Founder Talk in Mannheim: Wie Enzo Wasserschäden mit smarter Technologie verhindern will

Beim Founder Talk im MAFINEX Mannheim trafen Start-up-Investment auf Unter­nehmertum: STYX Urban Investments gab Einblicke in seine Arbeit mit jungen Unter­nehmen, während Enzo-Co-Founder und CEO Sascha Wolf über den Aufbau eines technologiegetriebenen Unter­nehmens zur Prävention von Wasserschäden sprach.

Wie aus einem drängenden Problem eine Geschäfts­idee entstehen kann, stand am 24. September 2026 im Mittelpunkt des Founder Talks im Tech Lab des MAFINEX Mannheim. Gemeinsam mit STYX Urban Investments und Sascha Wolf, Co-Founder und CEO des Heidelberger Start-ups Enzo, ging es um Start-up-Investments, Produkt­entwicklung und die Herausforderungen auf dem Weg von der ersten Idee zum skalierbaren Geschäfts­modell. Die Veranstaltung wurde in Kooperation mit Enactus Mannheim organisiert.

STYX: Kapital trifft auf Immobilien- und Markt­expertise

STYX Urban Investments versteht sich nicht ausschließlich als klassischer Finanz­investor. Das Unter­nehmen konzentriert sich auf Start-ups, die Lösungen für die Zukunft von Gebäuden und Städten entwickeln, und verbindet Investment mit praktischer Unter­stützung und Zugang zu relevanten Netzwerken. Zu den Portfolio-Unter­nehmen von STYX gehören Start-ups aus Bereichen wie PropTech, GreenTech, Smart City und B2B-Software.

Enzo ist dabei ein Beispiel für diesen Ansatz. STYX war nach eigenen Angaben einer der frühen Investoren des Unter­nehmens und unter­stützte die Gründer unter anderem über praktische Erprobungs­möglichkeiten im eigenen Urban Living Lab. Sascha Wolf betont, dass für ihn neben dem Kapital insbesondere der operative Mehrwert und die PropTech-Erfahrung von STYX ausschlaggebend waren.

Enzo: Wasserschäden erkennen, bevor sie teuer werden

Das Heidelberger Unter­nehmen Enzo wurde 2021 von Sascha Wolf und Marvin Follmann gegründet. Das Start-up entwickelt IoT- und KI-basierte Technologien, mit denen Wasserleitungen und Wasser­systeme in Gebäuden überwacht werden können. Ziel ist es, Leckagen möglichst früh zu erkennen und dadurch Schäden, Wasserverluste und Folgekosten zu reduzieren.

Sascha Wolf bringt dafür Erfahrung aus der Versicherungs- und Start-up-Welt mit. Vor der Gründung von Enzo war er unter anderem am Aufbau des Heidelberger InsurTechs Getsafe beteiligt. Die Idee für Enzo entstand auch aus dieser Erfahrung: Wolf hatte aus erster Hand erlebt, welche wirtschaft­lichen Folgen Leitungs­wasserschäden für Versicherungen haben können. Gemeinsam mit Marvin Follmann entschied er sich anschließend, selbst eine technologische Lösung für das Problem zu entwickeln.

Enzos Technologie setzt auf Sensorik und digitale Auswertung. Die Lösung soll Unregelmäßigkeiten und Leckagen frühzeitig erkennen und damit präventives Handeln ermöglichen. Das Unter­nehmen adressiert dabei insbesondere Versicherungen und Gebäudeeigentümer. Nach Angaben von Enzo und seinen Investoren ist die Technologie bereits bei mehreren Versicherern im Einsatz.

Von der Produktidee zum internationalen Wachstum

Dass aus der Idee inzwischen ein wachsendes Technologie­unter­nehmen geworden ist, zeigt auch die Entwicklung der Finanzierung. Im Jahr 2025 schloss Enzo eine Seed-Extension über 4 Millionen Euro ab und erhöhte damit die Gesamtfinanzierung auf 6,2 Millionen Euro. Das Kapital soll unter anderem in die Weiter­entwicklung der Technologie, bestehende Partner­schaften und die internationale Expansion fließen.

Beim Founder Talk stand deshalb nicht nur die Technologie im Mittelpunkt. Sascha Wolf gab auch Einblicke in die weniger sichtbaren Seiten des Gründens: Produktvalidierung, die Suche nach einem funktionierenden Geschäfts­modell sowie die Herausforderungen beim Aufbau eines Unter­nehmens. Damit bot die Veranstaltung einen Blick hinter die Kulissen eines Start-ups, das ein alltägliches, aber kostenintensives Problem mit moderner Technologie lösen möchte.

Organisiert wurde der Abend in Zusammenarbeit mit Enactus Mannheim, einer Initiative, die unter­nehmerische Ansätze nutzt, um soziale und ökologische Herausforderungen zu adressieren. Nach den Vorträgen bot der Abend Raum für Networking, Gespräche und den Austausch zwischen Gründern, Studierenden, Investoren und Start-up-Interessierten.

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