Codewörter und Handzeichen für den Notfall
Es gibt Situationen, in denen man sich bedroht, belästigt oder unsicher fühlt, aber nicht offen um Hilfe bitten kann. Für solche Fälle gibt es verschiedene diskrete Signale und Codewörter. Damit lässt sich gegenüber geschultem Personal unauffällig signalisieren, dass Unterstützung benötigt wird.
Codewörter:
„Ist Luisa da?“
- Bereich: Das Konzept kommt in Bars, Clubs, Diskotheken, auf Festivals und Partys zum Einsatz.
- Zielgruppe: Es richtet sich an Personen, die von sexueller Belästigung, Bedrohung oder ungewollter Annäherung betroffen sind.
- Anwendung: Mit der Frage „Ist Luisa da?“ an das Bar- oder Servicepersonal wird unmittelbar signalisiert, dass man Unterstützung braucht. Das Personal hilft daraufhin diskret, etwa durch das Organisieren eines Taxis, das Begleiten in einen geschützten Raum oder das Hinzuziehen von Sicherheitskräften.
„Ist Kim da?“
- Die Aktion richtet sich speziell an queere Menschen sowie an alle Personen, die sich in einer Notlage befinden.
- Wer bei der Polizei die Frage „Ist Kim da?“ stellt, signalisiert diskret, dass Hilfe gebraucht wird, jedoch gerade nicht frei gesprochen werden kann. Die Beamtinnen und Beamten sind darauf sensibilisiert, entsprechend behutsam zu reagieren.
„Wo geht’s nach Panama?“ / „Panama“
- Bereich: Dieses Signal wird auf vielen Musikfestivals und Großveranstaltungen genutzt.
- Zielgruppe: Das Angebot richtet sich an Besucher*innen, die sich unwohl, überfordert, bedroht oder belästigt fühlen.
- Anwendung: Die Frage „Wo geht’s nach Panama?“ oder das bloße Wort „Panama“ kann bei Mitarbeitenden (z. B. Security, Barpersonal, Ersthelfer) genutzt werden. Man erhält ohne weitere Nachfragen Hilfe und wird in ein geschütztes Umfeld gebracht.
„Maske 19“
- Bereich: Apotheken und Arztpraxen
- Zielgruppe: Betroffene von häuslicher Gewalt
Das Personal sollte verstehen, dass eine Bedrohung vorliegt und es wird diskret eine HIlfsorganisation oder die Polizei verständigt.
stilles Handzeichen
Notrufnummern
Sollten die Codewörter nicht anwendbar sein, wenden Sie sich bitte an andere Anlaufstellen:
- Polizei: 110
- Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen: 116 016 (kostenfrei, anonym, 24/
7) - Hilfetelefon Schwangerschaft und Notlagen: 0800 40 40 020 (kostenfrei, anonym, 24/
7) - Psychologische Beratungsstelle Notruf und Beratung für sexuell misshandelte Frauen und Mädchen e. V.Mannheim: 0621 10033
