Block­veranstaltungen „Insolvenz und Sanierung: Vertiefung mit Schwerpunkt auf der Insolvenzpraxis“

Aus den Inhalten der Grundlagen­veranstaltung sollen einige besonders praxisrelevante Themenkomplexe in Block­veranstaltungen herausgegriffen und vornehmlich von Insolvenz-verwaltern aus ihrer beruflichen Sicht für die Studierenden aufbereitet werden. Auf diese Weise erhalten die Studierenden über die Theorie hinaus einen Einblick in die Tätigkeit der Insolvenzverwaltung.

Die Block­veranstaltungen finden im Herbstsemester zu den angegebenen Terminen statt. Alle Termine finden immer von 13:45 Uhr bis 17:00 Uhr statt. Die Schwerpunkt­veranstaltungen sollen aufgrund der Corona-Pandemie als Hybrid­veranstaltungen angeboten werden. Der Hörsaal dafür wird noch bekanntgegeben.


Dozent: Prof. Dr. Georg Bitter

Haftung von Gesellschaft­ern und Geschäftsführern in der Insolvenz

Termine: 02.10.2020 und 09.10.2020

Die Block­veranstaltung befasst sich mit einer besonders praxisrelevanten Materie aus dem Schnitt­bereich von Insolvenz- und Gesellschafts­recht. Sie ist daher auch für Teilnehmer des Wahl­bereichs „Gesellschafts­recht“ von Interesse. Auf dem Programm stehen u.a. folgende Themen:

  • Geschäftsführerhaftung aus § 43 GmbHG
  • Vertragshaftung
  • Rechts­scheinshaftung
  • Insolvenzverschleppungs­haftung
  • Existenzvernichtungs­haftung
  • Deliktshaftung
  • Durchgriffshaftung

Material:

Sonder­veranstaltung zu Grundfragen der Aus- und Absonderung von Kreditsicherheiten in der Insolvenz

Termin: 30.10.2020


Dozent: RA Peter Depré, Mannheim

Übertragende Sanierung - Fallstudie

Termin: 16.10.2020 und 23.10.2020

Die Unterlagen zu der Veranstaltung werden ab Donnerstag auf ILIAS verfügbar sein.

Die Veranstaltung befasst sich mit der in der Insolvenzpraxis bevorzugten „Sanierung“ von Betrieben als Ganzes bzw. von Betriebs­teilen. Diese Alternative zur Einzelverwertung von Wirtschafts­gütern im Rahmen einer Insolvenz ist in der Praxis sehr verbreitet und beliebt. Die Zerschlagung von Unternehmens­einheiten kann ganz oder teilweise verhindert werden. Nicht der Unternehmens­träger, z.B. eine Aktien­gesellschaft oder GmbH, sondern das Unternehmen als organisatorische oder produktive Einheit wird „saniert“. Es erfolgt eine Übertragung der Aktiva im Wege der Einzelrechts­nachfolge (asset deal) auf einen Erwerber oder eine Auffang­gesellschaft. Die rechtlichen und wirtschaft­lichen Rahmenbedingungen sowie Lösungs­möglichkeiten und Haftungs­risiken werden dargestellt und im Rahmen einer Fallstudie vertieft behandelt.


Dozent: RA Gordon Rapp, Heidelberg

Die Rettung von Unternehmen durch Insolvenzplan

Termin: 13.11.2020

Anhand eines tatsächlichen Insolvenzplanes wird aufgezeigt welches zukunftsweisende Sanierungs­instrument die Insolvenzordnung bereitstellt. Die wesentlichen Eckpunkte dieses Planes werden gemeinsam nachvollzogen und hierbei praxisbezogene Lösungen und examensrelevante Themen erarbeitet.

Sanierungs­maßnahmen im Spannungs­feld der EuInsVO

Termin: 20.11.2020

Darstellung von Problemen, die sich bei grenzüberschreitenden Insolvenz­verfahren, insbesondere im Handling von Sicherheiten (Aus- und Absonderungs­rechten) und bei der Abstimmung mehrerer Insolvenz­verfahren zwischen Verwalter und Gericht ergeben.