Das Mannheimer Barockschloss und der Ehrenhof unter blauem Himmel.

Ausstellung „Trash People: 30 Jahre um die Welt“ und Podiumsdiskussion mit dem Aktions­künstler HA Schult am 1. Oktober

Vom 28. September bis 15. Oktober zeigt die Universität Mannheim die Ausstellung „Trash People: 30 Jahre um die Welt“ mit Skulpturen des Aktions­künstlers HA Schult. Im Rahmen des Begleit­programms zur Ausstellung diskutiert der Künstler am 1. Oktober mit Dr. Carsten Gerhard, Vorsitzender der Circular Valley Foundation darüber, wie Kunst, Nachhaltigkeit und zirkuläres Denken neue Perspektiven auf unseren Umgang mit Ressourcen eröffnen können. Interessierte sind herzlich eingeladen, die Ausstellung zu besuchen und an der Podiumsdiskussion teilzunehmen.

Pressemitteilung vom 18. September 2026
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Seit drei Jahrzehnten reisen HA Schults Trash People um den Globus. Aus Dosen, Elektroschrott und Konsumabfällen geschaffen, standen sie auf der Chinesischen Mauer, vor den Pyramiden von Gizeh, auf dem Roten Platz in Moskau, in Washington D.C., Paris, Rom und vielen weiteren Orten. Über­all stellen sie dieselbe Frage: Wie gehen wir mit unserer Umwelt um? Die Frage ist aktueller denn je: Der Klimawandel schreitet weiter voran. Der Sommer 2026 forderte in Europa mehr als 30.000 Hitzetote; unzählige Waldbrände wurden in der EU verzeichnet.

Anlässlich des 30-jährigen Jubiläums der Trash People präsentiert die Universität Mannheim eine Ausstellung, die Kunst und Wissenschaft miteinander in den Dialog bringt. Im Mittelpunkt stehen nicht nur die Skulpturen selbst, sondern ihre bis heute hochaktuelle Botschaft über Ressourcenverbrauch, Kreislaufwirtschaft und die Verantwortung des Menschen für seinen Planeten. 

Dieses Thema greift auch die Podiumsdiskussion am 1. Oktober auf, bei der HA Schult mit dem Vorsitzenden der Circular Valley Foundation, Dr. Carsten Gerhard unter dem Titel „The Art of Circular Economy“ diskutieren wird. Moderiert wird die Veranstaltung, die um 17:15 Uhr im Hörsaal SN 163 (Schloss Ost) stattfindet, von Dr. Benedikt Kastner, dem Kunstbeauftragten der Universität Mannheim. Im Mittelpunkt der Diskussion stehen die Bedeutung der Kreislaufwirtschaft, die Verantwortung jedes Einzelnen und die Frage, wie ein nachhaltiger Wandel gelingen kann. Die Veranstaltung lädt zum Austausch über Umweltbewusstsein, Innovation und gesellschaft­liche Zukunftsfragen ein. Nach der Diskussion steht der Künstler für persönliche Gespräche in der Ausstellung bereit. 

Der Künstler HA Schult
HA Schult (*1939) zählt zu den international bedeutendsten deutschen Aktions­künstlern und gilt als einer der Pioniere ökologischer Kunst. Bereits seit den 1960er Jahren macht er Umweltzerstörung, Konsum und Ressourcenverschwendung zum Gegenstand seiner Arbeiten – lange bevor Nachhaltigkeit zu einem gesellschaft­lichen Leitmotiv wurde. Er studierte an der Kunstakademie Düsseldorf bei Karl Otto Götz gemeinsam mit Gerhard Richter und Sigmar Polke. 1972 und 1977 nahm er an der documenta teil. Seine Werke wurden weltweit gezeigt und befinden sich in bedeutenden Sammlungen, dar­unter dem Solomon R. Guggenheim Museum und dem Museum of Modern Art in New York, der Tate Gallery of Modern Art in London, dem Centre Pompidou in Paris sowie der Kunsthalle Mannheim. Mit den Trash People schuf HA Schult eines der bekanntesten Kunst­projekte der Gegenwart: Tausend lebens­große Figuren aus Wegwerfmaterialien, die seit 1996 als Botschafter für Umweltbewusstsein und globale Verantwortung um die Welt reisen.

Kontakt: 
Katja Bauer
Stellv. Pressesprecherin
Universität Mannheim
E-Mail: katja.baueruni-mannheim.de