Internationales Kolloquium zur transkulturellen Vergangenheit des Maghreb

Die Tagung führt Expert*innen verschiedener Fachgebiete zusammen, um das transkulturelle Gedächtnis des Maghreb in Bezug auf die Weltkriegsjahre 1939-1945 zu erschließen.
Nordafrika war nicht nur selbst Kriegsschauplatz, sondern auch Teil des Vichy-Regimes mit seinen antijüdischen Gesetzen. Von zentraler Bedeutung für die Region ist zudem das Ende des Zweiten Weltkriegs als Beginn einer unumkehrbaren Dekolonisation, eine dem westlichen Gedächtnis „gegenläufige Konstellation“. Spuren dieser Geschichte, die bislang kaum systematisch aufgearbeitet ist, finden sich gerade in Literatur, Film und ästhetischen Medien. So ist das Ziel der Tagung, ein bisher weitgehend unbeachtetes Korpus der Erinnerungsgeschichte im interdisziplinären Dialog zu erschließen.