Start-ups an der Uni Mannheim
Die Uni Mannheim unterstützt Studierende und Absolvent*innen bei der Unternehmensgründung. Wir haben zahlreiche Angebote:
- Lehrformate rund um die Unternehmensgründung,
- Coaching-Formate,
- Beratung zu Stipendien und zur Start-up Finanzierung,
- Beratung rund um den Schutz geistigen Eigentums sowie
- Netzwerke und Veranstaltungen.
FAQ rund um das Thema Start-ups
Was ist ein Start-up?
Ein Start-up ist ein junges und innovatives Unternehmen mit Wachstumsambitionen, das neue Produkte, Dienstleistungen oder Technologien entwickelt.
Um ihre Geschäftsidee zu realisieren und zu finanzieren, brauchen Start-ups in der Anfangsphase häufig externes Kapital, etwa von Investor*innen, aus einem Kredit oder einem Stipendium. Nach der Gründungsphase spricht man auch von Scale-ups. Die Unternehmen befinden sich dann in einer Phase des schnellen Wachstums. In dieser Phase liegt der Fokus auf der Expansion.
Gründen im Studium – ja oder nein?
Eine eindeutige Antwort auf diese Frage gibt es nicht. Bereits während des Studiums, unmittelbar nach deinem Abschluss oder erst nach einigen Jahren Berufserfahrung – der beste Zeitpunkt für die Gründung eines Start-ups hängt von der individuellen Situation und einigen anderen Faktoren ab.
Mögliche Vorteile:
- Zugang zu universitären Ressourcen wie Mentor*innen,
- Zugang zum Start-up-Netzwerk der Uni,
- Unterstützung bei der Beantragung von Fördermitteln,
- praktische Erfahrungen schon im Studium,
- früher Kontakt zu Kund*innen sowie
- ein früher Karriereeinstieg.
Mögliche Nachteile:
- zeitliche Konflikte mit Prüfungen oder Lehrveranstaltungen,
- eine längere Dauer des Studiums,
- zusätzlicher bürokratischer Aufwand (Steuer, Krankenversicherung, Visum bei internationalen Studierenden) sowie
- eventuelle Auswirkungen auf die Finanzierung des Studiums, etwa bei BAföG oder einem Stipendium.
Muss ich BWL studieren, um ein Start-up zu gründen?
Nein, ein BWL-Studium ist nicht erforderlich, um zu gründen.
Wichtig sind vor allem: Lernbereitschaft, Kreativität und Durchaltevermögen. Und natürlich eine gute Idee.
Im BWL-Studium erlernen Studierende wirtschaftswissenschaftliche Grundlagen wie beispielsweise Marketing, Finance, Accounting und Management. An der Uni Mannheim gibt es zudem Lehrveranstaltungen mit Fokus auf Entpreneurship und Start-ups, die explizit aufs Gründen vorbereiten. Die meisten davon könnt ihr aber auch besuchen, wenn ihr andere Fächer studiert.
Darüber hinaus gibt es weitere Angebote wie Beratungs-, Mentoring- und Coaching-Angebote, Events und Networking.
Wie finanziere ich mein Start-up?
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, ein Start-up zu finanzieren:
Förderprogramme und Stipenden
Es gibt veschiedene Förder- und Stipendienprogramme. Dazu gehören beispielsweise EXIST, EXIST Women oder regionale Programme wie etwa InvestBW. Außerdem gibt es sogennante Accelerator Programme (Beschleunigungs-Programme) wie InnoWerft oder Campus Founders. Diese Programme zeichnet eine kurze aber intensive Förderung in der Startphase aus.Kredite
Es gibt spezielle Kredite der KfW und der Landesbanken, darunter etwa das Start-up BW Pre-Seed Programm. Außerdem gibt es die Option von Bankenkrediten zur Gründungsfinanzierung. Kredite haben den Vorteil, dass Gründer*innen keine Firmenanteile abgeben müssen, es entsteht aber Rückzahlungsdruck.Investor*innen
Gründer*innen können auch versuchen, Investor*innen für ihr Start-up zu finden. Auch hier gibt es veschiedene Möglichkeiten. Zum Beispiel:- Business Angels (erfahrende und vermögende Privatpersonen),
- Investor*innen, die sogenanntes Venture Capital (Wagniskapital) investieren und im Gegenzug Firmenanteile erhalten,
- große Unternehmen, die in kleine Start-ups investieren (Corporate Venture Capital) oder auch
- Family Offices (Privatgesellschaften zur Verwaltung von Vermögen).
Alternative Finanzierungsformen
- Crowdfunding (Schwarmfinanzierung),
- Revenue-based Financing (Rückzahlung abhängig vom Umsatz),
- Leasing (z. B. von teuren Maschinen) oder
- Factoring (ein Finanzdienstleister*in begleicht sofort die Rechnungen, die das Start-up an Kund*innen ausstellt und behält im Gegenzug einen Anteil des Rechnungsbetrags).
Bootstrapping
Als „Bootstrapping“ bezeichnet man die Finanzierung aus eigenen Mitteln, Einkommen und Ersparnissen (der Begriff ist an die Baron-Münchhausen-Geschichte angelehnt, bei der sich der Baron selbst an den Haaren aus einem Sumpf zog).Welche Phasen durchläuft ein Start-up?
Ein Start-up durchläuft sechs Phasen. Diese verlaufen in etwa so:
- Ideenphase
In der Ideenphase identifizieren Gründer*innen ein relevantes Problem oder einen Marktbedarf. Sie entwickeln eine Lösungsidee und stecken grob Markt, Zielgruppe und Wettbewerb ab. - Konzept- und Validierungsphase
In der Konzept- und Validierungsphase, auch „Pree-Seed“ genannt, erstellen Gründer*innen ihr Geschäftsmodell. Sie entwickeln einen Prototyp, holen Feedback bei Nutzenden und potenziellen Kund*innen ein, und stellen ein Gründungsteam zusammen. - Aufbau- und Markteintrittsphase
In der Aufbau- und Markteintrittsphase, auch „Seed“ genannt, verbessern Gründer*innen ihre Produktidee mit Blick auf die Bedürfnisse von potenziellen Kund*innen. Sie entwickeln eine Strategie, um ein Produkt auf den Markt zu bringen und erste Kund*innen zu gewinnen. Gründer*innen bauen ihr Team strategisch auf und etablieren erste Prozesse, wie etwa Marketing und Sales. - Wachstumsphase
In der Wachstumsphase, auch „Series A/B“ genannt, skalieren Gründer*innen ihren Vertrieb, ihr Marketing und ihre Produktentwicklung. Sie treten mit Produkten in neue Märkte oder Marktsegmente ein. Das Gründungsteam baut professionelle Strukturen auf wie etwa Human Resources. Der Fokus liegt stark auf Wachstum, Marktanteillen und Effizienz. - Reifephase
In der Reifephase, auch Expansion genannt, konzentrieren sich Gründer*innen auf Internationalisierung, Diversifizierung des Produktportfolios und die Optimierung der Profitiablität. Manche bereiten auch Exit-Strategien vor, wie etwa den Verkauf oder den Börsengang. - Exit- oder Konsolidierungsphase
In der Exit- oder Konsolidierungsphase verkaufen Gründer*innen ihr Start-up, integrieren sich in ein größeres Unternehmen oder gehen an die Börse. Manche Start-ups etablieren sich auch nachhaltig am Markt und übernehmen Mitbewerber*innen.
- Ideenphase
Kontakt

Dr. Nora Zybura
MCEI/
Schloss, Ehrenhof Ost – Raum EO 271
68161 Mannheim
