Foto: Anna Logue

Finanzielle Unterstützung für Auslands­praktika

Sie sind auf der Suche nach finanzieller Unterstützung für Ihr Praktikum? Im Folgenden haben wir Stipendien­programme verschiedener Organisationen für Sie zusammengetragen.

Bitte beachten Sie: Praktikumsangebote, die automatisch eine Förderung beinhalten, sind auf unserer Webseite zur Praktikumssuche gelistet.

  • Förder­möglichkeiten durch das EU-Programm „ERASMUS+“ für Praktika im europäischen Ausland

    Wer wird gefördert?

    Die Europäische Union fördert im Rahmen des ERASMUS+ Programms Praktika während und nach dem Studium im europäischen Ausland. Die Beantragung ist möglich für Bachelor-, Staats­examens- und Master-Studierende, eingeschriebene Doktoranden sowie Graduierte im ersten Jahr nach dem Studien­abschluss. Um als Absolvent von einer Praktikums­förderung zu profitieren, muss zumindest ein informeller Antrag vor dem Ende des Studiums, also vor der Exmatrikulation gestellt werden – nehmen Sie bei Interesse rechtzeitig Kontakt mit dem Akademischen Auslands­amt auf.

    Derzeit nehmen alle 28 EU-Länder sowie Island, Liechtenstein, Norwegen, die Türkei und die Ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien am Programm teil. In der Datenbank der Partner­universitäten sieht man, mit welchen europäischen Hochschulen die Universität Mannheim bereits Austausch-Abkommen abgeschlossen hat. Insbesondere für Erasmus-Aufenthalte von Hochschul­personal können aber auch über diese Partner­universitäten hinaus Aufenthalte mit anderen Einrichtungen in den Erasmus-Programmländern gefördert werden.

    Die Schweiz nimmt derzeit nicht am Erasmus-Programm teil, finanziert jedoch ein vergleichbares Programm aus nationalen Mitteln, so dass ein Austausch mit der Schweiz mit ähnlichen Förderkonditionen wie bei Erasmus möglich ist.

    Hinweis zur Förderung der Austausch­programme mit dem Vereinigten Königreich:

    Nach aktuellen Plänen der britischen Regierung wird das Vereinigte Königreich bis mindestens 2019/20 weiter am ERASMUS Programm teilnehmen. Aufgrund der Unsicherheit bezüglich der Brexit-Verhandlungen kann dies jedoch nicht garantiert werden.

    Was wird gefördert?

    Das Programm bietet einen finanziellen Zuschuss zu Auslands­praktika als Ausgleich für die meist geringe oder oft gar nicht vorhandene Bezahlung. Der Zuschuss beträgt je nach Zielland zwischen rund 320 bis 420 Euro pro Monat.

    Die Mindest­dauer der Praktika beträgt zwei Monate, die maximale Förderdauer beträgt 12 Monate pro Studien­phase (Bachelor/Master/PhD). Falls Sie in der gleichen Studien­phase bereits Erasmus-Förderung für ein Auslands­studium erhalten haben, wird dies auf die Förderdauer angerechnet.

    Was kann nicht gefördert werden?

    Antragsteller, die von der aufnehmenden Einrichtung eine Nettovergütung von 1.000 Euro pro Monat oder mehr erhalten, können leider nicht berücksichtigt werden.
    Von einer Förderung ebenfalls ausgeschlossen sind Praktika bei Europäischen Institutionen (zum Beispiel eine politische Fraktion oder ein Abgeordneter des EU-Parlaments) sowie bei Einrichtungen, die EU-Programme verwalten. Für diese Praktika besteht eine Förder­möglichkeit über das Carlo-Schmid-Programm.

    Wo kann ich weitere Förderdetails erfahren und die Förderung beantragen?

