Projektaktivitäten im HWS 2026/27

Im Herbst-/Wintersemester 2026/27 arbeiten Studierende der anglistischen Linguistik im Rahmen von AiDaLi an der Entwicklung von Lernmaterialien zu den Themen Künstliche Intelligenz und Data Literacy (Ansatz: Learning-by-Teaching).

Im Zentrum steht dabei die kritische Reflexion über den Einsatz von KI, dessen Nutzen und Ergebnisse. Dabei erwerben sie fach­liche, methodische und reflexive Kompetenzen und setzen sich kritisch mit dem verantwortungs­vollen Einsatz generativer KI in Studium und Wissenschaft auseinander. 

Angestrebt ist, dass ein Großteil der entstehenden Materialien als Open Educational Resources (OER) veröffentlicht und für die Nachnutzung in der Hochschul­lehre sowie für künftige Kohorten bereitgestellt wird. Dies umfasst sowohl die Projektergebnisse der Studierenden als auch Trans­fermaterialien, die eine Über­tragung des Lehr­konzepts auf andere Fach­bereiche ermöglichen.

Projektkooperation im HWS

  • ANG 305 Data Literacy, Dr. Lena Blott
  • ANG 505 Linguistic Methodology, Stefanie Radetzky
  • ANG 103 Media Skills, Dr. Ira Gawlitzek
  • ANG 404 Linguistics and AI, Prof. Dr. Carola Trips

Die Wirksamkeit der Interventionen des AiDaLi-Teams werden durch Dr. Christian Spreng im Rahmen einer wissenschaft­lichen Begleitforschung unter­sucht und evaluiert.

Arbeits­schwerpunkte

Die Zusammenarbeit kann entlang verschiedener thematischer Schwerpunkte gestaltet werden. Die Themenfelder dienen als Orientierung und können je nach Fach­bereich, Lehr­veranstaltung und Projektziel individuell kombiniert werden.

  • KI in Forschungs­konzeption und Studien­planung

    • Über­blick über aktuelle KI-Werkzeuge für Studium, Lehre und Forschung
    • Praktische Arbeit mit Microsoft AI, Copilot, ChatAI und weiteren Systemen
    • Einsatz von KI zur Unter­stützung wissenschaft­licher Arbeits­prozesse
    • Bewertung von Nutzen, Grenzen und Anwendungs­feldern verschiedener Tools
  • KI-Tools für Studium und Wissenschaft

    • Einsatz von KI zur Entwicklung und Planung empirischer Studien
    • Ideenfindung und Hypothesengenerierung
    • KI-gestützte Literatur­recherche und Wissensaufbereitung
    • Erstellung von Studien­materialien und Stimuli (z. B. Audio-, Bild- oder Softwarekomponenten)
    • Reflexion der Grenzen zwischen kreativer Unter­stützung und Cognitive Offloading
  • KI in Datenauswertung und Programmierung

    • KI-gestützte Datenanalyse und statistische Auswertung
    • Unter­stützung bei Programmier- und Coding-Aufgaben
    • Entwicklung und Optimierung von Analyse-Skripten
    • Best Practices für KI-gestützte Forschungs­workflows
  • Ethik, Qualität und Good Scientific Practice

    • Verantwortungs­voller Einsatz generativer KI in Forschung und Lehre
    • Ethische Fragestellungen und wissenschaft­liche Integrität
    • Chancen, Risiken und Grenzen KI-basierter Unter­stützung
    • Trans­parente Dokumentation der KI-Nutzung
    • Reflektierte und wissenschaft­lich begründete Entscheidungen gegen den Einsatz von KI
  • Open Educational Resources (OER) und Wissenstrans­fer

    • Entwicklung und Bereitstellung offener Bildungs­ressourcen
    • Qualitätskriterien, Lizenzierung und rechts­sichere Veröffentlichung
    • Nachnutzung von Materialien in Lehre und Weiterbildung
    • Trans­fer erfolgreicher Lehr­konzepte in andere Fach­bereiche und Studien­gänge

Beispielaufgaben

Im Laufe des Semesters entwickeln die Studierenden als Prüfungs­leistung eine wiederverwertbare Lernressource (OER). Je nach Thema und Zielsetzung können unter­schiedliche Medienformate wie Podcasts, Poster, Screencasts oder andere digitale Lernmaterialien eingesetzt werden. Ziel ist die Erstellung eines qualitativ hochwertigen Produkts, das auch über den Kurs hinaus in der Lehre und von künftigen Kohorten genutzt werden kann.

Projektergebnisse

Im Rahmen von AiDaLi entstehen fortlaufend offene Lehr- und Lernmaterialien, die Kompetenzen in den Bereichen AI Literacy und Data Literacy fördern. Die entwickelten Ressourcen adressieren sowohl technische als auch methodische und ethische Fragestellungen und werden im Sinne von Open Science über das Zentrale Repositorium für Open Educational Resources in Baden-Württemberg (ZOERR) öffentlich zugänglich gemacht.

Die im Projekt entwickelten Materialien werden außerdem nach Abschluss der jeweiligen Lehr­veranstaltungen ab Januar 2027 sukzessive als Open Educational Resources. Dazu gehören didaktische Konzepte, Lernmaterialien sowie Beispiele guter Praxis für den reflektierten Einsatz generativer KI in der Hochschul­lehre.