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Gründerstipendium von Bundes­wirtschafts­ministerium und EU für Start-ups an der Universität Mannheim

Die beiden Start-ups „Logic Based Risk Management“ und „Reportix“ werden durch das EXIST-Gründerstipendium bei der Umsetzung ihrer Unternehmens­idee finanziell und organisatorisch unterstützt.

Pressemitteilung vom 23. November 2017
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Innovative Ideen aus der Wissenschaft in die Praxis zu übertragen, ist nicht leicht. Das EXIST-Gründerstipendium des Bundes­wirtschafts­ministeriums und der EU unterstützt deshalb Start-ups verschiedener Fach­richtungen bei der Umsetzung ihrer Ideen in konkrete Geschäfts­modelle. Die Projekte Logic Based Risk Management (LBRM) und Reportix sind zwei von drei Start-ups an der Universität Mannheim, die für ein Jahr eine solche Förderung in Höhe von je mehr als 120.000 Euro erhalten. Das Stipendium umfasst zudem Coachings und Seminare. Darüber hinaus profitieren die Gründer von Sachmitteln, Räumlichkeiten und organisatorischer Unterstützung, die von der Universität zur Verfügung gestellt werden.

Ziel des Unternehmens „Logic Based Risk Management“ ist die Entwicklung einer Software, die Unsicherheit und Risiken innerhalb von Finanzinstitutionen analysieren und darstellen soll. Zwei der drei Gründer des Start-ups, Dr. Christian Hugo Hoffmann und Dirk Schulte, sind Absolventen der Universität Mannheim und nun für den gemeinsamen Aufbau eines Software-Prototypen mit Dr. Jann Müller an ihre Alma Mater zurückgekehrt. Der Fokus ihrer Software soll auf der Analyse komplexer Finanzprodukte liegen, bei denen klassische Risiko-Analysemethoden oft unzureichende Ergebnisse liefern. Unterstützung erhalten die Gründer in ihrem Vorhaben von Mentor Prof. Dr. Andreas Neuenkirch von der Fakultät für Wirtschafts­informatik und Wirtschafts­mathematik, sowie vom Mannheimer Center for Entrepreneurship and Innovation (MCEI). „Wir freuen uns sehr über die große Unterstützung von allen Beteiligten an der Universität Mannheim, und die Möglichkeit mit EXIST nun unsere Idee zu einem Produkt entwickeln zu können“, erklärt Dirk Schulte, einer der Gründer von LBRM.

Das Start-up Reportix erstellt eine Softwareplattform für digitale Versicherungs­verträge, die schneller und flexibler sind als der herkömmliche Papierverkehr, aber dennoch für den Endkunden sicher und nachvollziehbar. Dazu verwenden sie die neue Blockchain-Technologie, die bisher vor allem durch ihren Einsatz bei Digitalwährungen, wie beispielsweise Bitcoin, bekannt ist. Die Gründer Dennis Knochenwefel und Philipp Schaber haben sich bei ihrem Studium an der Universität Mannheim kennen gelernt. Der Dritte im Bunde, Dr. Federico Cavalieri, arbeitet von der Schweiz aus mit. Während er und Dennis Knochenwefel bereits viele Jahre zusammen in einem Start-up gearbeitet haben und somit schon Kontakte und Expertise aus der Praxis mitbringen, ergänzt Philipp Schaber das Team durch seine Promotion in Informatik um wertvolles fach­liches Wissen und den Kontakt zur Wissenschaft. Die drei werden von Mentor Prof. Dr. Frederik Armknecht, Inhaber des Lehr­stuhls für Praktische Informatik IV, betreut, der mit seinen Forschungs­feldern Kryptographie und IT-Sicherheit gut zum Start-up passt. Der Austausch mit der Wissenschaft ist den Gründern wichtig, weshalb sie schon jetzt Master­arbeiten im Bereich ihres Arbeits­gebietes anbieten. Das Start-up wurde erst im September dieses Jahres gegründet, trifft aber bereits auf großes internationales Interesse. Zu den namhaften Kunden aus der Banken- und Versicherungs­branche, die Reportix bisher gewinnen konnte, zählen NTT data, die Bank of England und die Bank of Israel.

 

Kontakt:
Katja Bär
Leitung Kommunikation und Fundraising
Pressesprecherin
Universität Mannheim
Tel. +49 (0) 621 / 181–1013
E-Mail: baer uni-mannheim.de