Das Mannheimer Barockschloss und der Ehrenhof unter blauem Himmel.

„Musik gegen das Vergessen“ – Gesprächskonzert mit den Mannheimer Philharmonikern am 4. März

Gesprächskonzert in der Aula der Universität über Kunst als Ausdruck von Identität und Widerstand sowie ihre Rolle in der Erinnerung an den Nationalsozialismus

Pressemitteilung vom 23. Februar 2026
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Kunst ist als identitätsstiftendes Moment ein zentraler Bestandteil jeder Kultur. Im Angesicht der akuten Bedrohung durch Verfolgung und Vernichtung wurde sie während der nationalsozialistischen Verfolgung zu einem Ausdruck von Selbstbehauptung und Widerstand für jüdische Künstler*innen. Das Gesprächskonzert unter dem Motto „Musik gegen das Vergessen“ ist Werken gewidmet, die in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Holocaust stehen. Ein Podiumsgespräch zwischen den musikalischen Darbietungen beleuchtet die historischen Kontexte und reflektiert ihre Bedeutung für unsere Gegenwart.

Bei der zweiten Veranstaltung der Reihe „Musik gegen das Vergessen“ stehen Werke von Gertrud Schweizer (1894-1942) und Gideon Klein (1919-1945) auf dem Programm. Die gebürtige Mannheimerin und der tschechisch-jüdische Komponist starben in Auschwitz. Die Aufführung durch Mitglieder der Mannheimer Philharmoniker bildet den Ausgangspunkt für ein Podiumsgespräch über die biografischen Hintergründe der Werke, über Kunst als Mittel der Selbstbehauptung und ihre Bedeutung für die Erinnerungs­kultur sowie über jüdische Lebens­wege und Schicksale im Umfeld der Universität Mannheim.

Es diskutieren die Historikerin Andrea Löw, Leiterin des Zentrums für Holocaust-Studien am Institut für Zeitgeschichte in München und Honorarprofessorin an der Universität Mannheim, die Historikerin Angela Borgstedt, Geschäfts­führerin der Forschungs­stelle „Widerstand gegen den Nationalsozialismus im deutschen Südwesten“, der Historiker Christian Groh, Leiter der Abteilung Ausstellungen am MARCHIVUM, und der Musik­wissenschaft­ler Gerrit Bogdahn.

Begrüßung:
Prof. Dr. Cornelia Ruhe, Prorektorin für Lehre, Universität Mannheim
Prof. Dr. Philipp Gassert, Lehr­stuhl für Zeitgeschichte, Universität Mannheim

Podiumsgespräch:
Prof. Dr. Andrea Löw, Leiterin des Zentrums für Holocaust-Studien am Institut für Zeitgeschichte in München und Honorarprofessorin an der Universität Mannheim
Prof. Dr. Angela Borgstedt, Geschäfts­führerin der Forschungs­stelle „Widerstand gegen den Nationalsozialismus im deutschen Südwesten“
Dr. Christian Groh, Leiter der Abteilung Ausstellungen am MARCHIVUM
Moderation: Gerrit Bogdahn, Musik­wissenschaft­ler

Das Gesprächskonzert beginnt um 17:15 Uhr in der Aula der Universität Mannheim (Schloss Ost). Der Eintritt ist frei, im Anschluss findet ein kleiner Empfang statt.

Die Veranstaltung ist eine Kooperation des Historischen Instituts der Universität Mannheimder Mannheimer Philharmoniker, und des MARCHIVUM.

Um Anmeldung wird gebeten: https://www.eventbrite.de/e/musik-gegen-das-vergessen-tickets-1981719229562

Kontakt: 
Prof. Dr. Philipp Gassert
Lehr­stuhl für Zeitgeschichte
Historisches Institut
Universität Mannheim
Tel. +49 621 181-3680
E-Mail: philipp.gassertmail-uni-mannheim.de

Katja Bauer
Stellv. Pressesprecherin
Abteilung Kommunikation
Universität Mannheim
E-Mail: katja.bauermail-uni-mannheim.de