Shifting Perspectives

Veranstaltungs­reihe

Überblick

  • Was: Veranstaltungen zu gesellschaft­lich aktuellen Themen mit Vorträgen, Gruppen­diskussionen, Stadtrundgängen, Besuchen von kooperierenden Einrichtungen. Aus jeder Veranstaltung entsteht eine Podcastfolge, die auf dieser Webseite abrufbar sein wird.
  • Wann: Der erste Workshop zum Thema Erinnerung und Kulturelles Erbe findet vom 04.-06. November 2022 statt
  • Wo: in Präsenzform an der Universität Mannheim und bei kooperierenden Einrichtungen in Mannheim
  • Wer: Studierende, Gasthörende, Schüler*innen der Oberstufe und andere Interessierte
  • Gebühren: kostenlos
  • Anmeldung: demnächst hier

Über das Projekt

Ins Leben gerufen und organisiert wird das Projekt von Lea Bastian, Aline Schmidt und Abir Al-Laham, die an der Philosophischen Fakultät im Bereich Internationales tätig sind. Neben den regulären Aufgaben der Koordination der internationalen Austausch­programme, der Betreuung von internationalen Studierenden sowie der Lehre in International Cultural Studies organisieren sie das Projekt 'Shifting Perspectives', welches Räume für Auseinandersetzung und Diskurs schafft. Die Teilnehmenden sind eingeladen und aufgefordert, sich intensiv mit der eigenen Position zu Themen gesellschaft­licher Relevanz auseinanderzusetzen. Im Zentrum stehen gemeinsames Lernen, Vernetzung sowie die Weiter­entwicklung (inter)kultureller und diskursiver Kompetenzen.

Im Herbst-Wintersemester 2022 startet die Veranstaltungs­reihe mit einem Workshop zu Erinnerung und kulturellem Erbe, die im Frühjahr-Sommersemester 2023 fortgeführt wird. Angesiedelt an der Philosophischen Fakultät verbinder der Workshop theoretisch-akademische mit praktisch-angewandten Elemente und bringt als Ergebnis eine Podcast-Episode hervor. Mit diesem Format werden innovative Wege der Wissens- und Wissenschafts­kommunikation erkundet und ausprobiert sowie die geistes­wissenschaft­liche Perspektive auf diese Phänomene beleuchtet.

Die Teilnahme ist kostenlos und steht allen interessierten Personen, sowohl Studierenden und Mitgliedern der Universität Mannheim als auch Externen, offen. Anreise- und Übernachtungs­kosten müssen selbst getragen werden. Die Anmeldung für den Workshop wird demnächst auf dieser Seite möglich sein.

Die Veranstaltungen sind in Präsenz geplant. In Abhängigkeit der geltenden Rechts­lage im Hinblick auf Corona kann es aber zu kurzfristigen Änderungen bzw. zusätzlichen Auflagen, wie dem Zeigen eines negativen Coronatests, Impfnachweises oder einer Maskenpflicht kommen.

Die Veranstaltungen

  • Workshop: Erinnerung und kulturelles Erbe

    Warum ist es wichtig, sich zu erinnern? Welche Herausforderungen stellen sich heute im Zusammenhang mit den Konzepten kulturelles Erbe, kulturelle Identität und Aufarbeitung? Wie kann die Auseinandersetzung mit kulturellem Erbe eine aktive und diskursive Erinnerungs­kultur fördern? Dies sind einige der Fragen, die wir uns im ersten Workshop gemeinsam stellen möchten. 

    Im Sinne des Workshop-übergreifenden Leitgedanken Shifting Perspectives soll die Auseinandersetzung zwischen eigenen und fremden Identitäten im Kontext lokaler Erinnerungs­kultur ins Zentrum gerückt werden. Angestoßen durch aktuelle Debatten um das Übernehmen erinnerungs­politischer Verantwortung in Deutschland setzt dieser Workshop hier an: Er widmet sich Fragen nach dem “wie” der Erinnerung und der Aufarbeitung dunklen kulturellen Erbes, speziell im lokalen Umfeld der Stadt Mannheim. Zwei thematische Fokuspunkte liegen dabei auf der Zeit des Nationalsozialismus und der Kolonialgeschichte Mannheims, um immer wieder zu reflektieren: Was hat das mit mir zu tun? Was habe ich damit zu tun? Denn die Auseinandersetzung mit dem Erinnern birgt Fragen kultureller Identität und interkulturellen Zusammenlebens. Die dadurch geschaffene Verbindung zur Geschichte ist zentral, um gegenwärtige gesellschaft­liche diskriminierende Strukturen zu verstehen und aufzubrechen. 

    Aline Schmidt ist Sprach­wissenschaft­lerin und federführende Organisatorin dieses Workshops. An der Universität Mannheim ist sie Koordinatorin für International Cultural Studies (ICS) am Dekanat der Philosophischen Fakultät. Ähnlich wie die ICS-Seminare hat auch der Workshop den Anspruch, das gegenwärtige kultur­wissenschaft­liche Phänomen der Erinnerungs­arbeit und Aufarbeitung kulturellen Erbes in interkultureller und interdisziplinärer Perspektive zu untersuchen. Aus diesem Grund wird sich der Workshop nicht nur auf die vier Wände der Universität Mannheim beschränken, in denen die Teilnehmenden von der Expertise kompetenter Mannheimer Dozierender und Professor*innen profitieren. Wir arbeiten auch eng mit lokalen Akteuren wie dem freien Radio bermuda-funk, dem MARCHIVUM sowie den wissenschaft­lichen Referenten Sefa Yeter und Oussounou Abdel-Aziz Sandja zusammen, die Einblicke in ihre Arbeit geben und die Teilnehmenden bei ihren Recherchen, Diskussionen und bei der Podcastproduktion begleiten. Dieser multiperspektivische und interdisziplinäre Ansatz erlaubt es, das Thema aus verschiedenen Perspektiven zu beleuchten und verschiedene Stimmen zu Wort kommen zu lassen, die auch im Medium des Podcasts der interessierten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

     

    Der Workshop findet von Freitag, den 4. November 2022  bis Sonntag, den 6. November 2022 statt. Einsteigen werden wir selbstverständlich mit einer Kennenlern- und Austauschrunde, da uns die Vernetzung unter den Teilnehmenden und mit den Kooperations­partnern sehr wichtig ist. In den folgenden zwei Tagen werden wir selbstständige Recherchen im Marchivum tätigen, Inputvorträge hören und mit unseren Referent*innen ins Gespräch kommen, an einem postkolonialen Stadtrundgang teilnehmen, das Aufnahmestudio des bermuda.funk von innen sehen und dabei mehr über die inhaltliche Arbeit des Radios erfahren.

     

shiftingperspectives uni-mannheim.de


Mit freundlicher Unterstützung durch


Kooperations­partner

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