Senkt KI den Energieverbrauch oder ist sie Teil des Problems?

Neuer Artikel von Robert Dehghan, Nils Grashof, Sebastian Schmidt, Alexander Kopka und Michael Woywode in Energy Economics, der führenden Zeitschrift für Energy Economics und Energy Finance, unter­sucht dieses Spannungs­feld im Kontext der regionalen Industrie­entwicklung in Deutschland.

Künstliche Intelligenz wird zunehmend sowohl als vielversprechendes Instrument zur Optimierung industrieller Prozesse als auch als Belastung für das Stromnetz und andere natürliche Ressourcen angesehen. Eine Forscher­gruppe der Universität Mannheim, der Friedrich-Schiller-Universität Jena, der Paris-Lodron-Universität Salzburg, von IT:U Austria, der Universität Bremen und des Thünen-Instituts für Agrarökonomie hat unter­sucht, was der zunehmende Einsatz dieser Technologie in Unter­nehmen tatsächlich für den regionalen Energieverbrauch ihrer Branchen bedeutet. Die Studie, die 363 NUTS-3-Regionen in Deutschland – das sind rund 91 Prozent der deutschen Landkreise – im Zeitraum von 2012 bis 2023 abdeckt, kombiniert offizielle Energiestatistiken und Patentdaten mit ISTARI-Webindikatoren zur KI-Einführung auf Unter­nehmens­ebene und zum Engagement für Nachhaltigkeit. Ihr Artikel „Thinking machines, shrinking footprints? The impact of Artificial Intelligence on energy consumption in regions“ wurde im Juli 2026 in der Fach­zeitschrift „Energy Economics“ veröffentlicht.

                 „Der Einsatz von KI kann den Energieverbrauch senken. Allerdings nur, wenn sich die Technologie breit verbreitet und nicht nur auf wenige Vorreiter konzentriert. 
                  Da sich KI weiter ausbreitet, müssen wir diese Entwicklung aktiv gestalten, insbesondere in Branchen und Regionen, 
                  in denen die Einführung bisher langsamer voranschreitet.“

Dr. Robert Dehghan | Mitautor und COO von ISTARI

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