Foto: Anna Logue

Finanzierung

Grundsätzlich haben Sie drei Möglichkeiten, um Ihre Promotion zu finanzieren:
eine Anstellung an der Universität, eine Beschäftigung außerhalb der Universität oder ein Promotions­stipendium.

  • Beschäftigungs­verhältnis an der Universität

    Es hat viele Vorteile als wissenschaft­liche Mitarbeiterin oder wissenschaft­licher Mitarbeiter an einem Lehr­stuhl der Universität angestellt zu sein – insbesondere, wenn Sie eine wissenschaft­liche Karriere anstreben: Sie erhalten Einblicke in das Aufgabenspektrum eines Lehr­stuhls, sammeln Erfahrungen in Lehre und akademischer Selbstverwaltung und können sich mit anderen Forschenden leicht vernetzen.

    Ein weiterer Pluspunkt: Sie sind über Ihre Arbeitgeberin, die Universität, kranken-, renten- und pflegeversichert.

    Wenn Sie an einer Beschäftigung an der Universität Mannheim interessiert sind, erkundigen Sie sich am besten frühzeitig nach freien Stellen über das Stellenportal der Universität Mannheim und sprechen Sie mit Ihrer Betreuerin oder Ihrem Betreuer über vakante oder bald frei werdende Stellen.

  • Anstellung außerhalb der Universität

    Eine Anstellung außerhalb der Universität eignet sich gut für alle, die nicht unbedingt in der Wissenschaft bleiben oder ein bereits bestehendes Beschäftigungs­verhältnis nicht auflösen möchten. Mit einem Job in einem fach­gebietsnahen Bereich lässt sich außerdem reichlich Praxiserfahrung sammeln.

    Sofern es sich um eine sozial­versicherungs­pflichtige Beschäftigung handelt, sind Sie über Ihre Arbeitgeberin oder Ihren Arbeitgeber kranken-, renten- und pflegeversichert.

    Bei der Suche nach einer geeigneten Stelle kann neben der Agentur für Arbeit und den einschlägigen Stellenportalen im Internet auch das JobBoard des Career Services der Universität Mannheim hilfreich sein.

  • Promotions­stipendium

    Ein Promotions­stipendium bietet Ihnen den größten Freiraum, da Sie sich voll und ganz Ihrem Promotions­projekt widmen und Ihre Zeit frei einteilen können. Bedenken Sie aber, dass Sie mit einem Stipendium nicht automatisch kranken-, renten- und pflegeversichert sind. Das bedeutet, dass Sie sich selbst um Ihren Versicherungs­schutz im Krankheitsfall kümmern müssen und dass Sie keinen Anspruch auf Arbeits­losengeld I haben, wenn Sie nach Abschluss der Promotion nicht sofort einen Job finden. Außerdem zahlen Sie während des Bezugs eines Stipendiums nicht in die Rentenkasse ein. Über die Möglichkeit, eine freiwillige Renten­versicherung (gemäß § 7 SGB VI) abzuschließen, können Sie sich bei der Deutschen Renten­versicherung informieren.

    Die Auswahl an Stipendiengebern ist groß – für die Suche nach dem passenden Stipendium sollten Sie also ausreichend Zeit einplanen. Diese Datenbanken können Ihnen dabei helfen, den für Sie richtigen Stipendiengeber zu finden:


    Landes­graduierten­förderung (LGF)

    Die Stipendien der Landes­graduierten­förderung werden von den Landes­universitäten eigenständig und selbst­verantwortlich nach einem festgelegten Vergabe­verfahren an über­durchschnittlich qualifizierte Bewerberinnen und Bewerber vergeben.

    Die Stipendien werden aus Mitteln des Landes Baden-Württemberg finanziert und vorbehaltlich der Bereitstellung der entsprechenden Mittel durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg (MWK) einmal pro Jahr vergeben.

    Weitere Informationen zur Landes­graduierten­förderung


    Stiftungen und Förderwerke

    Viele politische und kirchennahe Stiftungen sowie von Privatpersonen, Firmen und Verbänden getragene Stiftungen bieten Stipendien für Promovierende an. Je nach Hintergrund erwarten einige Stiftungen besonderes politisches oder gesellschaft­liches Engagement, fördern nur bestimmte Fach­disziplinen oder spezielle Personengruppen.

    Die Datenbank des Bundes­verbands Deutscher Stiftungen eignet sich gut für eine erste Recherche nach einem passenden Stipendiengeber.


    Begabten­förderungs­werke

    Begabten­förderungs­werke unterstützen Promovierende mit herausragenden Leistungen finanziell und ideell in ihrer akademischen Ausbildung. In Deutschland gibt es 13 Förderungs­werke, die vom Bundes­ministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt werden. Die Begabten­förderungs­werke sollen die Vielfalt der deutschen Gesellschaft widerspiegeln, indem sie die verschiedenen weltanschaulichen, religiösen, politischen, wirtschafts- oder gewerkschafts­orientierten Strömungen in Deutschland abbilden.

    Die Stipendien-Datenbank des BMBF hilft bei der Suche nach einem passenden Begabten­förderungs­werk.

Bedenken Sie bitte, dass jede Finanzierungs­form unterschiedliche Konsequenzen für Ihren Versicherungs­schutz hat.

Wir haben Ihnen die wichtigsten Informationen zu Versicherungen für Promovierende zusammengestellt.