Das Mannheimer Barockschloss und der Ehrenhof unter blauem Himmel.

Lehr­preis der Universität vergeben

Für herausragende Lehre wurden in diesem Jahr Dr. Julia Görtz und Prof. Dr. Valentin Lang mit dem Lehr­preis der Universität Mannheim ausgezeichnet. Die Verleihung fand im Rahmen des Universitäts­tags am 20. Mai statt.

Dr.Julia Görtz ist Post-Doktorandin am Romanischen Seminar der Universität Mannheim. Ihr Lehr­konzept zeichnet sich durch ein konsequentes Constructive Alignment aus, bei dem Lernziele, Inhalte und Prüfungs­leistungen gezielt auf den Aufbau zentraler philologischer Kompetenzen abgestimmt sind. Im Zentrum stehen analytisches und kritisches Denken sowie ein reflektiertes Verständnis von Literatur, Medien und deren gesellschaft­licher Relevanz. 

Besonders auszeichnungs­würdig ist die konsequente Studierenden­zentrierung: Studierende wählen Texte und Themen selbst aus, entwickeln eigene Projektideen (z. B. einen Audioguide für Mannheim) und gestalten so ihren Lernprozess aktiv mit. Lehr­formate knüpfen gezielt an ihre Lebens­realitäten an, etwa durch kreative Aufgaben wie das Erstellen von Memes zur Analyse von Comics oder Poster im Stil von Streaming-Plattformen. Zugleich verbindet die Lehre klassische Inhalte mit aktuellen gesellschaft­lichen Fragestellungen und integriert innovative Methoden wie den reflektierten Einsatz von KI. Durch diese enge Verzahnung von Kompetenz­orientierung, Aktualitätsbezug und Mitgestaltung entsteht eine motivierende Lernumgebung, die Selbstwirksamkeit stärkt und nachhaltigen Kompetenzerwerb fördert.

Valentin Lang ist Junior­professor für internationale politische Ökonomie und Entwicklung. Seinen didaktischen Fokus legt er auf Politikrelevanz und Forschungs­nähe. Gerade in den politisch unruhigen Zeiten, die wir aktuell durchleben, versucht Prof. Lang, Studierende für Wissenschaft zu begeistern, die praxisnahe Antworten auf aktuelle politische, wirtschaft­liche und soziale Krisen bereithält. Gleich­zeitig ist es ihm wichtig, Studierende in die Lage zu versetzen, selbst forschend aktiv zu werden und mit Hilfe modernster Methoden möglichst eigenständig politikrelevante Forschungs­ergebnisse zu produzieren.

Methodisch ist seine Lehre durch Interdisziplinarität und didaktische Vielfalt geprägt. Er übertritt in seiner Lehre bewusst die disziplinären Grenzen zwischen Politik­wissenschaft, Wirtschafts­wissenschaft, und Data Science. Sein didaktisches Repertoire umfasst unter anderem interaktive Surveys, Debatten, Online-Foren sowie sogenannte Matrix-Benotungen.

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