Grafik des Mannheimer Schlosses, zusammengesetzt aus vielen bunten, verschiedenfarbigen Bausteinen.

Anti­diskriminierung und kulturelle Vielfalt

Universitäten haben einen öffentlichen Bildungs- und Forschungs­auftrag. Idealerweise sind sie in ihrer Arbeit offen für vielfältige Perspektiven und haben die gesamte Gesellschaft im Blick. Doch auch an Hochschulen werden noch immer verschiedene Formen von Un­gerechtigkeiten und Diskriminierungen wie Rassismen, Sexismus, Klassismus oder Ableismus produziert und reproduziert. Viele Menschen erleben, dass ihre Zugehörigkeit infrage gestellt wird – zum Beispiel wegen Sprache, Aussehen oder Namen. Solche Zuschreibungen führen oft zu Benachteiligung, eingeschränkter Teilhabe und dem Gefühl der Ausgrenzung. Dies geschieht zum Teil aufgrund struktureller Gegebenheiten, zum Teil unbeabsichtigt. Menschen, die in der Wissenschaft arbeiten, sind oft überproportional weiß, männlich und selbst aus akademischen Haushalten. Sie prägen, welches Wissen wichtig ist und gelehrt wird. Das kann dazu führen, dass andere Perspektiven und relevantes Wissen nicht genug berücksichtigt werden.

Mannheim ist eine lebendige, weltoffene und internationale Stadt. Die Hälfte der Menschen hier bringt eine Migrations­geschichte mit und auch der Campus lebt von kultureller Vielfalt: Jede*r fünfte Studierende kommt aus dem Ausland an die Universität Mannheim – für Bachelor, Master oder Promotion. Menschen aus der ganzen Welt studieren, arbeiten, forschen und lehren hier. Alle Menschen sind an der Uni Mannheim willkommen, ungeachtet ihrer familiären Migrations­geschichte, Nationalität, Glaubensrichtungen oder weltanschaulicher Über­zeugungen. Sie gehören selbstverständlich dazu. 

Unser Ziel ist es, betroffene Personen bei Diskriminierungs­erfahrungen zu unter­stützen und Diskriminierungen abzubauen. Dafür möchten wir genau hinsehen und zuhören. Unsere Anti­diskriminierungs­arbeit betrachten wir als langfristigen und selbstkritischen Lernprozess über gesellschaft­liche Diskriminierungen und Privilegien. Wir wollen ein Lernen und Studieren fördern, das diskriminierende Wissensstände hinterfragt, eine diskriminierungs­kritische Haltung fördert und vielen unter­schiedlichen Perspektiven Raum bietet – damit alle sich willkommen, gesehen und gleich­berechtigt beteiligten können.

Was ist Diskriminierung?

Diskriminierung bezeichnet die Benachteiligung oder Ungleich­behandlung von Personen oder Gruppen aufgrund tatsächlicher oder zugeschriebener Merkmale – zum Beispiel Geschlecht und geschlechtliche Identität, ethnischer Herkunft, Alter, Behinderungen oder Religionszugehörigkeit.

Diskriminierung im Hochschul­kontext
Im Hochschul­kontext sind außerdem auch oft Merkmale wie die soziale Herkunft, der soziale Status, chronische Krankheiten oder der Familienstatus relevant.

Mehrfach­diskriminierung
Oft sind Menschen gleich­zeitig von unter­schiedlichen Diskriminierungs­formen betroffen, dann spricht man von intersektionaler oder Mehrfach­diskriminierung. Diese können sich gegenseitig beeinflussen und verstärken.

Anti­diskriminierungs­arbeit an der Uni
Die Anti­diskriminierungs­arbeit der Universität Mannheim zielt darauf ab, strukturelle und institutionelle Diskriminierung abzubauen und Strukturen für den Umgang und die Auseinandersetzung mit Diskriminierungs­fällen auszubauen. Wir nehmen unsere eigenen Strukturen und Regelungen dabei immer wieder kritisch in den Blick, um Ausschluss und Diskriminierung wirksam entgegenzutreten. 

Universitäts­mitgliedern, also Studierenden, Wissenschaft­ler*innen und Mitarbeitenden, bieten wir vielseitige und qualifizierte Unter­stützung bei Konflikten und Diskriminierung.

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Darauf können Sie sich verlassen: Ihr Anliegen, Ihre Daten und die Gespräche unter­liegen der Schweigepflicht. Wir behandeln alles streng vertraulich und veranlassen nichts ohne Ihre Zustimmung.

Dr. Jens Augspurger (er/ihn)

Referent Anti­diskriminierung
Universität Mannheim
Stabsstelle Gleich­stellung und Diversität
B 6, 30–32
68159 Mannheim

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