Max-Quentin Bischoff: erfolgreiche Defensio

an der Universität Antwerpen

Am 10. Juni 2026 verteidigte Max-Quentin Bischoff an der Universität Antwerpen erfolgreich seine Dissertation „Merchants' Futures: Plans and expectations in the Tucher family company, c. 1520–c. 1550' betreut von Jeroen Puttevils. 

Wir gratulieren sehr herzlich!

Max-Quentin Bischoff studierte in Mannheim „Kultur & Wirtschaft: Geschichte“ mit BWL im Beifach, und ist dem Lehr­stuhl für Geschichte des Spätmittelalters und der frühen Neuzeit seit Langem als Tutor, Lehr­beauftragter und wissenschaft­licher Mitarbeiter eng verbunden.

In seiner Dissertation unter­sucht Bischoff auf der Grundlage von 178 Briefen, wie die Familie Tucher zukünftige Entwicklungen in den Bereichen Handel, Organisation und Familien­strategie anti­zipierte, diskutierte und bewältigte. Dabei kann er zeigen, dass fast die Hälfte eines durchschnittlichen Geschäfts­briefes zukünftige Handlungen oder Ereignisse betraf, was einen überwiegend kurzfristigen und handlungs­orientierten Zukunftshorizont offenbart, der sowohl von praktischen Belangen als auch von rhetorischen Konventionen geprägt war.
Darüber hinaus werden in der Arbeit interne Planungs­prozesse innerhalb des Unter­nehmens unter­sucht, die von der Koordination der Bediensteten und organisatorischen Anpassungen bis hin zur langfristigen Ausbildung der Söhne reichten, um den Fortbestand des Familien­unter­nehmens zu sichern. Schließlich werden auch die Markt­erwartungen hinsichtlich Zinssätzen, Wechselkursen und Safranpreisen sowie ein umstrittener Versuch des Bediensteten Christoph Kurz analysiert, ein Prognose­system zu entwickeln, das Astrologie und Markt­mechanismen kombinierte.

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