Das Mannheimer Barockschloss und der Ehrenhof unter blauem Himmel.

Politische Ausnahmezustände und der Einsatz von Milizen: Neues Forschungs­projekt an der Universität Mannheim

Emine Ari, Ph.D., wird zwei Jahre lang unter­suchen, wie Ausnahmezustände die Reaktion von Regierungen auf politischen Widerstand beeinflussen. Dabei geht sie insbesondere der Frage nach, warum manche Regierungen auf Milizen zurückgreifen, um oppositionelle Kräfte zu unter­drücken – und wie sich diese Strategie verändert, wenn ein Ausnahmezustand ausgerufen wird. Die Politik­wissenschaft­lerin von der Universität Idaho, USA, ist die dritte Humboldt-Stipendiatin, die für einen Forschungs­aufenthalt an den Lehr­stuhl von Prof. Sabine Carey, Ph.D. kommt.

Ob in Bürgerkriegen, bei politischen Unruhen oder im Kampf gegen oppositionelle Gruppen: Regierungen stehen immer wieder vor der Frage, welche Akteure sie einsetzen, um politische Gewalt und Widerstand zu kontrollieren. Neben regulären Sicherheits­kräften können dabei auch Milizen oder andere nichtstaatliche bewaffnete Gruppen zum Einsatz kommen. Wie entscheiden Regierungen jedoch, welche Akteur*innen sie einsetzen, um politischen Widerstand zu unter­drücken? Und wie ändern sich diese Entscheidung nach der Ausrufung eines Ausnahmezustands? Mit diesen Fragen wird sich Emine Ari während ihres zweijährigen Forschungs­aufenthalts an der Universität Mannheim beschäftigen.

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