Evialina Yakimov / Foto: Jula Jacob

„Ich glaube fest daran, dass man alles schaffen kann – getreu dem Motto ‚The sky is the limit‘.“

Evialina stammt aus Boston, Massachusetts und ist für den Mannheim Master in Management an die Universität Mannheim gekommen. Ihr Traum ist es, irgendwann einmal ein eigenes Unternehmen zu gründen. In ihrer myUniMA story erzählt sie uns, was ihr an ihrem Studium am besten gefällt und welchen außergewöhnlichen Nebenjob sie hat.

Warum genau hat es dich nach Deutschland verschlagen?

Schon im Rahmen meines Bachelors im Bereich Business Management habe ich zwei Auslands­semester an der Universität Mannheim verbracht. Es war tatsächlich ein glücklicher Zufall, da meine Beraterin in Boston selbst aus Deutschland kam und mir nicht nur ihr Land, sondern auch die Universität Mannheim aufgrund meines Hauptfachs sehr ans Herz legte. Die Entscheidung war schnell getroffen und es hat mir hier so gut gefallen, dass ich mich auch für meinen Master an verschiedenen Unis in Deutschland beworben habe - um mich dann wieder für Mannheim zu entscheiden.

Was gefällt dir an der Uni Mannheim so gut?

Zunächst natürlich, dass die Uni einen hervorragenden Ruf hat, aber auch, dass sie sehr international ausgerichtet ist. Wenn ich in Deutschland mit dem Studium fertig bin, möchte ich die Verbindungen, und Möglichkeiten haben, in vielen verschiedenen Ländern zu arbeiten – und diese gibt mir die Uni Mannheim. Toll ist auch, dass man hier sehr flexibel ist und seinen Schwerpunkt und damit auch seinen Weg eigenständig wählen kann. An anderen Unis gibt es sehr strikte Regelungen, während in Mannheim alles sehr offen gestaltet ist, gerade auch am MCEI, und das gefällt mir gut. Zudem habe ich bereits während meines Auslands­semesters viele gute Freunde in Mannheim gefunden, von denen einige auch für den Master zurückgekehrt sind. Es war also auch der soziale Aspekt für mich: Kontakte mit den vielen Studenten aus verschiedensten Ländern haben zu können, ist für mich sehr wichtig. Ich möchte nicht in meiner „Amerikanischen Blase“ bleiben, sondern offen sein und viel Neues lernen und erfahren.

Du hast das MCEI erwähnt – was macht das Zentrum für Entrepreneurship für dich so einzigartig?

Toll an den Kursen des MCEI ist, dass der Fokus auf der Praxis liegt und viel in Gruppen gearbeitet wird – so wird man sehr gut auf das wirkliche Arbeits­leben vorbereitet. Außerdem habe ich auch bei Vorträgen des MCEI viel gelernt: In regelmäßigen Abständen kommen Startups zu uns und berichten zum Beispiel von ihren Erfahrungen bei der Gründung und man bekommt den Eindruck, dass alles wirklich möglich ist, wenn man den Willen hat und mutig ist. Super finde ich auch die Möglichkeit, im Rahmen eines MCEI-Kurses mit Mannheimer Startups zusammenzuarbeiten, mit ihnen ihre Geschäfts­modelle weiterzuentwickeln und dabei viel von ihnen und über ihre Welt zu lernen. Natürlich muss man, wenn man diese Kurse belegt, nicht automatisch später ein Startup gründen (lacht). In Gesprächen mit größeren Unternehmen habe ich erfahren, dass diese auch gerne Leute mit entsprechender Erfahrung einstellen. Denn das Startup-Mindset, das wir haben, kann den eher langsam agierenden Unternehmen dabei helfen, selbst schneller, kreativer und moderner zu werden und mehr wie ein Startup zu funktionieren.

Was ist dein persönliches Ziel und wo möchtest du hin?

Am Anfang ist es meiner Meinung nach hilfreich, für ein größeres Unternehmen zu arbeiten, weil man dort sehr viele Erfahrungen sammeln und Kontakte knüpfen kann. Wenn es dann soweit ist und ich eine gute Idee habe, würde ich gerne selbst ein eigenes Startup gründen. Auch wenn das natürlich noch weit entfernt ist, glaube ich fest daran, dass man alles schaffen kann – getreu dem Motto „The sky is the limit“. Ob ich dafür in Deutschland bleibe oder zurück nach Boston gehe, weiß ich noch nicht. Ich möchte da ganz offen und flexibel sein und bewerbe mich aktuell sowohl hier als auch dort und schaue anschließend, wo ich das beste Angebot und die besten Möglichkeiten bekomme.

Was machst du in deiner Freizeit?

Ich bin verrückt nach Sportklettern und Bouldern. Als Nebenjob arbeite ich sogar in einer Kletterhalle in Mannheim und bin unter anderem für die Routen an den Kletterwänden verantwortlich, sprich wie die Steine an den Wänden arrangiert sind. Ich trainiere bereits seit meinem 8. Lebensjahr sehr viel in meiner Freizeit und bereise dafür auch verschiedene Länder – immer auf der Suche nach tollen Spots zum klettern unter freiem Himmel. Am besten gefällt es mir in Südfrankreich, der Schweiz und Spanien, aber auch innerhalb von Deutschland gibt es tolle Flecken zum Bouldern.

Text: Selina Supper / Oktober 2019