Vier Forschende befinden sich in einem Seminarraum und unterhalten sich miteinander.

Start-ups an der Uni Mannheim

Die Uni Mannheim unter­stützt Studierende und Absolvent*innen bei der Unter­nehmens­gründung. Wir haben zahlreiche Angebote:

  • Lehr­formate rund um die Unter­nehmens­gründung,
  • Coaching-Formate,
  • Beratung zu Stipendien und zur Start-up Finanzierung,
  • Beratung rund um den Schutz geistigen Eigentums sowie
  • Netzwerke und Veranstaltungen.

Angebote für Gründer*innen

Beratung, Coaching, Lehr­veranstaltungen – Angebote rund um das Thema Start-ups.

MCEI

Mannheim Center for Entrepreneur­ship and Innovation – interdisziplinäres Gründungs­zentrum der Uni.

Start-up-Erfolgsgeschichten

Viele Start-up-Erfolge haben an der Uni Mannheim begonnen. Mehr über die Gründer*innen.

Start-up-Events

Founder Talk, Start-up Lounge oder Q-Summit – lasst euch bei Events von, mit und für Start-ups inspirieren.

FAQ rund um das Thema Start-ups

  • Was ist ein Start-up?

    Ein Start-up ist ein junges und innovatives Unter­nehmen mit Wachstumsambitionen, das neue Produkte, Dienstleistungen oder Technologien entwickelt. 

    Um ihre Geschäfts­idee zu realisieren und zu finanz­ieren, brauchen Start-ups in der Anfangs­phase häufig externes Kapital, etwa von Investor*innen, aus einem Kredit oder einem Stipendium. Nach der Gründungs­phase spricht man auch von Scale-ups. Die Unter­nehmen befinden sich dann in einer Phase des schnellen Wachstums. In dieser Phase liegt der Fokus auf der Expansion. 

  • Gründen im Studium – ja oder nein?

    Eine eindeutige Antwort auf diese Frage gibt es nicht. Bereits während des Studiums, unmittelbar nach deinem Abschluss oder erst nach einigen Jahren Berufserfahrung – der beste Zeitpunkt für die Gründung eines Start-ups hängt von der individuellen Situation und einigen anderen Faktoren ab.

    Mögliche Vorteile:

    • Zugang zu universitären Ressourcen wie Mentor*innen,
    • Zugang zum Start-up-Netzwerk der Uni,
    • Unter­stützung bei der Beantragung von Fördermitteln,
    • praktische Erfahrungen schon im Studium,
    • früher Kontakt zu Kund*innen sowie
    • ein früher Karriereeinstieg.

    Mögliche Nachteile:

    • zeitliche Konflikte mit Prüfungen oder Lehr­veranstaltungen,
    • eine längere Dauer des Studiums,
    • zusätzlicher bürokratischer Aufwand (Steuer, Kranken­versicherung, Visum bei internationalen Studierenden) sowie
    • eventuelle Aus­wirkungen auf die Finanzierung des Studiums, etwa bei BAföG oder einem Stipendium.
  • Muss ich BWL studieren, um ein Start-up zu gründen?

    Nein, ein BWL-Studium ist nicht erforderlich, um zu gründen. 

    Wichtig sind vor allem: Lernbereitschaft, Kreativität und Durchaltevermögen. Und natürlich eine gute Idee.

    Im BWL-Studium erlernen Studierende wirtschafts­wissenschaft­liche Grundlagen wie beispielsweise Marketing, Finance, Accounting und Management. An der Uni Mannheim gibt es zudem Lehr­veranstaltungen mit Fokus auf Entpreneur­ship und Start-ups, die explizit aufs Gründen vorbereiten. Die meisten davon könnt ihr aber auch besuchen, wenn ihr andere Fächer studiert.

    Darüber hinaus gibt es weitere Angebote wie Beratungs-, Mentoring- und Coaching-Angebote, Events und Networking. 

    Angebote für Gründer*innen

  • Wie finanz­iere ich mein Start-up?

    Es gibt verschiedene Möglichkeiten, ein Start-up zu finanz­ieren:

    Förder­programme und Stipenden
    Es gibt veschiedene Förder- und Stipendien­programme. Dazu gehören beispielsweise EXIST, EXIST Women oder regionale Programme wie etwa InvestBW. Außerdem gibt es sogennante Accelerator Programme (Beschleunigungs-Programme) wie InnoWerft oder Campus Founders. Diese Programme zeichnet eine kurze aber intensive Förderung in der Start­phase aus. 