    Die Universität Mannheim vergibt die Förderung nicht direkt, sondern über eine zentrale Koordinierungs­stelle an der Hochschule Karlsruhe. Daher läuft der Antragsprozess auch direkt über diese Koordinierungs­stelle.
    Alle Informationen zum Programm und den Förderkriterien sowie die Online-Registrierung und die Bewerbungs­unterlagen finden Sie bei der Koordinierungs­stelle „KOOR-BEST“ der Hochschule Karlsruhe.

    Besondere Unterstützung für Studierende mit Behinderung und Studierende mit Kind

    Studierende mit Behinderung oder Studierende, die ihr Kind oder ihre Kinder mit ins Ausland nehmen möchten, finden auf der Website der Koordinierungs­stelle Informationen zu Zusatz-Förder­möglichkeiten.

    Mehrfache Förderung

    Eine wiederholte Förderung ist möglich, wenn diese pro Studien­phase (Bachelor/Master/PhD) eine Dauer von zwölf Monaten (inklusive Erasmus-Studium) nicht überschreitet. Bei Studien­gängen ohne Bachelor- und Master-Stufung (zum Beispiel Staats­examen) liegt die Grenze bei 24 Monaten.

    Erfolgs­chancen

    Bei korrekter und frist­gerechter Antragstellung sind die Chancen auf Förderung in der Regel sehr gut.

    Bewerbungs­frist

    Reichen Sie den Förderantrag bitte so früh wie möglich bei der zuständigen Koordinierungs­stelle ein, spätestens aber einen Monat vor Praktikumsbeginn.

    Achtung! Hierfür sind diverse Unterlagen und Unterschriften, auch vom aufnehmenden Unternehmen, notwendig! Falls Ihre Antrags­unterlagen bis zur Frist nicht vollständig sind kann leider keine Förderung gewährt werden, da keine Nachreichungen möglich sind.

    Unterschriften der Universität Mannheim für ERASMUS-Praktika

    Sie benötigen für die ERASMUS-Praktika auf drei Formularen eine Unterschrift der Universität Mannheim: beim Bewerbungs­formular vom Akademischen Auslands­amt und bei übrigen Formularen des Fach­bereichs. Bitte tragen Sie die korrekten Ansprech­partner ein, das heißt wenn ein Ansprech­partner im Fach­bereich gefragt ist, bitte NICHT das Auslands­amt eintragen! Bitte kontaktieren Sie Frau Wittenberg im Akademischen Auslands­amt, falls Sie Fragen zu den entsprechenden Kontaktpersonen haben.

  • Versicherungs­schutz

    Mit einem Erasmus-Mobilitätszuschuss ist keinerlei Versicherungs­schutz verbunden. Weder die Universität Mannheim, noch die Europäische Kommission oder die Nationale Agentur DAAD haften für Schäden, die aus Krankheit, Tod, Unfall, Verletzung von Personen, Verlust oder Beschädigung von Sachen im Zusammenhang mit Erasmus-Auslands­aufenthalten (Studium, Praktikum, Gastdozenturen oder Fortbildungs­maßnahmen) entstehen. Der Versicherungs­schutz obliegt individuell jedem und jeder Geförderten.

    Die nationale Kranken­versicherung bietet mit der Europäischen Kranken­versicherungs­karte für den Aufenthalt in einem anderen EU-Land einen Grund­versicherungs­schutz. Die Abdeckung durch die Europäische Kranken­versicherungs­karte ist jedoch möglicherweise unzureichend, insbesondere, wenn ein Rücktransport oder besondere medizinische Eingriffe vonnöten sind. Die Universität Mannheim empfiehlt daher dringend den Abschluss einer Zusatz­versicherung. Empfehlenswert ist die Teilnahme an der Gruppen­versicherung des DAAD, die allen Erasmus-geförderten Studierenden und Forschenden offen steht.

  • Förderung durch ein ERASMUS-Kombi-Praktikum (für kürzere Praktika in Verbindung mit einem ERASMUS-Studium)

    Was wird gefördert?

