Projekt-Vorstellung Aufwind Mannheim

Ich bin Kai Odrian, 24 Jahre alt, studiere im dritten Semester den Mannheim Master in Management und möchte Ihnen das Projekt AUFWIND aus der Mannheimer Neckarstadt vorstellen.

Das Projekt AUFWIND wurde 2007 ins Leben gerufen und hat sich zum Ziel gesetzt, im Herzen Mannheims gegen Kinderarmut vorzugehen. Momentan werden im Rahmen des Projektes in der Mannheimer Neckarstadt über 25 Kinder im Grundschulalter sowie deren Familien betreut.

Nach Schulschluss kommen die Kinder in die Räumlichkeiten von AUFWIND, wo sie gemeinsam Mittag essen. Im Anschluss daran können sie ihre Hausaufgaben erledigen, bei denen wir sie unterstützen, und spielen. Die Hilfe, die im Rahmen des Projektes geboten wird, geht jedoch weit über diese tägliche Unterstützung hinaus: Benötigt ein Kind z.B. neue Schuhe, hilft das Team vom AUFWIND mit Geld für einen Kauf oder geht mit dem Kind einkaufen. Zudem können die Kinder aufgrund der vielen Kooperationen von AUFWIND an Zirkus­projekten oder Sport- und Musikkursen teilnehmen. Durch den geregelten Alltag, den AUFWIND ermöglicht, aber auch durch die verschiedenen Projekte, werden Selbstbewusstsein und Perspektive der Kinder gefördert. Sie werden Teil einer Gemeinschaft, bekommen Aufgaben übertragen und übernehmen Verantwortung, an der sie wachsen können. AUFWIND bietet Raum für all das, was Kinder erleben und erfahren sollten.

Vor dreieinhalb Jahren bin ich auf das Projekt AUFWIND aufmerksam geworden. Zu Beginn verbrachte ich dort einen Nachmittag in der Woche und unterstützte die Kinder bei den Hausaufgaben oder spielte mit ihnen. Nach kurzer Zeit habe ich dann eine Patenschaft für eines der Kinder übernommen. Nach gemeinsamen Ausflügen außerhalb der Projekträume entwickelte sich über die Zeit hinweg ein sehr persönliches Verhältnis zu meinem Patenkind und seiner Oma, bei der es lebt. Wir haben zusammen Ausflüge mit dem Fahrrad oder in die Stadt gemacht, waren Eis essen, im Museum oder im Fußballstadion. Seit seinem Wechsel auf die weiterführende Schule unterstütze ich es auch bei seinen Hausaufgaben oder der Vorbereitung auf Klassenarbeiten.

Leider war es aufgrund der Corona-Pandemie in diesem Jahr nicht einfach, sich regelmäßig zu sehen. So habe ich selbst erfahren, wie Homeschooling abläuft und dass man Matheaufgaben auch per Videoanruf erklären kann. Wir hoffen alle sehr, dass wir uns bald wieder uneingeschränkt treffen und gemeinsam Ausflüge unternehmen können.  

Nach dreieinhalb Jahren lässt sich auf jeden Fall sagen, dass die Patenschaft sowohl für mich als auch für mein Patenkind eine großartige Erfahrung ist und uns beide, wenn auch auf unterschiedliche Weisen, gestärkt hat.

Website AUFWIND