Aktuelle Projekte

Wie verwirklicht die Stiftung ihren Stiftungs­zweck und mit welchen Schwerpunkten? Gemäß unserem Stiftungs­zweck unterstützen wir ausschließlich die Universität Mannheim. Und wir tun mit Ihrer Hilfe alles dafür, dass die Universität so ausgestattet ist und Freiheitsgrade herrschen, damit Forschung und Lehre bestmöglich gefördert wird. Zudem unterstützt die Stiftung leistungs­willige Studierende und Promovierende an der Universität Mannheim.

Im Folgenden finden Sie Projekte, die aktuell durch die Stiftung Universität Mannheim gefördert werden. Sprechen Sie uns sehr gerne an, wenn Sie sich bei einem der Projekte noch einbringen möchten.

  • Projekt American Political Science Review

    Die Herausgeberschaft der weltweit führenden politik­wissenschaft­lichen Fach­zeitschrift „American Political Science Review“ (APSR) wurde ab Herbst 2016 für vier Jahre erstmals von Politik­wissenschaft­lern der Universitäten Mannheim und Oxford übernommen. Die APSR ist die Fach­zeitschrift des weltweit einflussreichsten politik­wissenschaft­lichen Fach­verbandes, der „American Political Science Association“ (APSA). Die APSA vergibt die Herausgeberschaft ihres seit 1906 erscheinenden Fach­blatts in der Regel für vier Jahre an wechselnde Herausgeberteams, bisher allerdings immer in den USA.

    Diese Entscheidung ist eine sehr große Auszeichnung für die Arbeit der Mannheimer Politik­wissenschaft­ler. Gleichzeitig geht diese Anerkennung einher mit sehr hohen Erwartungen und einer Verpflichtung, diese zu erfüllen. Um bei dem Leiter Prof. Thomas König und drei weiteren Professoren ausreichend Kapazitäten für diese große Aufgabe zu schaffen, entschied die Leitung der Universität Mannheim, den Professoren während der vier Jahre eine W2-Professur an die Seite zu stellen. 

    Die Stiftung konnte durch das von Herrn Dr. Hans-Peter Wild durch eine großzügige Spende ins Leben gerufene Beste-Köpfe-Programm für die Professur eine Finanzierung über zwei Jahre zusagen. Die übrigen zwei Jahre wurden durch die Universität Mannheim finanziert.

  • Projekt Freudenberg: Kombinierter Master­studien­gang VWL und Jura

    Globalisierung und Digitalisierung der Wirtschaft ebenso wie die Jahrhundertaufgaben der Energiewende und der europäischen Einigung führen zu drastischen Veränderungen in Wirtschaft und Gesellschaft. Hierdurch verändern sich auch die Anforderungen an die Qualifikation von Juristinnen und Volkswirten. Behörden und Unternehmen haben einen Bedarf an Absolventinnen und Absolventen, die die technischen und ökonomischen Besonderheiten sowie die regulatorischen Rahmenbedingungen der jeweiligen Industrie verstehen und zusammendenken können – eine Kompetenz, die in der traditionellen juristischen Ausbildung und den typischen wirtschafts­wissenschaft­lichen Master­programmen zu kurz kommt. Der neu etablierte Studien­gang verbindet zwei Master­programme in VWL und Jura. Das Programm gewährleistet die enge Verknüpfung juristischer und ökonomischer Komponenten, wie sie für die fundierte Beschäftigung mit Märkten, Wettbewerb und Regulierung unerlässlich ist. Der Master­studien­gang Economics and Law startete wie geplant im Jahr 2017. Die Stiftung konnte hierfür aus einer zweckgebundenen Spende von Freudenberg SE die Ko-Finanzierung über zehn Jahre zusagen.


    Die Freudenberg Gruppe ist seit vielen Jahrzehnten eng mit der Universität Mannheim verbunden. Die Entwicklung der Universität Mannheim zu einer international renommierten Forschungs­einrichtung sowie erstklassigen Ausbildungs­stelle für den Managementnachwuchs ist ein großer Vorteil für die Metropolregion. Mit dem Aufbau des Freudenberg Center for Law and Economics leistet Freudenberg einen wichtigen Beitrag zur Förderung der Forschung und Lehre an einer für die Unternehmens­praxis wichtigen Schnittstelle zwischen Recht und Wirtschaft. Dieses Engagement steht ganz in der Tradition der fruchtbaren Zusammenarbeit zwischen Freudenberg und der Universität Mannheim.

    Dr. Ralf Krieger - Mitglied des Vorstands der Freudenberg SE / Foto: Martin Joppen

    Dank der Unterstützung von Unternehmen wie der Freudenberg SE, die gesellschaft­liche Verantwortung übernehmen, können wir auf aktuelle Herausforderungen wie Digitalisierung und Energiewende reagieren und mit dem Freudenberg Center for Law and Economics einen Rahmen für Master­programme bieten, der auf die wandelnden Anforderungen des Arbeits­marktes für Juristinnen und Juristen vorbereitet.