    Kredite
    Es gibt spezielle Kredite der KfW und der Landes­banken, dar­unter etwa das Start-up BW Pre-Seed Programm. Außerdem gibt es die Option von Bankenkrediten zur Gründungs­finanzierung. Kredite haben den Vorteil, dass Gründer*innen keine Firmenanteile abgeben müssen, es entsteht aber Rückzahlungs­druck.

    Investor*innen
    Gründer*innen können auch versuchen, Investor*innen für ihr Start-up zu finden. Auch hier gibt es veschiedene Möglichkeiten. Zum Beispiel:

    • Business Angels (erfahrende und vermögende Privatpersonen),
    • Investor*innen, die sogenanntes Venture Capital (Wagniskapital) investieren und im Gegenzug Firmenanteile erhalten,
    • große Unter­nehmen, die in kleine Start-ups investieren (Corporate Venture Capital) oder auch
    • Family Offices (Privat­gesellschaften zur Verwaltung von Vermögen).

    Alternative Finanzierungs­formen

    • Crowdfunding (Schwarmfinanzierung),
    • Revenue-based Financing (Rückzahlung abhängig vom Umsatz),
    • Leasing (z. B. von teuren Maschinen) oder
    • Factoring (ein Finanz­dienstleister*in begleicht sofort die Rechnungen, die das Start-up an Kund*innen ausstellt und behält im Gegenzug einen Anteil des Rechnungs­betrags). 

    Bootstrapping
    Als „Bootstrapping“ bezeichnet man die Finanzierung aus eigenen Mitteln, Einkommen und Ersparnissen (der Begriff ist an die Baron-Münchhausen-Geschichte angelehnt, bei der sich der Baron selbst an den Haaren aus einem Sumpf zog).

    Alle Finanzierungs­möglichkeiten haben ihre Vor- und Nachteile. 
    Welche Variante die richtige ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Lasst euch vom MCEI-Team beraten, tauscht euch mit Gleich­gesinnten im Netzwerk aus.

  • Welche Phasen durchläuft ein Start-up?

    Ein Start-up durchläuft sechs Phasen. Diese verlaufen in etwa so:

    1. Ideen­phase
      In der Ideen­phase identifizieren Gründer*innen ein relevantes Problem oder einen Markt­bedarf. Sie entwickeln eine Lösungs­idee und stecken grob Markt, Ziel­gruppe und Wettbewerb ab.
    2. Konzept- und Validierungs­phase
      In der Konzept- und Validierungs­phase, auch „Pree-Seed“ genannt, erstellen Gründer*innen ihr Geschäfts­modell. Sie entwickeln einen Prototyp, holen Feedback bei Nutzenden und potenziellen Kund*innen ein, und stellen ein Gründungs­team zusammen.
    3. Aufbau- und Markt­eintritts­phase
      In der Aufbau- und Markt­eintritts­phase, auch „Seed“ genannt, verbessern Gründer*innen ihre Produktidee mit Blick auf die Bedürfnisse von potenziellen Kund*innen. Sie entwickeln eine Strategie, um ein Produkt auf den Markt zu bringen und erste Kund*innen zu gewinnen. Gründer*innen bauen ihr Team strategisch auf und etablieren erste Prozesse, wie etwa Marketing und Sales.
    4. Wachstums­phase
      In der Wachstums­phase, auch „Series A/B“ genannt, skalieren Gründer*innen ihren Vertrieb, ihr Marketing und ihre Produkt­entwicklung. Sie treten mit Produkten in neue Märkte oder Markt­segmente ein. Das Gründungs­team baut professionelle Strukturen auf wie etwa Human Resources. Der Fokus liegt stark auf Wachstum, Markt­anteillen und Effizienz.
    5. Reife­phase
      In der Reife­phase, auch Expansion genannt, konzentrieren sich Gründer*innen auf Internationalisierung, Diversifizierung des Produktportfolios und die Optimierung der Profitiablität. Manche bereiten auch Exit-Strategien vor, wie etwa den Verkauf oder den Börsengang.
    6. Exit- oder Konsolidierungs­phase
      In der Exit- oder Konsolidierungs­phase verkaufen Gründer*innen ihr Start-up, integrieren sich in ein größeres Unter­nehmen oder gehen an die Börse. Manche Start-ups etablieren sich auch nachhaltig am Markt und übernehmen Mitbewerber*innen.
       

Kontakt

Nora Zybura hat ihre blonden lockigen Haare zu einem Zopf gebunden. Sie trägt Creolen-Ohrringe und einen schwarzen Blazer.

Dr. Nora Zybura

Ansprech­partnerin Start-ups und Gründungen
Bereich: Entrepreneur­ship
Universität Mannheim
MCEI/ Institut für Mittelstandsforschung
Schloss, Ehrenhof Ost – Raum EO 271
68161 Mannheim