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15. Mannheimer Ethiksymposium an der Universität Mannheim

Ethik als Orientierung und Überlebens­strategie in einer destabilisierten Welt? – Symposium an der Universität Mannheim

Pressemitteilung vom 24. September 2018
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Juristen, Philosophen, Ärzte und Theologen diskutieren beim 15. Mannheimer Ethiksymposium am Samstag, 29. September, über Grenzen, Entgrenzung und neue Herausforderungen für Medizin, Natur- und Geistes­wissenschaften, Gesellschaft und Politik.

Für einen bedingungs­los auf Globalisierung setzenden Mainstream gelten Grenzen als Tabu. Grenzen sind jedoch eine zentrale menschliche  Grunderfahrung. Grenzen bezeichnen Unterschiede. Sie geben auch Orientierung. Ethische Grenzen zeigen, was erlaubt oder geboten ist. Sie zeigen den Wissensstand um die Frage zwischen richtig und falsch. Grenzen gewähren Sicherheit und ermöglichen Freiräume. Die Hinterfragung von Grenzen ist eine wichtige Voraussetzung dafür, einen Ausgleich zwischen Freiheit und Sicherheit zu erhalten. Durch neue Er­kenntnisse in Wissenschaft und Technik verschieben sich die Grenzen des Wissens und des Machbaren. Diese Grenzen müssen – interdisziplinär – wissenschaft­lich, ethisch und politisch reflektiert werden, um den Herausforderungen standhalten zu können. Den genannten Fragen will sich das 15. Mannheimer Ethiksymposium stellen.

Zu den Höhepunkten des Symposiums gehören die Vorträge von:

  • Prof. Dr. h.c. mult. Peter Weibel (Vorstand des ZKM, Zentrum für Kunst und Medien, Karlsruhe) „Grenzen im Zeitalter der Digitalisierung“ (Special Guest)
  • Prof. Dr. phil. Jochen Hörisch (Universität Mannheim) „Der gefesselte Odysseus und der entgrenzte Fliegende Holländer – Paradoxien der Entgrenzung“
  • Prof. Dr. rer. nat. Ernst Peter Fischer (Universität Heidelberg) „Welche Grenzen kennt die Wissenschaft? Grenzen, Grenzüberschreitung und Kreativität in der Forschung“
  • Prof. Dr. iur. Bernhard Kretschmer (Universität Gießen) „Grenzen und Entgrenzung im Verhältnis von Mensch und Maschine: Juristische Perspektiven und Probleme der Robotik“

Das Symposium will im interdisziplinären Diskurs zum Transfer anregen und so zu innovativen Synthesen beitragen. Dazu dient auch das Konzept der Tagung selbst, das wissenschaft­liche Beiträge und Künste zusammenführt. Der kompositorische Beitrag „Exodus“ von Violeta Dinescu, einer der führenden Komponistinnen unserer Zeit, der zur Uraufführung gelangt, ist Ausdruck einer solchen, nämlich Hoffnung stiftenden praktischen Philosophie.

Das 15. Mannheimer Ethiksymposium findet am Samstag, 29. September von 9:30 bis 18 Uhr an der Universität Mannheim, Schloss Ostflügel, Hörsaal SN 163, statt. Das vollständige Programm der Veranstaltung finden Sie unter: https://www.uni-mannheim.de/news/15-mannheimer-ethiksymposium-29-september-2018/

Die Tagungs­gebühren betragen 30 Euro. Die Anmeldung ist im Vorfeld der Tagung (per Email an info(at)institut.iepg.de) möglich oder – bei freien Kapazitäten – auch noch am Tag des Symposiums. Für Vertreter der Medien ist der Eintritt frei.

Veranstaltet wird das 15. Mannheimer Ethiksymposiums vom Institut für medizinische Ethik, Grundlagen und Methoden der Psychotherapie und Gesundheitskultur (IEPG), dem Institut für Deutsches, Europäisches und Internationales Medizinrecht, Gesundheitsrecht und Bioethik der Universitäten Heidelberg und Mannheim (IMGB), sowie der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste (EAWK).

Kontakt:
Prof. Dr. med. Hermes A. Kick
Institut für medizinische Ethik,
Grundlagen und Methoden der Psychotherapie
und Gesundheitskultur (IEPG)
Lameystr. 36
68165 Mannheim
Tel: 0621-32886360
E-Mail: info(at)institut-iepg.de