    Prof. Dr. Thomas Fetzer - Professor für Öffentliches Recht, Regulierungs­recht und Steuerrecht / Foto: Elisa Berdica
  • Projekt MISES

    Die Stiftung fördert den Aufbau des „Mannheim Institute for Sustainable Energy Studies“ (MISES). Der Institutsleiter Professor Stefan J. Reichelstein ist seit Juli 2018 Stiftungs­professor für Allgemeine Betriebs­wirtschafts­lehre an der Universität Mannheim. In den vergangenen 30 Jahren hatte Reichelstein Professuren an international renommierten Universitäten inne, dar­unter der UC Berkeley und Stanford. Das MISES untersucht die Herausforderungen und Innovations­möglichkeiten, die sich aus dem Wechsel zu einer Energiezukunft ohne fossile Brennstoffe ergeben. Ein besonderer Fokus der Studien liegt auf den Kosten, die mit alternativen Dekarbonisierungs-Strategien verbunden sind. Das Spektrum an Projekten umfasst den Energie-, Transport- und Industriesektor. Zu all diesen Themen suchen Professor Stefan Reichelstein und sein Team den ständigen Austausch mit Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik.


    Das Mannheim Institute for Sustainable Energy Studies beschäftigt sich mit den Kosten einer umfassenden Energiewende. Unsere Mitarbeiter untersuchen technologische und wirtschaft­liche Entwicklungen, die es entkarbonisierten Energieträgern ermöglichen, am Markt wettbewerbs­fähig zu werden.

    Prof. Stefan Reichelstein, Ph.D. - Stiftungs­professor für Allgemeine Betriebs­wirtschafts­lehre / Foto: Felix Zeiffer
  • Programm im Rahmen eines Sonderforschungs­bereichs

    Zu den ab 2018 von der Stiftung geförderten Projekten gehört ein innovatives Programm unter Leitung von Professor Peitz (VWL) zur Förderung von Juniorprofessuren im Rahmen des neuen Sonderforschungs­bereiches (SFB) „Economic Perspectives on Societal Challenges: Equality of Opportunity, Market Regulation, and Financial Stability“. Der SFB wird sich in den kommenden maximal 12 Jahren mit grundlegenden Fragen der Wirtschafts­wissenschaften und -politik beschäftigen und damit eine der zentralen wirtschafts­wissenschaft­lichen Forschungs­einrichtungen Deutschlands sein. Dieses Projekt kann dank einer Spende von Herrn Dr. Wild im Rahmen des TOP Brain Programms realisiert werden.

  • Projekt Professional Studies in Survey Practice and Data Science (IPSM)

    Unter der Leitung von Frau Professor Kreuter aus dem Fach­bereich Soziologie wird seit 2018 ein zukunftsweisendes Projekt mitfinanziert. Es handelt sich um ein vom Bundes­ministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit einem siebenstelligen Betrag unterstütztes Pilot­projekt in der Internet­basierten Lehre. Das Projekt mit dem Schwerpunkt „Professional Studies in Survey Practice and Data Science“ (IPSM)“ hat zum Ziel, dem steigenden Bedarf an Fach­kräften im Bereich Datenerhebung und Datenanalyse durch einen berufsbegleitenden, internetgestützten Studien­gang zu begegnen. Dieses Projekt kann dank einer Spende von Herrn Dr. Wild im Rahmen des Top Brain Programms realisiert werden.

  • Projekt Stipendien

    Im Jahr 2016 rief Normann Stassen mittels einer großzügigen Spende an die Stiftung Universität Mannheim Chancenstipendien für sozial bedürftige, engagierte Studien­anfängerinnen und –anfänger sowie Studierende der Universität Mannheim ins Leben. 2017 konnte für diesen Zweck aus der Auflösung des Rheinhyp Unterstüzungs­fonds für Eurohypo-Mitarbeiter (RUFE) und der Zustiftung des dazu gehörigen Vermögens ein Sozialfonds eingerichtet werden. Weitere Spenden und Zustiftungen sind willkommen.

    Die Chancenstipendien kommen leistungs­willigen Studierenden, die aufgrund ihres persönlichen, familiären und finanziellen Hintergrundes kein Studium aufnehmen könnten, zugute. Meist kommen sie aus dem Ausland, sind geflohen und haben es trotz großer Widerstände geschafft, ihren Wunsch von einem Studium an der Universität Mannheim deutlich zu formulieren und sich zu bewerben. Diese jungen Menschen unterstützen wir mit Ihrer Hilfe mit einem monatlichen Beitrag für Ihren Lebens­unterhalt. Die ersten zwölf Chancenstipendien konnten bereits 2017 vergeben werden.

    Darüber hinaus vergibt die Stiftung jährlich auf Wunsch von mehreren Zustiftern je nach Ertragslage mehrere Deutschland­stipendien über die Universität Mannheim an leistungs­starke Studierende.


    Dank des Chancenstipendiums hatte ich die Möglichkeit, mich besser auf meine Kurse in den Politik­wissenschaften und meine Master­arbeit zu konzentrieren. Darüber hinaus haben mir die immaterielle Förderung durch die Betreuer und gemeinsame Aktivitäten sehr dabei geholfen, mich schnell in Deutschland einzugewöhnen.

    Osman Suntay - Ehemaliger Chancenstipendiat und Absolvent der Universität Mannheim / Foto: Farina Stock

    Die Idee hinter den Mannheimer Chancenstipendien passt sehr gut zu unserem Vereinszweck. Deshalb haben wir uns entschieden, einen großzügigen Teil unseres Vermögens an die Stiftung Universität Mannheim und damit in gute Hände zu geben.

    Margitta Frölich - Rheinhyp Unterstützungs­fonds (RUFE)
  • Artes Liberales Preis

    Über eine zweckgebundene Zustiftung wird jährlich der Artes Liberales Preis unterstützt.