    Falls Sie ein Auslands­studium an einer Erasmus-Partner­universität planen und dieses Studium mit einem maximal zweimonatigen Praktikum kombinieren möchten, kann die Erasmus-Studien­förderung für den betreffenden Zeitraum verlängert werden.

    Voraussetzungen:
    - Praktikum im gleichen Land wie das Auslands­studium
    - unmittelbar vor oder nach Ende des ERASMUS-Austauschsemesters
    - mit einer Dauer von weniger als zwei Monaten
    - unter Aufsicht der Gasthochschule, das heißt das Erasmus Learning Agreement für das Studium muss um das Praktikum ergänzt werden
    Insgesamt darf die ERASMUS-Förderung (also die Förderung für das Studium und das Praktikum zusammen) innerhalb eines Studien­abschnitts nicht länger als zwölf Monate gezahlt werden.
    Falls das Praktikum zwei Monate oder länger dauert, bewerben Sie sich bitte auf die oben stehende reguläre Erasmus-Praktikums­förderung.

    Was kann nicht gefördert werden?

    Von einer Förderung ausgeschlossen sind Praktika bei Europäischen Institutionen (zum Beispiel eine politische Fraktion oder ein Abgeordneter des EU-Parlaments) sowie bei Einrichtungen, die EU-Programme verwalten.

    Wo kann ich weitere Förderdetails erfahren und die Förderung beantragen?

    Informationen zum ERASMUS-Kombi-Praktikum erhalten Sie von Frau Wittenberg im Akademischen Auslands­amt.

  • DAAD Kurzstipendien für Praktika

    Der DAAD fördert selbst organisierte Auslands­praktika bei bestimmten Organisationen und Institutionen wie zum Beispiel EU- oder UN-Institutionen, deutschen Auslands­vertretungen, deutschen Auslands­schulen und Goethe-Instituten. Die Förderung wird für maximal drei Monate gezahlt. Außerdem gibt es einen Reisekostenzuschuss. Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite des DAAD.

  • DAAD Fahrtkostenzuschüsse für AIESEC-Praktika

    Der DAAD finanziert Fahrtkostenzuschüsse für Fach­praktika im außereuropäischen Ausland, die durch die Studierenden­initiative AIESEC vermittelt werden. Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite des DAAD.

  • Carlo-Schmid-Programm: Praktika in Internationalen Organisationen und EU-Institutionen

    • Was wird gefördert?
      Der DAAD führt in Zusammenarbeit mit der Studien­stiftung des deutschen Volkes und der Stiftung Mercator das Carlo-Schmid-Programm durch, welches Stipendien und Praktikumsplätze bei Internationalen Organisationen und EU-Institutionen bietet.

    Bewerberinnen und Bewerber können sich entweder in Eigen­initiative ein entsprechendes Praktikum suchen, das durch ein Stipendium unterstützt wird oder sich um eines der zahlreichen Praktikumsangebote bewerben, die im Rahmen des Programms ausgeschrieben werden.
    Teilnehmer des Programms erhalten ein monatliches Lebenshaltungs­stipendium sowie eine Reisekostenpauschale. Zusätzlich zur finanziellen Unterstützung wird ein begleitendes Programm aus Seminaren und Auslands­treffen angeboten.

    • Wer wird gefördert?
      Das Programm steht allen Fach­richtungen offen und richtet sich sowohl an Studierende und Absolventen eines Bachelor­studiums wie auch Studierende und Absolventen eines Master­studiums. Die deutsche Staats­bürgerschaft ist für die Teilnahme an diesem Programm zwingend notwendig. Sie können zwischen folgenden Programmlinien wählen:

                        - Programmlinie A: Stipendien für in Eigen­initiative erlangte Praktika bei Internationalen Organisationen und Institutionen der EU sowie einigen ausgewählten Nichtregierungs­organisationen

