Foto: Norbert Bach / Gestaltung: uc graphic

Bilder und Collagen zum Nachdenken

Seit September stellt die Münchner Künstlerin Ariane Hagl unter dem Titel „Aufgerissen“ an der Universität Mannheim fast 100 ihrer Werke aus. Einige davon hat sie eigens zu diesem Anlass angefertigt. Am 26. November wird die Ausstellung offiziell eröffnet.

Die ausgestellten Bilder und Collagen im Schloss zeigen unterschiedliche Motive und Thematiken. Die schwarz-weißen Collagen im Rektoratsflur im Ostflügel zeigen Papierstücke aus Zeitungen, die von der Malerin zu Figuren arrangiert wurden. Auf anderen Werken sind Überschriften aus Zeitungen drapiert und in ihrer Gänze lesbar. Diese Collagen sollen die Kommunikations­flut der heutigen Zeit und ihren Einfluss auf die Gesellschaft darstellen. Im Flur der Bibliotheksverwaltung sowie im Ausleihzentrum der Bibliothek befinden sich bunte Werke, bei denen Farben und Formen verschwimmen und die Offenheit der Künstlerin für künstlerische Prozesse verdeutlichen.

Ariane Hagl stellt gerne in öffentlichen Räumen aus, in denen Menschen täglich unterwegs sind und Kunst als Teil des alltäglichen Lebens wahrnehmen können. Die Kunstwerke sind passend zu der Architektur sowie den Themen der Orte ausgewählt. Dabei sind die Bilder der Künstlerin bewusst ohne Titel, damit die Betrachter eigene Erfahrungen machen und in diesen frei bleiben können.

Ariane Hagl ist in einem künstlerischen Umfeld aufgewachsen. Ihr Vater war der Münchner Maler Fritz Hagl. In den 1950er Jahren zog er mit seiner Familie auf die italienische Insel Elba, auf der Ariane Hagl aufwuchs. Nach einem Studium der Psychologie und Pädagogik in Florenz und einer Ausbildung in Kunsttherapie wandte sie sich der Kunst zu und ist seit 2003 als Malerin tätig. Sie studierte zudem großformatige Malerei bei Peter Casagrande. Heute lebt sie abwechselnd auf Elba und in München.

Die Eröffnung der Ausstellung findet am 26. November 2019 um 18 Uhr im Foyer des Ostflügels statt. Bei ihren Ausstellungen arbeitet Ariane Hagl gerne mit anderen Künstlern wie Tänzern und Musikern zusammen, um Erfahrungs­räume für die Betrachter ihrer Kunstwerke zu schaffen. An der Universität Mannheim wird es eine Performance mit Studierenden der Universität geben, die Choreografin ist Clara Niehl.

Text: Luisa Gebhardt / Oktober 2019

Öffnungs­zeiten der Ausstellung:
Rektoratsflur: Montag-Freitag 9-19 Uhr, Samstag 9-14 Uhr
Bibliotheksflur (Schneckenhof Nord,  2. OG):Montag-Freitag 9-19 Uhr
Ausleihzentrum (Westflügel): Montag-Freitag 8-18 Uhr, Samstag 10-13 Uhr