Treuhandstiftung

Eine Treuhandstiftung ist eine sogenannte unselbstständige, nicht rechts­fähige Stiftung. Sie benötigt, aufgrund ihrer Nicht-Rechts­fähigkeit einen Vertreter, den Treuhänder. Dafür kann eine Treuhandstiftung schnell und ohne Mitwirkung der Stiftungs­behörde errichtet werden. 

Die Treuhandstiftung bedarf mangels eigener rechtlicher Selbstständigkeit eines verwaltenden Rechts­trägers, des Treuhänders. Mit diesem schließt der Stifter einen Vertrag, der die Errichtung und Verwaltung der Stiftung zum Inhalt hat. In Ausführung des Vertrages überträgt der Stifter die zugesagten Vermögenswerte auf den Treuhänder. Dieses Vermögen, das in aller Regel einem gemeinnützigen Zweck gewidmet ist, hat der Treuhänder als Sondervermögen zu verwalten und entsprechend den Vorgaben der Satzung für den festgelegten Stiftungs­zweck zu verwenden.

Die treuhänderische Stiftung bietet in der Praxis zahlreiche Vorteile aber auch Risiken. Im Einzelnen sind hier zu nennen: 

  • Die treuhänderische Stiftung kann sehr schnell errichtet werden, mit­unter in weniger Wochen .
  • Option der Delegation von Verwaltungs­aufgaben (zum Beispiel auf eine Stiftung wie die Stiftung Uni Mannheim)
  • Die treuhänderische Stiftung unterliegt nicht der zusätzlichen Aufsicht seitens der Stiftungs­behörden.
  • Die treuhänderische Stiftung muss keinen Vorstand haben, die dauerhafte Besetzung desselben stellt also kein Problem dar. 
  • Satzungs­änderungen sind bei treuhänderischen Stiftungen sehr viel leichter zu erwirken. 
  • Die Kosten für die Errichtung einer treuhänderischen Stiftung sind geringer. 
  • Die treuhänderische Stiftung kann sehr viel einfacher wieder aufgelöst werden.
  • Die treuhänderische Stiftung kann jederzeit in eine rechts­fähige Stiftung „umgewandelt“ werden.
  • Risiken sind die Auswahl des „richtigen“ Treuhänders und die Übertragung der Gelder auf den Treuhänder, die bei falscher Handhabung in das Vermögen des Treuhänders gehen.

Die Stiftung Universität Mannheim unterstützt Sie gerne in dieser Fragestellung.