                        - Programmlinie B: Bewerbungen auf spezifische Praktikumsangebote der jeweiligen Ausschreibung

     

    • Bewerbungs­frist
      In der Regel im Februar jeden Jahres.
      Die Ausschreibungs­unterlagen, Bewerbungs­voraussetzungen und weitere Informationen sind auf der Webseite des DAAD abrufbar.
  • Deutsch-Französisches Jugendwerk

    Deutsch-Französisches Jugendwerk

    Das Deutsch-Französische Jugendwerk (DFJW) wurde 1963 im Rahmen des Elysée-Vertrags zwischen beiden Ländern gegründet, um die Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Frankreich zu stärken und den Austausch zu fördern.

    Das DFJW bietet unter anderem:

    • Stipendien für Pflicht­praktika in Frankreich, die als Bestandteil des Bachelor­studiums von der deutschen Heimathochschule anerkannt werden
    • Stipendien für angehende Lehr­erinnen und Lehrer, damit sie das französische Schulsystem kennenlernen können
    • Förderung für den Austausch in künstlerischen und kulturellen Berufsfeldern
    • Das Praktikums­programm PRAXES für die Phase nach dem Studien­abschluss
    • Interessenten wenden sich für die Unterschrift der Universität Mannheim auf der Stipendienbewerbung entweder an das Akademische Auslands­amt der Universität Mannheim oder im Falle der Fakultät für Sozial­wissenschaften und der Philosophischen Fakultät an die dortigen Praktikumsbeauftragten.

     

    Weitere Informationen zur Finanzierung eines Praktikums in Frankreich finden Sie auch auf der Webseite von Campus France.

  • Landtagsstipendium Israel

    Landtagsstipendien­programm für israelische und deutsche Studierende

    Das Landtagsstipendien­programm für israelische und deutsche Studierende, Nachwuchs­wissenschaft­lerinnen und Nachwuchs­wissenschaft­ler, sowie Praktikantinnen und Praktikanten fördert Praktikums- und Studien­aufenthalte in Israel. Die Bewerbungs­frist für eine Förderung ist voraussichtlich im November für Aufenthalte ab dem Folgejahr. Bei Praktika muss die Praktikums­vereinbarung mit einem israelischen Unternehmen zum Bewerbungs­termin schon vorliegen. Bei Interesse kontaktieren Sie bitte Herrn Dausend im Akademischen Auslands­amt.

    Für Praktika in Israel empfiehlt es sich, die Angebote des Programms New Kibbutz genauer anzuschauen. Eine Teilnahme am New-Kibbutz-Programm kann mit dem Landtagsstipendium Israel kombiniert werden.

  • Deutsch-Amerikanisches Praktikanten­programm der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ)

    Das Deutsch-Amerikanische Praktikanten­programm der GIZ bietet jungen Absolventen und Berufstätigen die Möglichkeit, erste Berufserfahrungen in den USA zu sammeln, indem es selbständig organisierte Praktikumsaufenthalte mit einer Dauer von zwei bis zwölf Monaten finanziell fördert. Praktikanten erhalten ein Stipendium in Höhe von 600 Euro pro Monat bei unbezahlten Praktika sowie einen Reisekosten- und Sprachkurszuschuss.

  • DAAD Go East Programm „Russland in der Praxis“ – Stipendien­programm für Praktika in der Russischen Föderation

    Der DAAD vermittelt und fördert Praktika in Russland mit einem großzügigen Stipendien­programm. Interessierte Studierende können sich zunächst für einen Praktikumsplatz bewerben und in einem zweiten Schritt für eine entsprechende Förderung. Das genaue Vorgehen und weitere Informationen finden Sie auf der Webseite des DAAD.

  • Auslands-Bafög

    Informationen hierzu finden Sie auf der Seite Auslands-BAföG.

  • Studien­kredite

    Informieren Sie sich hierzu auf der Seite Studien­kredite.