Prof. Philipp Gassert erhält den Lehr­preis 2022

Preis der Uni Mannheim für hervorragende und innovative Lehre

Prof. Dr. Philipp Gassert hat im Rahmen des Unitversitätstags am 18.05.2022 den Lehr­preis der Universität Mannheim für herausragende Lehre erhalten. Prof. Dr. Annette Kehnel, Prorektorin für Studium und Lehre, überreichte den Preis, Annejoy Ploke, Tutorin am Lehr­stuhl für Zeitgeschichte, hielt im Namen der Studierenden die Laudatio.

Die Laudatorin charakterisierte in ihre Rede Professor Gassert als „zugewandten, humorvollen, anspruchsvollen, aber auch sehr verständnisvollen Menschen, der uns fordert, ohne unnötigen Druck zu machen“. Herr Gassert engagiert sich nicht nur seit langem mit großem Engagement in der Fakultät, sondern bietet gleichzeitig eine engagierte, innovative und vielseitige Lehre. Diese wird beispielsweise abgebildet durch von ihm initiierte innovative, zweisemestrige Projektseminare, deren Grundprinzip die enge Verbindung von Forschung und Lehre ist. Hier führt er Studierende auch unmittelbar in die archivalische historische Forschung ein, wie am Beispiel des Projektseminars zur Mannheimer Universitätsgeschichte, gemeinsam mit Prof. Angela Borgstedt und Dr. Sandra Eichfelder, deutlich wird: Hier erlernten Studierende archiv­basierte Forschung am Thema der Mannheimer Universitätsgeschichte und publizierten die Ergebnisse in Form kleiner Aufsätze in einem gemeinsamen Jubiläumsband. Die Laudatorin betonte in ihrer Rede besonders die Offenheit und den guten Kontakt zu den Studierenden: „Herr Gassert nimmt sich immer Zeit für die Betreuung von uns Nachwuchs-Historiker:innen, für allgemeine Fragen und Ratschläge, aber auch für konkretes Feedback zu Hausarbeiten oder Sprechstunden zur Abschlussarbeit.“ Neben der Kooperation mit dem Universitätsarchiv arbeitet Herr Gassert in der Lehre auch eng mit dem Marchivum/Institut für Stadtgeschichte zusammen und erschließt seinen Studierenden so einen ganz unmittelbaren Zugang zur Forschungs­praxis. Und nicht zuletzt hat Herr Gassert auch das Lehr­format einer Schreibschule entwickelt, die die Techniken und Kriterien akademischen Schreibens in der Form des gegenseitigen Austauschs unter den Studierenden vermittelt und einübt. Die Schreibschule wurde in besonderem Maße in der studentischen Laudatio gelobt:„Man lernt was, ob man will oder nicht“, so die passende Zusammenfassung von einem Kommilitonen. Dieser beschreibt den Qualitätssprung, den er von seiner preisgekrönten Bachelor-Arbeit zur ersten Master- Hausarbeit bei Herrn Gassert gemacht habe, als „bemerkenswert.“ Herrn Gasserts Lehr­veranstaltungen finden bei den Studierenden entsprechend großen Anklang, wie die studentischen Rückmeldungen und seine Evaluations­ergebnisse zeigen.

Ein neues Lehr­format entwickelte Gassert zum Beispiel gleich zu Beginn der Corona- Pandemie für die Vorlesung „International Cultural Studies“ (ICS), das in exemplarischer und innovativer Weise digitale und internationale Lehre miteinander vereint: Die Studierenden erarbeiten anhand von Textmaterial und Vorlesungs­videos in Selbstlern­phasen neue Konzepte und Theorien. In anschließenden Tutorien (digital und Präsenz), vertiefen und diskutieren sie gemeinsam die erlernten Inhalte. Diese Art des selbstgesteuerten Lernens schafft Raum für interaktive Zusammenarbeit und eine kritische Auseinandersetzung mit den Inhalten. Durch Gasserts Einsatz ist die Vorlesung zu einem Flaggschiff der Fakultät geworden: Das Format erlaubt durch seine ortsunabhängige und zeitlich flexible Gestaltung individuelles und barrierefreies Lernen für alle Studierenden. Außerdem stellt die Vorlesung für Austausch­studierende ein stabiles, englischsprachiges, international ausgerichtetes Angebot dar und für fakultätsexterne Studierende ist sie eine interdisziplinäre Verknüpfung der Geistes­wissenschaften mit anderen Fach­bereichen der Universität. Die Vorlesung steht auch internationalen Studierenden auf dem virtuellen Campus der ENGAGE-Online Exchange Initiative zur Verfügung.

Das Historische Institut gratuliert Professor Gassert und seinem Team herzlich für diese Würdigung ihrer Arbeit!

Zurück