Julian Otchere, Sportstipendiat / Foto: Elmar Witt

Schwerelos

Was Stipendien an der Universität Mannheim bewegen

Stipendien befreien Studierende von so mancher Last. Sie geben ihnen finanzielle Sicherheit, schaffen Freiräume für Studium, Leistungs­sport oder gesellschaft­liches Engagement. Sie vermitteln Zugang zu Netzwerken, zeigen neue Perspektiven auf oder eröffnen Bildungs­chancen. Schon seit 1908 – ein Jahr nach Gründung der damaligen Handels­hochschule – werden an der Universität Mannheim Stipendien an vielversprechende Studierende vergeben. Doch lange Zeit bleiben Stiftungen, private Förderer und öffentliche Institutionen in ihren Anstrengungen Einzelkämpfer.

Zum ihrem 100-jährigen Jubiläum entscheidet sich die Universität Mannheim, die Kräfte ihrer Unterstützer zu bündeln: der Startschuss für ein breites, hochschul­eigenes Stipendienangebot. Im ersten Jahr werden zunächst 124 leistungs­starke Studierende mit der Hilfe privater und öffentlicher Förderer von den Studien­gebühren entlastet. Doch schnell kamen weitere Stipendien und Förderer hinzu.

Heute erleichtert die Universität Mannheim gemeinsam mit ihren vielen Unterstützern hunderten von Studierenden das Leben – durch speziell zugeschnittene Stipendien­programme. Die Bandbreite ist besonders: 165 Deutschland­stipendien sind für leistungs­starke und engagierte Studierende Anerkennung und finanzielle Förderung zugleich; 58 Sportstipendien unterstützen Spitzensportler bei der Doppelbelastung zwischen Studium und Sport; 8 Bronnbacher Stipendien vermitteln zukünftigen Führungs­kräften kulturelle Kompetenzen; mehr als 40 Stipendien im Jahr halten GESS-Promovenden beim Forschen den Kopf frei; 12 Mannheimer Chancenstipendien geben jungen Menschen in Notlagen die Möglichkeit, an der  Universität Mannheim zu studieren; und hunderte von Auslands­stipendien ermutigen Mannheimer Studierende jedes Jahr, internationale Erfahrungen an Partner­universitäten auf der ganzen Welt  zu sammeln. Und auch bei unabhängigen Stipendiengebern wie der Studien­stiftung des deutschen Volkes setzen sich die Mannheimer Studierenden durch: Mit über 120 Stipendiatinnen und Stipendiaten gehört die Universität Mannheim für die Studien­stiftung zu den fünf Universitäten mit der höchsten Stipendienquote in Deutschland.

Das lateinische Wort stips steht für Spende – und Gewinn. Ein Gewinn ist ein Stipendium nicht nur für die Mannheimer Stipendiatinnen und Stipendiaten, sondern auch für die Stipendiengeber und die Universität. Jede ausgezeichnete Stipendiatin und jeder Stipendiat an der Universität Mannheim zeigt: Hier studieren begabte junge Menschen, die den Willen haben, weiterzukommen und etwas zu bewegen. Herausragende Persönlichkeiten, die es wert sind, dass man ihnen die ein oder andere Last von den Schultern nimmt.

Fotograf: Elmar Witt

Mit der Faszination für Bildbearbeitung fing alles an: Als Schüler erlag Elmar Witt zunächst dem Photoshop-Zauber. Als Retusche und Montage dem damals 15-Jährigen nicht mehr ausreichten, bekam er von seinem Vater – ebenfalls ein Fotograf – seine erste Spiegelreflexkamera geschenkt. Der Grundstein für eine Fotografenlaufbahn war gelegt. Nach seiner Ausbildung, die ihn zeitweise in den hohen Norden verschlug, und Assistenzjahren bei renommierten Fotografen in der Region machte sich Elmar Witt 2012 als Fotograf und Bildbearbeiter mit den Schwerpunkten Porträt- und Werbefotografie selbstständig. 2016 hat der gebürtige Weinheimer seinen Schaffensmittelpunkt nach Mannheim verlegt. Zu seinen Kunden gehören kleine und große Unternehmen in der Region.

Elmar Witt liebt die Inszenierung, markante Porträts sind sein Steckenpferd. Dabei geht es ihm nie darum, Menschen und Motive glattzubügeln oder zu verfremden. Vielmehr nutzt er Lichtführung, Farbgebung und gezielte Nachbearbeitung, um Stimmung und Charakter perfekt herauszuarbeiten. Für die FORUM-Fotostrecke hat er so die Stipendiatinnen und Stipendiaten im Schloss Mannheim zum Schweben gebracht.