schaden, sei es als Hobbysportler oder als Sportgeräte-Hersteller.

„Wenn die Natur in 30 Jahren zerstört ist, verlieren wir unseren Geschäftszweck“, gibt Lisa Fiedler vom Bergsportausrüster VAUDE in ihrem Eröffnungs­vortrag zu bedenken. Gerade für Outdoorsport-Unternehmen müsse Umweltschutz deshalb ein wichtiges Anliegen sein. Ob und wie Sport im Freien, Nachhaltigkeit und Unternehmertum zusammenpassen – darüber haben die rund 30 Studierenden der Universität Mannheim diskutiert.

Gelernt haben sie in den Vorträgen und Workshops unter anderem, worauf sie selbst beim Sport im Freien achten sollten oder wie Outdoorsport-Unternehmen Umweltherausforderungen begegnen: Referentin Lisa Fiedler erklärte beispielsweise, wie VAUDE versucht, die Lebensdauer von Outdoor-Sportgeräten zu verlängern, damit diese nicht schon nach kürzester Zeit ihren Geist aufgeben und entsorgt werden müssen. Was Wanderer oder Radfahrer tun können, um die Umwelt zu schonen, erfuhren die Studierenden im Vortrag von Peter Welk, dem ersten Vorsitzenden des Deutschen Alpenvereins (DAV). Und im Workshop „Action-Sport als Tool der Personalführung“ setzten sich die Studierenden selbst aufs Mountainbike und lernten, wie sich Methoden aus dem Actions­port ins Berufsleben übertragen lassen.

 „Alles in allem war es die perfekte Mischung aus Theorie und Interaktivem“, findet die Teilnehmerin Lisa Timm, 22, VWL-Studentin. Dass der Sustainable Business Summit bei Studierenden wie Unternehmen nach wie vor so beliebt ist, das freut nicht nur den Lehr­stuhl, sondern auch Dr. Josef Zimmermann, den ersten Vorsitzenden der Freunde der Universität. Der Verein hatte das Event vor zehn Jahren mit auf den Weg gebracht: „Damals war nachhaltiges Denken noch sehr exotisch“, erklärt er. „Wir freuen uns, dass Nachhaltigkeit in Wirtschaft und Politik immer mehr an Bedeutung gewinnt – und sogar schon in der Ausbildung.“

Text: Louisa Gille / April 2018